Alphabet: Zwei Entscheider des Google-Mutterkonzerns treten zurück

Diane Green und Eric Schmidt treten von ihren anweisenden Positionen bei Alphabet zurück. Die Ankündigung folgt einigen Kontroversen um Militärprojekte und Vorhaben in China. Zumindest einer der zwei Ex-Verwaltungsratsmitgliedern wird aber nicht ganz verschwinden.

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Zwei Plätze im Alphabet-Vorstand müssen neu besetzt werden.
Zwei Plätze im Alphabet-Vorstand müssen neu besetzt werden. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Zwei Mitglieder des Vorstands von Alphabet treten im Juni von ihren Positionen zurück: die ehemalige Google-Cloud-Chefin Diane Green und Ex-Google-CEO Eric Schmidt. Das teilte der Google-Mutterkonzern der Nachrichtenagentur Reuters mit. Ihnen folgt als neues Mitglied Robin Washington, der bisher der Finanzchef des Biotech-Unternehmens Gilead Sciences gewesen ist.

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Schmidt werde allerdings weiterhin in einer Beraterfunktion für das Unternehmen tätig sein, heißt es. "Nach 18 Jahren Ratsmeetings folge ich dem Vermächtnis von Coach Bill Campbell und unterstütze die nächste Talentgeneration", schreibt er auf Twitter. Außerdem wolle er weiterhin als Berater für diverse Regierungsprojekte und als Tutor außerhalb von Google arbeiten. Die Position des Cloud-Chefs bei Google werde statt Diane Green künftig der ehemalige Oracle-Mitarbeiter Thomas Kurian übernehmen.

Wenig Aktion des Vorstandes in Kontroversen

Reuters erwähnt im Zusammenhang mit der Ankündigung den Vorfall im vergangenen Jahr, bei dem Google sich der Zensur der chinesischen Regierung beugen würde, um die Suchmaschine in China anzubieten. Damals hatten etwa 1.000 Mitarbeiter eine Petition für mehr Transparenz um das Projekt Dragonfly unterschrieben. "Google-Mitarbeiter müssen wissen, was wir gerade bauen", heißt es dort. Der Vorstand hat aber anscheinend sehr träge darauf reagiert. Teilweise hat das Unternehmen seine Vorgehensweise gar nicht kommuniziert.

Dass Schmidt sich mittlerweile für externe Regierungsprojekte engagieren will und daher den Verwaltungsratssposten aufgibt, könnte auch mit der Einstellung von Project Maven zusammenhängen. Aufgrund von Protesten der Google-Belegschaft geriet das Unternehmen unter Zugzwang und musste die Kooperation mit dem US-Militär aufkündigen.

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