Alternatives Android: Cyanogen soll zahlreiche Mitarbeiter entlassen
Der Hersteller des alternativen Android-Betriebssystems Cyanogen OS, Cyanogen Inc., soll momentan einen großen Teil seiner Entwickler entlassen. Dies berichtete zuerst Android Police(öffnet im neuen Fenster) unter Bezugnahme auf Insider. Recode(öffnet im neuen Fenster) bestätigte das Gerücht später anhand eigener Quellen.
Steve Kondik entlässt persönlich in Seattle
Android Police zufolge sollen rund 30 der insgesamt 136 Mitarbeiter entlassen worden sein. Im Büro in Seattle soll Steve Kondik, Gründer und Namensgeber von Cyanogenmod, persönlich die Entlassungen vornehmen. Die Qualitätssicherungsteams in Seattle und Palo Alto sollen von den Streichungen stark betroffen sein, zudem sollen die kleineren Büros in Lissabon und Indien mehr oder weniger aufgelöst worden sein.
Android Police und Recode zufolge sollen die Maßnahmen mit einer neuen strategischen Ausrichtung des Unternehmens zusammenhängen. Anstelle der Lizenz-Android-Variante Cyanogen OS soll der Fokus bei der Programmierung künftig auf Apps liegen – nähere Details liegen noch nicht vor. Treibende Kraft hinter der Umstrukturierung soll der neue COO Lior Tal sein.
Cyanogen OS hat sich nicht durchgesetzt
Das kommerzielle Produkt von Cyanogen Inc., die alternative Android-Version Cyanogen OS, dürfte entsprechend von den Änderungen stark betroffen sein. Bisher gibt es nur wenige Hersteller, die Cyanogen OS anstelle eines Google-Androids verwenden, beispielsweise Micromax in Indien oder ZUK. Wirklich durchsetzen konnte sich das System bisher nicht. Wie sich die Entlassungen auf das kostenlose Cyanogenmod auswirken werden, ist aktuell noch unklar.
Sowohl Recode als auch Android Police haben bisher keinerlei Kommentare zu den Vorgängen seitens Cyanogen Inc. erhalten.
Nachtrag vom 26. Juli 2016, 9:40 Uhr
Steve Kondik hat sich am 25. Juli 2016 im Blog von Cyanogenmod(öffnet im neuen Fenster) zu den Gerüchten geäußert. Seiner Aussage nach ist Cyanogenmod nicht von den Veränderungen bei Cyanogen Inc. betroffen. Zu den Vorwürfen, Cyanogen Inc. würde Mitarbeiter entlassen, äußerte er sich nicht; eine Hinwendung zur Programmierung von Apps soll es Kondik zufolge nicht geben. Cyanogen Inc. will bald eine Erklärung veröffentlichen.
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