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Alte gegen neue Model M: Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Seit 1999 gibt es keine Model-M-Tastaturen mit IBM-Logo mehr - das bedeutet aber nicht, dass man keine neuen Keyboards mit dem legendären Tippgefühl bekommt: Unicomp baut die Geräte weiterhin. Wir haben eines der neuen Modelle mit einer Model M von 1992 verglichen.

Ein Test von veröffentlicht am
Die Ultra Classic von Unicomp, darunter das Enhanced Keyboard von IBM
Die Ultra Classic von Unicomp, darunter das Enhanced Keyboard von IBM (Bild: Christoph Böschow)

Wer wie wir viel tippt, braucht unbedingt eine gute Tastatur - zumindest macht eine solche den Arbeitsalltag leichter. Zur engen Auswahl guter Arbeitsgeräte gehört IBMs Enhanced Keyboard aus der Model-M-Serie. In einem Test haben wir dem Klassiker bereits bescheinigt, eine der besten Tastaturen aller Zeiten zu sein. Grund dafür ist der Buckling-Spring-Tastenmechanismus (Knickfederschalter), der zu einem unverwechselbaren und sehr angenehmen Tippgefühl führt.

Inhalt:
  1. Alte gegen neue Model M: Wenn die Knickfedern wohlig klackern
  2. Leichtgewicht mit anderthalb Kilogramm
  3. Unterschiede beim Kunststoff
  4. Verfügbarkeit und Fazit

In unserem ursprünglichen Model-M-Test hatten wir die Firma Unicomp erwähnt, die auch heute noch Model-M-Tastaturen mit Buckling-Spring-Mechanismus verkauft. Aber wie gut schneiden diese neuen Tastaturen gegenüber einem alten Modell ab? Lohnt sich der Kauf eines neuen Gerätes? Wir haben unser Enhanced Keyboard von 1992 mit einem Ultra-Classic-Modell von Unicomp aus dem Jahr 2014 verglichen.

Unicomp ist kein Neuling bei der Produktion von Tastaturen mit Buckling-Spring-Mechanismus: Das Unternehmen wurde 1996 von ehemaligen Lexmark-Mitarbeitern gegründet, nachdem Lexmark die Produktion von Model-M-Tastaturen für IBM eingestellt hatte. Unicomp kaufte die für die Herstellung der Tastaturen verwendeten Maschinen und führte die Produktion fort.

Und die Herstellung läuft bis heute: Unicomp bietet mittlerweile eine Reihe von Tastaturen mit Knickfederschaltern und auch Rubberdomes in verschiedenen Konfigurationen und Formen an. Das Classic-Modell entspricht von der Form her dem Enhanced Keyboard bis zur dritten Generation, daneben gibt es erweiterte Modelle mit Trackball oder einem Trackpoint, wie man ihn von Lenovos Thinkpads kennt.

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Das uns vorliegende Modell ist eine schwarze Ultra Classic, die bis zum Jahr 2012 den eigentlich passenderen Namen Spacesaver trug. Das Tastaturgehäuse ist merklich kleiner als IBMs Enhanced Keyboard beziehungsweise das Classic-Modell von Unicomp und nimmt entsprechend weniger Platz ein. Die Tastatureinheit selbst wurde nicht verkleinert, sie hat dieselben Ausmaße wie die des Enhanced Keyboard.

  • Im Test treten die Ultra Classic von Unicomp gegen das Enhanced Keyboard von IBM an. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Beide Tastaturen verwenden Buckling-Spring-Schalter. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Tastatur von Unicomp ist in einem kleineren Gehäuse untergebracht, das qualitativ etwas hinter dem des Enhanced Keyboards zurücksteht. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Beim Aufeinanderlegen der beiden Tastaturen fällt der Größenunterschied besonders auf. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Auch beim näheren Hinsehen fallen qualitative Unterschiede bei den Standfüßen und dem Kunststoffguss auf. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Tastenaufteilung ist bei den beiden Geräten exakt gleich, die Tastaturkappen untereinander austauschbar - kein Wunder, die Unicomp-Tastaturen werden mit den gleichen Maschinen hergestellt. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Unicomp-Tastatur benötigt wegen des kleineren Gehäuses weniger Platz. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Tippgefühl ist bei beiden Tastaturen nahezu identisch. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Unicomp-Logo ist verglichen mit dem IBM-Emblem durchaus gewöhnungsbedürftig. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Im Test treten die Ultra Classic von Unicomp gegen das Enhanced Keyboard von IBM an. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Die Unicomp-Tastatur hat die für Model-M-Tastaturen typische Hohlkehle, in der die Tasten angebracht sind. Sie ist allerding nicht so tief wie beim originalen Enhanced Keyboard, weshalb das Gehäuse auf den ersten Blick höher wirkt, als es eigentlich ist - de facto sind beide Tastaturen in etwa gleich hoch.

Es gibt neben Form und Farbe weitere Unterschiede bei den Gehäusen: So hat die Unicomp-Tastatur ein fest montiertes USB-Kabel, unsere Model M von IBM hingegen hatte bereits vor dem Umbau auf USB ein abnehmbares Kabel. Dafür hat die neue Tastatur einen Kabelkanal, mit dem die Anschlussschnur nach links oder rechts von der Tastatur verlegt werden kann. Dieser ist für das montierte Kabel allerdings arg knapp bemessen: Selbst mit starkem Drücken bekommen wir das Kabel nicht vernünftig in die Fräsung hinein, es ist schlicht zu dick - eine klassische Fehlkonstruktion.

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Leichtgewicht mit anderthalb Kilogramm 
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demon driver 03. Aug 2018

Hä? Wo ist denn darin ein evidenzbasiertes, gesichertes Ergebnis für die...

QDOS 20. Jun 2018

Dann hast du noch nie meine Kollegen auf ihre Rubberdomes einschlagen gehört...

NeoCronos 20. Jun 2018

Ich habe seit knapp 11 Jahren die 2nd Gen der Logitech G15 im Einsatz und auch die...

demonkoryu 20. Jun 2018

Kann ich so direkt nicht beantworten, aber such mal nach "Capacitive keyboard". Topre z...

trude 20. Jun 2018

Musste auch herzhaft lachen. Sehr schön gemacht!


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