Alt-Handys: Deutsche horten Elektroschrott
Deutschland hortet 210 Millionen Alt-Handys in Schubladen und gibt sie nicht in die Verwertung oder reicht sie weiter. Das ergibt keinen Sinn.
Deutschland verfügt über einen Elektroschrott-Schatz, nutzt ihn jedoch nicht. Er besteht aus ausrangierten Geräten und Elektroschrott. Laut einer Berechnung des Digitalverbands Bitkom besitzen 87 Prozent der Deutschen wenigstens ein ungenutztes Handy oder Smartphone, 47 Prozent mindestens einen oder mehr ungenutzte Laptops sowie 20 Prozent ein oder mehr ausrangierte Tablets. Insgesamt sind das 210 Millionen Handys, 49 Millionen Laptops und 26 Millionen Tablets. Fast 300 Millionen Altgeräte warten auf ihren Einsatz und könnten stattdessen weitergegeben und wiederverwendet oder fachgerecht entsorgt und recycelt werden.
Die ausrangierten Altgeräte wie Handys und Smartphones in Deutschland enthalten beispielsweise 6.600 Tonnen Aluminium, dessen Ausgangsstoff Bauxit von der EU als kritischer Rohstoff eingestuft ist. Auch Kobalt (ca. 1.400 Tonnen), Lithium (ca. 180 Tonnen), Magnesium (ca. 140 Tonnen), Titan (ca. 60 Tonnen) sowie Phosphor, Tantal, Platinmetalle und Seltene Erden sind in großen Mengen enthalten.
Die Herstellung eines Smartphones benötigt viele Rohstoffe und Energie, die für die Förderung, Verarbeitung und Transport benötigt werden. Aus diesem Grund sei es wichtig, ausrangierte Geräte fachgerecht zu entsorgen und zu recyceln, um Ressourcen und Energie zu sparen, so der Bitcom. Die Recyclingindustrie kann dann die Rohstoffe aus den Altgeräten wiederverwenden, um neue Produkte herzustellen.