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Alphabet: Google Fiber unterbricht Kundenzugang wegen zwölf Cent

Google kann so bürokratisch sein wie jedes andere Unternehmen. Eine Kundin von Google Fiber war mehrere Tage ohne Internetversorgung, weil sie durch eine Steuererhöhung plötzlich zwölf Cent schuldete.
/ Achim Sawall
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Google-Fiber-Ankündigung in Provo, Utah (Bild: George Frey/Getty Images)
Google-Fiber-Ankündigung in Provo, Utah Bild: George Frey/Getty Images

Google Fiber hat den Internetzugang einer Nutzerin in Kansas City für mehrere Tage unterbrochen, weil sie wegen einer Steueränderung zwölf Cent nachbezahlen musste. Das berichtet der Kansas City Star(öffnet im neuen Fenster) . Demnach hatte Victoria Tane den inzwischen nicht mehr angebotenen Pauschaltarif Google Fiber Basic 5 MBit/s gekauft, der 300 US-Dollar für sieben Jahre kostet.

Victoria Tane zahlte im Voraus, zusätzlich wurden 25,08 US-Dollar für Steuern und Abgaben berechnet. Durch eine zwischenzeitliche Steuererhöhung wurden weitere zwölf Cent fällig. Die Kundin versuchte zu zahlen, doch Google akzeptiert keine Schecks unter einem Wert von zehn US-Dollar. Google Fiber versuchte, mit der Kundin per E-Mails und Sprachnachrichten eine Lösung zu finden, die Tane aber nicht bemerkte.

Google Fiber Ausbau ist gestoppt

Google Fiber erklärte dem Kansas City Star: "Wie bei jedem Kunden mit einer ausstehenden Zahlung haben wir wiederholt versucht, Frau Tane zu erreichen, um die Sache zu lösen. Google Fiber schätzt seine Kunden, und wir haben seitdem mit Frau Tane zusammengearbeitet, um ihren Glasfaserdienst wiederherzustellen." Nach der Klärung des Sachverhalts erließ Google ihr die kleine Summe, stellte die Internetversorgung in weniger als einer Stunde wieder her und buchte 30 US-Dollar auf ihr Kundenkonto.

Google Fiber hatte nie Angaben zur Anzahl seiner Kunden gemacht. Von den ursprünglich geplanten fünf Millionen Kunden war Google Fiber jedoch fünf Jahre nach seinem Start laut einem Medienbericht noch sehr weit entfernt, weshalb die Konzernführung den Ausbau aussetzte . Google Fiber kündigte im Oktober 2016 an, den Ausbau in zehn Städten zu stoppen oder auszusetzen und Beschäftigte zu entlassen. Neun Prozent der rund 1.500 Beschäftigten wurden entlassen. Laut Business Insider wurden Anfang des Jahres zudem mehrere Hundert Beschäftigte in andere Konzernbereiche versetzt.


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