ALPSiX: Berliner Inter.link errichtet neuen Peeringknoten des DE-CIX in Südöstereich
Der DE-CIX nimmt mit ALPSiX einen neuen Internet Exchange in südösterreichischen Klagenfurt-Villach in Betrieb. Das gab der Internetknotenbetreiber am 18. September 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Ein besonderes Merkmal ist der Einsatz kompakter Edge-Container anstelle klassischer Rechenzentren.
Wie Golem aus informierten Kreisen erfahren hat, errichtete das Berliner Unternehmen Inter.link die gesamte Infrastruktur: Die Anbindung aus verschiedenen Regionen hin zum ALPCiX, die DWDM-Ringe und die relevanten Services wie IP‑Transit, Layer‑2-Services, DDoS-Protection und Cloud-Connects zu AWS, Azure und anderen kommen von Inter.link. Der Bau des lokalen Peeringknotens wurde von der dortigen Regierung gewollt und finanziert, um mehr Souveränität zu erreichen.
Laut DE-CIX laufen in Kärnten wichtige europäische Datenverkehrsströme zusammen und verbinden die Region direkt mit Zentraleuropa, Norditalien und Südosteuropa. Die Anbindung an Bayern schafft strategische Redundanz zu Wien und Netze aus dem Balkan tauschen Daten erstmals direkt in Südösterreich aus. Klagenfurt und Villach entwickeln sich damit zum wichtigsten digitalen Knotenpunkt im südlichen Alpenraum.
Umfangreiche staatliche Förderung
DE-CIX-CEO Ivo Ivanov sagte: "Lokale Daten bleiben lokal und vermeiden einen Umweg von mehr als 600 Kilometern über Wien."
Das Land Kärnten investiert nach eigenen Angaben rund 6 Millionen Euro(öffnet im neuen Fenster) in den Aufbau des regionalen Internetknotenpunkts.
Der neue IX wird offiziell von der BIK Breitbandinitiative Kärnten gemeinsam mit DE-CIX aufgebaut. Ab Ende 2026 können Netzbetreiber ihren Datenverkehr lokal an den Standorten Klagenfurt und Villach austauschen.
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