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Alternative Antriebe:
Saubere Schiffe am Horizont

Wie viel Dreck Schiffe in die Luft blasen, bleibt den meisten Menschen verborgen, denn sie tun es auf hoher See. Fast 100 Jahre wurde deshalb nichts dagegen unternommen – doch die Zeiten ändern sich endlich.
/ Werner Pluta
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Schiff auf dem Bosporus in Istanbul (Symbolbild): Geld auf Kosten der Lungen der Allgemeinheit gespart (Bild: Bulent Kilic/AFP/Getty Images)
Schiff auf dem Bosporus in Istanbul (Symbolbild): Geld auf Kosten der Lungen der Allgemeinheit gespart Bild: Bulent Kilic/AFP/Getty Images

Feueralarm im Krankenhaus und im Pflegeheim. Was die Rauchmelder im Hamburger Stadtteil Altona Anfang Oktober 2014 ansprechen ließ, war aber kein Feuer. Es war eine Demonstration, wie umweltschädlich Schiffe sind. Das fällt an Land normalerweise nicht auf.

In Landnähe müssen Schiffe mit hochwertigem Diesel betrieben werden. Im Oktober 2014 ließ der Kapitän eines Containerfrachters der taiwanischen Reederei Yang Ming schon beim Verlassen des Hamburger Hafens den Treibstoff verfeuern, mit dem die Maschinen der großen Frachter auf See betrieben werden: Schweröl, ein Rückstandsprodukt der Rohölverarbeitung mit einem hohen Anteil an Schwefel und anderen Schadstoffen. Ohne Filteranlagen, die nur auf wenigen Schiffen installiert sind, werden große Mengen an Feinstaub, Ruß, Schwefeloxiden und Stickoxiden emittiert. Der Ruß aus dem Schornstein löste den Feueralarm aus.

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