Alphabet: Google meldet Gewinnrückgang wegen EU-Strafe

Google hat wegen der Rekordstrafe in der EU einen Rückgang beim Gewinn zu vermelden. Doch ohne die Strafe wuchs der Gewinn im Quartal auf 8,26 Milliarden US-Dollar und der Umsatz um 25 Prozent auf 26,24 Milliarden US-Dollar.

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Google-Chef Sundar Pichai
Google-Chef Sundar Pichai (Bild: Nguyen Hung Vu/CC-BY 2.0)

Googles Gewinn sank im zweiten Quartal wegen der Rekordstrafe in der EU. Das gab Googles Mutterkonzern Alphabet am 23. Juli 2018 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt (PDF). Doch der Umsatz abzüglich Kosten für bezahlten Traffic stieg um 25 Prozent auf 26,24 Milliarden US-Dollar und lag damit über den Erwartungen der Analysten. Die Aktie (GOOG und GOOGL) legte im nachbörslichen Handel um 4,7 Prozent zu.

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Ohne die Geldstrafe stieg der Nettogewinn von 6,26 Milliarden US-Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 8,26 Milliarden US-Dollar. Inklusive der Strafe fiel der Gewinn von 3,524 Milliarden US-Dollar auf 3,195 Milliarden US-Dollar.

"Mit einem Umsatz von 32,7 Milliarden US-Dollar haben wir ein weiteres Quartal mit einer sehr starken Performance erzielt, 26 Prozent mehr als im zweiten Quartal", sagte Alphabet- und Google Finanzchefin Ruth Porat.

Google: Was ist in der EU passiert?

In der vergangenen Woche hat die EU-Kommission entschieden, dass Google 4,34 Milliarden Euro Strafe zahlen muss, weil es seine marktbeherrschende Stellung durch das mobile Betriebssystem Android missbraucht habe.

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Das US-Unternehmen habe Herstellern, die auf ihren Geräten den Play Store vorinstallieren wollten, vorgeschrieben, zusätzlich auch Google Search und den Mobilbrowser Google Chrome mitzuliefern. Zudem sei es solchen Herstellern vertraglich verboten worden, gleichzeitig auch alternative Browser oder Suchmaschinen auf ihren Geräten anzubieten. Darüber hinaus habe Google es Geräteherstellern untersagt, gleichzeitig auch Modelle mit Android-Forks anzubieten. Innerhalb von 90 Tagen müssen die restriktiven Vertragspraktiken mit Geräteherstellern eingestellt werden. Konzernchef Sundar Pichai erklärte, Widerspruch dagegen einzulegen und drohte, dass dies ein Signal für proprietäre Systeme und gegen offene Plattformen senden werde.

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