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Die Hafenluft soll besser werden

Die Luft in Hafenstädten ist entsprechend schlechter, Atemwegserkrankungen dort häufiger als anderswo. 2017 führte die Umweltschutzorganisation Naturschutzbund Messungen in Hamburg durch, der Stadt mit dem größten deutschen Hafen und dem zweitgrößten in Europa. An der Außenalster lag die Belastung bei 5.000 Feinstaubpartikeln in einem Kubikzentimeter Luft - das ist ein normaler Wert für eine Großstadt.

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Wenige Kilometer entfernt, in der Nähe der Landungsbrücken, enthielt ein Kubikzentimeter Luft 50.000 Partikel. Etwa zwei Kilometer von dort liegen Containerterminals aber auch das Kreuzfahrtterminal in Altona ist in der Nähe, an dem während der Messung ein Schiff lag.

Gerade die Kreuzfahrtschiffe tragen zu der Belastung der Luft in den Hafenstädten bei. Das Problem: Auch wenn das Schiff festgemacht ist, müssen die Bordsysteme mit Strom versorgt werden. Der kommt aber nicht per Kabel vom Land - wie die Yachties das gewohnt sind -, sondern das Schiff erzeugt ihn selbst. Das bedeutet, die Dieselmaschine läuft, auch wenn das Schiff festgemacht ist.

Aber die Hafenstädte wollen sich das nicht mehr gefallen lassen: Einige, darunter Sydney und Amsterdam, wollen Kreuzfahrtschiffe wegen der lokalen Emissionen aus den Innenstädten verbannen. In Marseille verurteilte im vergangenen November ein Gericht das englische Kreuzfahrtunternehmen P&O Cruises und den Kapitän von dessen Ozeandampfer Azura zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro. Der Kapitän hatte im Hafen Dieselöl mit einem höheren Schwefelanteil als erlaubt verfeuert. Die Staatsanwaltschaft warf der Reederei vor, das billigere Dieselöl vorsätzlich eingesetzt und so "Geld auf Kosten der Lungen der Allgemeinheit" gespart zu haben.

Einige Hafenstädte bieten Schiffen deshalb die Möglichkeit zur Landstromversorgung, darunter das erwähnte Terminal in Hamburg. An den anderen beiden Hamburger Kreuzfahrtterminals können sich die Schiffe ebenfalls mit sauberem Strom versorgen lassen: vom schwimmenden LNG-Kraftwerk Hummel. Allerdings sind viele Kreuzfahrtschiffe noch nicht für eine derartige Stromversorgung ausgerüstet.

Für Containerfrachter gibt es ein solches Kraftwerk, das in zwei 20-Fuß-Containern untergebracht ist. Es wird ebenfalls mit LNG betrieben und liefert eine Leistung von 1,5 Megawatt. Es soll während der Liegezeit auf den Frachter gehievt werden und versorgt ihn mit Strom. Die Dieselmaschine kann gestoppt werden.

Eine Alternative dazu wäre, wenn die Schiffe sauberen Strom an Bord erzeugten. Das testet die Meyer Werft derzeit: Der Schiffsbaubetrieb aus Papenburg hat ein Brennstoffzellenkraftwerk für Schiffe entwickelt, das in einem 20-Fuß-Container untergebracht ist. Seit knapp anderthalb Jahren wird das System auf der MS Mariella getestet, einer Fähre der Viking Line, die zwischen Helsinki und Stockholm verkehrt. Die Brennstoffzellen liefern Strom für das elektrische System der Fähre. In dem Feldtest will die Meyer Werft prüfen, ob das System den Anforderungen auf See wie Schiffsbewegungen, Vibrationen und salzhaltiger Luft standhält.

In zwei bis drei Jahren soll ein marktreifes System zur Verfügung stehen. Dann emittieren die Schiffe im Hafen keinen Feinstaub und keinen Ruß mehr, sondern nur noch Wasserdampf und - wenn die Brennstoffzellen mit Methanol, Diesel oder Flüssigerdgas statt mit Wasserstoff betrieben werden - etwas Kohlendioxid.

In Zukunft könnten die Brennstoffzellen aber nicht nur Strom für die Bordsysteme liefern.

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Shismar 15. Jan 2019

Leider kann man UBoote nicht gut fernsteuern. Die müssen zumindest mit einer Antenne...

Shismar 15. Jan 2019

Wow, Lithium aus dem Dschungel. Was es nicht alles gibt! Und ich dachte das Zeug kommt...

Shismar 15. Jan 2019

Wie wäre es damit beides abzustellen? Nur weil jetzt dort keine Dieselstinker mehr fahren...

Shismar 15. Jan 2019

Ja. Sehr informativ. Zwar nicht wirklich neues dabei, aber eh, man muss nicht jeden Tag...

TrollNo1 08. Jan 2019

Zumindest nicht mit nem Containerschiff :D Dein Seegelbötchen wird deutlich leichter sein.


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