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Alphabet: Chef von Google Fiber gibt nach nur fünf Monaten auf

Google Fiber wird von der Konzernführung weiter im Unklaren über die Zukunft des Unternehmens gelassen. Seit einer Entlassungswelle und dem Kauf von Webpass geht es nicht weiter.

Artikel veröffentlicht am ,
Webpass-Techniker errichten Funkverbindung.
Webpass-Techniker errichten Funkverbindung. (Bild: Webpass/Screenshot: Golem.de)

Gregory McCray, der neue Chef von Google Fiber, hat nach nur fünf Monaten seinen Posten bei der Glasfasersparte des Internetkonzerns aufgegeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Unternehmenskreise. McCray hatte im Februar 2017 die Führung des Bereiches Access übernommen, zu dem Google Fiber gehört.

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Sein Vorgänger Craig Barratt war im Oktober 2016 zurückgetreten, nachdem die Finanzmittel für den Fiber-To-The-Home-Ausbau stark gekürzt worden waren. Danach verließen zwei weitere ranghohe Manager das Unternehmen.

Sprechblasen von Larry Page

Alphabet-Chef Larry Page erklärte dem Onlinemagazin Business Insider, das Unternehmen fühle sich dem "Erfolg von Google Fiber verpflichtet" und sei auf der Suche nach einem neuen Leiter für den Bereich. "Wir versorgen nicht nur den Kern der Fiber Cities, sondern auch andere durch Webpass. Fiber hat ein tolles Team und ich bin zuversichtlich, dass wir eine erstaunliche Person finden werden, um dieses wichtige Geschäft zu führen." Doch tatsächlich ist die Zukunft des FTTH-Betreibers ungeklärt.

Anfang 2014 war noch der Ausbau in 20 Städten angekündigt worden. Zuvor wurde in neun Städten, darunter in Kansas City und in Austin (Texas), FTTH ausgebaut. Google Fiber kündigte im Oktober 2016 an, den Ausbau in zehn Städten zu stoppen oder auszusetzen und Beschäftigte zu entlassen. Der Ausbau in Huntsville (Alabama), San Antonio (Texas) und Louisville (Kentucky) sollte jedoch noch ausgeführt werden. Neun Prozent der rund 1.500 Beschäftigten wurden entlassen. Laut Business Insider wurden Anfang des Jahres zudem mehrere Hundert Beschäftigte in andere Konzernbereiche versetzt.

Google Fiber hatte 2016 den Netzbetreiber Webpass übernommen. Webpass baut ein sogenanntes Mesh-Netz und setzt auf Dachantennen mit Richtfunkverbindungen. Im Haus wird Ethernet-Kabel verlegt. Das Unternehmen nutzt das 2,4-GHz- und 5-GHz-Band, aber auch andere Frequenzen. Es werden Datenraten von 1 GBit/s im Up- und Download für 60 US-Dollar pro Monat ohne Drosselung angeboten.

Google Fiber hatte nie Angaben zur Anzahl seiner Kunden gemacht. Laut einem Bericht des Onlinemagazins Recode hatte Google Fiber in den ersten drei Ausbaugebieten das interne Ziel erreicht und zahlende Kunden für seine Internetzugänge in rund 30 Prozent der erschlossenen Haushalte. Im Jahr 2016 erzielte Google Fiber den inoffiziellen Angaben zufolge einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar und investierte sehr hohe Summen.

Von den ursprünglich geplanten 5 Millionen Kunden sei Google Fiber jedoch fünf Jahre nach seinem Start noch sehr weit entfernt gewesen, weshalb die Konzernführung den Ausbau aussetzte.



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dex2000 18. Jul 2017

Man sollte nicht von sich auf andere schliessen.

M.P. 18. Jul 2017

Ach, das Einstampfen gab es schon vor der Umbenennung der "Mutter" nach Alphabet (23...

M.P. 18. Jul 2017

Oder in den ausgebauten Gebieten gibt es nicht genügend Markt-Durchdringung. Das heißt...

M.P. 18. Jul 2017

Bei Fair Use Flatrates ;-) Wobei Mesh und Bittorrent sich ja eigentlich gut ergänzen...


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