Neue Akteure auf dem Markt

Die herkömmlichen Schiffseigner seien nicht sehr an dieser Technik interessiert sind, weil sie nicht in ihr Geschäftsmodell passe, sagte Ørnulf Jan Rødseth im Golem.de-Interview. Er arbeitet bei der norwegischen Forschungsgesellschaft Stiftelsen for industriell og teknisk forskning (Sintef), die die Yara Birkeland und das Vindskip getestet hat.

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"Autonome oder unbemannte Schiffe sind nicht einfach konventionelle Schiffe ohne Besatzung. Sie sind eine völlig neue Komponente, eine neue Art von Transportsystem", sagte er. Als solche seien sie eher attraktiv für Hersteller von Produkten als für Reedereien, wie den norwegischen Düngemittelhersteller Yara, der die Yara Birkeland bauen lässt. Hersteller oder Lieferanten könnten mit solchen neuartigen Schiffen "neue Arten von Lieferketten schaffen [...] - und damit im Grunde komplett neue Arten von Transportsystemen." Die Impulse für die Schifffahrtsbranche könnten demnach eher von außen kommen als aus der recht konservativen Branche selbst.

Auf jeden Fall werden autonome Schiffe sauber sein: Schweröl sei zu schwer zu handhaben, sagt Rødseth: "Die meisten Experten, mit denen ich spreche, sagen, dass Schweröl nicht geeignet ist für automatisierte Schiffe. Deshalb werden diese Schiffe saubere Kraftstoffe einsetzen, das heißt Gasöl, Flüssigerdgas oder eben Akkus wie die Yara Birkeland."

Werben mit Nachhaltigkeit

"Es gibt es allgemein ein Greening des Verkehrs", resümiert Rødseth. Saubere Technik, Nachhaltigkeit wird aber auch zunehmend zum Mittel, Aufmerksamkeit auf ein Unternehmen zu lenken und es attraktiver für Kunden zu machen. Die finnische Viking Line mit der Viking Grace und der MS Mariella sei da ein Vorreiter, sagt Norsepower-Vertriebschef Kuuskoski.

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Die Betreiber der großen Feriendampfer geraten unter Zugzwang - wegen der Städte, die keine Schiffsabgase mehr wollen, aber auch wegen ihrer Kunden: "Die Reeder der Kreuzfahrtschiffe sagen sich, wir müssen unbedingt sauberer werden, sonst wollen die Kunden irgendwann nicht mehr mit uns fahren" , sagt NOW-Mitarbeiter Schumacher.

Und selbst die Reedereien, die weniger vom Feedback ihrer Kunden abhängig sind als die Kreuzfahrtanbieter, denken um: Maersk, die weltweite größte Reederei für Containerschiffe, hat nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Jahren rund eine Milliarde US-Dollar in die Entwicklung energieeffizienter Technik investiert und seit 2007 die Kohlendioxidemissionen um 46 Prozent reduziert. Bis zum Jahr 2050 will das Unternehmen seine Flotte auf Schiffe umstellen, die gar kein Kohlendioxid mehr emittieren.

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 Schiffe ohne Besatzung
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Shismar 15. Jan 2019

Leider kann man UBoote nicht gut fernsteuern. Die müssen zumindest mit einer Antenne...

Shismar 15. Jan 2019

Wow, Lithium aus dem Dschungel. Was es nicht alles gibt! Und ich dachte das Zeug kommt...

Shismar 15. Jan 2019

Wie wäre es damit beides abzustellen? Nur weil jetzt dort keine Dieselstinker mehr fahren...

Shismar 15. Jan 2019

Ja. Sehr informativ. Zwar nicht wirklich neues dabei, aber eh, man muss nicht jeden Tag...

TrollNo1 08. Jan 2019

Zumindest nicht mit nem Containerschiff :D Dein Seegelbötchen wird deutlich leichter sein.



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