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Keine Luftnummer

Das finnische Unternehmen stellt Flettner-Rotoren oder Rotorsails auf dem Deck eines Schiffs auf. Das sind Metallzylinder, die durch einen Motor in Rotation versetzt werden. Durch die Rotation wird die Umgebungsluft abgelenkt: Der Zylinder nimmt einen Teil der Luft mit und beschleunigt den Luftstrom. Auf der Seite, wo die Luft schneller strömt, entsteht ein Unterdruck, auf der Seite, wo die Luft langsamer strömt, ein Überdruck.

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Das erzeugt eine Kraft, die quer zum Luftstrom wirkt - bei Seitenwind also nach vorne. Drei Schiffe hat Norsepower damit ausgestattet, zwei allein im vergangenen Jahr: Den Tanker Pelican der dänischen Reederei Maersk und die mit LNG betriebene Fähre Viking Grace. Das erste fährt seit 2014 mit dem Antrieb und spart im Jahr sechs Prozent Treibstoff, wie Norsepower-Chef Tuomas Riski vor einiger Zeit Golem.de sagte.

Über Kennzahlen der beiden anderen Schiffe wollte sich Vertriebschef Kuuskoski noch nicht nicht äußern. Die finnische Reederei Viking Line, Eigner de Viking Grace, ist aber vom Erfolg überzeugt. Eine neue Fähre, die derzeit auf einer Werft in Xiamen in China gebaut wird, wird von Anfang an mit zwei 24 Meter hohen Rotorsails ausgestattet. Sie soll im kommenden Jahr vom Stapel laufen.

In Deutschland arbeiten Forscher der Hochschule Emden/Leer mit niederländischen Kollegen an Flettner-Rotoren. Seit Juni vergangenen Jahres ist die Fehn Pollux mit einem Flettner-Rotor unterwegs. Ein halbes Jahr später hat das deutsch-niederländische Projekt Marigreen das erste Zwischenergebnis vorgestellt.

"Die Daten, die wir bisher vom Schiff erhalten und ausgewertet haben, liegen signifikant über unseren Modellrechnungen", sagt Michael Vahs von der Hochschule Emden/Leer. "Bei optimalen Bedingungen bringt dieser Prototyp mehr Schub als die Hauptmaschine." Der kostenlose Antrieb, den Seefahrer über Jahrtausende genutzt haben, kann also dazu beitragen, spürbar Kosten für Brennstoff zu sparen. "Wir können jetzt auch belegen, dass sich für Schiffseigner die Investition nach wenigen Jahren amortisiert", resümiert Vahs.

Diesen Nachweis muss Terje Lade erst noch erbringen: Der Norweger hat vor einigen Jahren das Konzept eines futuristischen Segelschiffs vorgestellt: Bei seinem Vindskip ist der Rumpf das Segel. Er ist 199 Meter lang und ragt fast 47 Meter aus dem Wasser. Er hat eine leicht geschwungene Form, ähnlich wie die Tragfläche eines Flugzeuges.

Trifft der Wind schräg von vorn auf den Rumpf, muss er auf der windabgewandten Seite einen längeren Weg zurücklegen als auf der dem Wind zugewandten Seite. Es entsteht ein Unterdruck, der das Schiff nach vorne zieht. Eine vom Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) in Hamburg entwickelte Software erstellt genaue Wettervorhersagen und berechnet den Kurs so, dass das Schiff möglichst energieeffizient unterwegs ist. Für Flauten oder ungünstigen Wind hat das Schiff eine Maschine, die mit LNG befeuert wird.

Im Kanal und im Wassertank hat Lade mit einem maßstabsgetreuen Modell gezeigt, dass sein Konzept funktionieren kann. Jetzt muss er nur noch ein Schiff in Originalgröße bauen. Das soll eine Werft in Kroatien machen, die aber laut Lade derzeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Dadurch sei die Situation aktuell "etwas unklar", teilte der Schiffskonstrukteur Golem.de mit.

Sauberer werden müssen aber nicht nur die Frachter, sondern auch die Kreuzfahrtschiffe. Diese tragen sogar noch mehr zur Luftverschmutzung in den Städten bei, weil die Kreuzfahrtterminals der Häfen möglichst nahe am Zentrum der Städte liegen, um den Passagieren lange Wege zu den Sehenswürdigkeiten zu ersparen.

 Elektrische SchiffeDie Hafenluft soll besser werden 
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Shismar 15. Jan 2019

Leider kann man UBoote nicht gut fernsteuern. Die müssen zumindest mit einer Antenne...

Shismar 15. Jan 2019

Wow, Lithium aus dem Dschungel. Was es nicht alles gibt! Und ich dachte das Zeug kommt...

Shismar 15. Jan 2019

Wie wäre es damit beides abzustellen? Nur weil jetzt dort keine Dieselstinker mehr fahren...

Shismar 15. Jan 2019

Ja. Sehr informativ. Zwar nicht wirklich neues dabei, aber eh, man muss nicht jeden Tag...

TrollNo1 08. Jan 2019

Zumindest nicht mit nem Containerschiff :D Dein Seegelbötchen wird deutlich leichter sein.


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