Alpha 4.0 Preview: Ein neues Kapitel für Star Citizen

Die Weltraumsimulation Star Citizen hat ein neues Kapitel gestartet. Cloud Imperium Games hat den Patch 4.0 für alle Fans veröffentlicht. Allerdings ändert sich einiges: Statt einen Live-Build anzubieten, will das Unternehmen zwei unterschiedliche Versionen von Star Citizen betreiben. Die vorangegangene Alpha 3.24.3 wird parallel zur Alpha 4.0 Preview(öffnet im neuen Fenster) laufen. Letztere beinhalte alle Features des Alpha 4.0 EPTU (Public Test Universe).
CIG will so das Versprechen halten, dass die große Alpha 4.0 noch vor 2025 spielbar ist. Die Preview-Version soll zudem persistent bleiben. Spielgegenstände, Raumschiffe, Fahrzeuge und virtuelles Geld, das wir im Spiel sammeln, soll erhalten bleiben. Generell fangen alle Spieler in Alpha 4.0 noch einmal bei Null an und ihr Erspieltes aus den vorangegangenen Patches, bis auf mit Echtgeld gekaufte Produkte, wird gelöscht. Es soll möglichst der letzte Wipe vor dem Release des fertigen Spiels sein. Erspieltes soll über Jahre bestehen.
Die Alpha 3.24.3 soll dann im Laufe der Zeit abgeschaltet und durch die Alpha 4.0 vollständig ersetzt werden. Spieler, die weiterhin auf der 3.24.3 spielen, werden ihr Erspieltes nicht in die Alpha 4.0 übernehmen können. CIG gibt dabei zu: "Alpha 4.0 ist nicht ganz für die Prime Time bereit" . Der Patch kann also noch im Vergleich viele Bugs und Abstürze aufweisen.
Chris Roberts verspricht Verbesserung bei Stabilität
In einem Blog-Post(öffnet im neuen Fenster) verspricht CEO Chris Roberts, dass das Team im Jahr 2025 einen großen Fokus auf die Spielbarkeit von Star Citizen legen will. Es sollen drei Baustellen angegangen werden: Stabilität, Leistungsoptimierung und Spielinhalte. Dafür will CIG Testinstanzen künftig auch nutzen, um Gameplay-Funktionen zu testen. Diese werden dann erst auf den Live-Server implementiert, wenn sie fertig und gut spielbar sind. Das soll die Stabilität verbessern und Bugs weniger häufig auf einen Live-Build bringen.
Generell ist die Alpha 4.0 einer der größten Patches für Star Citizen seit dem Start der Entwicklung. Zwei große Kernpunkte werden ausgebaut. Mit Pyro erhalten Fans das erste neue Sternensystem, nachdem sie jahrelang nur in Stanton unterwegs waren. Pyro soll ein gesetzloseres System werden, bei dem zwei verfeindete Fraktionen gegeneinander um Ressourcen und Planeten kämpfen.
Pyro ist (noch) gesetzlos
In Pyro wird eine der größten PVP-Arenas im Spiel erkundbar sein. Freunde können sich verbünden und sich auf die Suche nach heiß umkämpfter Beute machen. Am Ende winkt eine Belohnung in Form eines Raumschiffs. Auf Testservern kam es bereits zu kleineren und größeren Scharmützeln auf den vielen Raumstationen und Himmelskörpern in Pyro.
Kritik kam unter anderem aus der PVE-Community, die nicht so gern gegen andere Spieler kämpft. Griefing, also das absichtliche grundlose Abschießen von anderen Spielern zum Spaß, wird kaum bestraft, da ein passendes Ruf- und Bestrafungssystem in Pyro aktuell noch nicht existiert.
Alpha 4.0 führt zum ersten Mal eine erste Version von Server Meshing ein. Dabei werden mehrere Server-Instanzen, von denen jede maximal 100 Spieler unterstützt, zu einem Cluster zusammengeschlossen. In der Praxis ist es so möglich, viele Hundert Fans in einem Universum anzutreffen. Das Ziel ist es, Tausende Menschen zusammenzubringen. In ersten Testbuilds wurde die Spielerzahl auf fünf Shards mit insgesamt 500 Spielern begrenzt.
Mit dem Patch führt CIG ein neues Schiff ein. Der Mirai Guardian (PDF)(öffnet im neuen Fenster) ist ein schwerer Jäger, der als Guardian Qi auch mit einem Quantenfeldunterdrücker ausgestattet ist. Das Schiff wird mit Alpha 4.0 spielbar sein.
Fans, die sich die Alpha 4.0 herunterladen möchten, können den Build im RSI Launcher über das Drop-Down-Menü auswählen. Er ist knapp 100 GByte groß, da viele Dateien neu geladen werden müssen.