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Allwinner-SoC: Diese Visitenkarte ist ein Linux-Mini-PC

George Hilliard hat seine eigene und durchaus spezielle Business-Card entworfen: Die Visitenkarte hat einen USB-Port, auf ihr läuft Linux samt einigen Spielen und sie enthält seinen Lebenslauf mit Fotos.

Artikel veröffentlicht am ,
Visitenkarte mit Linux-Betriebssystem und USB-Port
Visitenkarte mit Linux-Betriebssystem und USB-Port (Bild: George Hilliard)

Was macht ein Embedded Systems Engineer? Genau, er entwickelt ein Embedded System - in diesem Fall seine eigene Visitenkarte. Das Projekt von George Hilliard zeigt, dass eine Umsetzung für drei US-Dollar möglich ist, die anders als bisherige selbst gebaute Visitenkarten tatsächlich ein Linux-Betriebssystem bootet statt blinkende LEDs oder ein Stylophone integriert zu haben.

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Hilliard verwendete für seine Visitenkarte eine selbst entworfene Platine, die von JLC produziert wurde. Auf dem Board sitzen ein Allwinner F1C100s, welches CPU samt RAM vereint, und ein 8-MByte-Flash-Chip. Alle Komponenten zusammen kosteten Hilliard theoretisch 2,88 US-Dollar. Vom PCB musste er allerdings zehn Platinen bestellen und der Versand ist bei der Rechnung außen vor. Für die Entwicklung seiner Software nutzte Hilliard ein Lichee Nano von Sipeed mit einem F1C100s.

In die 8 MByte Flash-Speicher packte er neben seinem Lebenslauf samt Fotos auch Spiele wie 2048 oder den Unix-Dungeon-Crawler Rogue und mit Micropython obendrein einen winzigen Python-Interpreter. Das Linux ist ein mit Buildroot angepasstes v5.2. Laut Hilliard weist der Bootloader nur 256 KByte auf, der Kernel hat 1,6 MByte und das Root-Filesystem kommt auf 2,4 MByte. Somit bleibt im NOR-Flash-Speicher noch Platz für einen beschreibbaren Bereich. Das System bootet in sechs Sekunden.

Ganz fehlerfrei verlief das Projekt nicht: Beim Prototyp musste Hilliard die Karte noch per Hand biegen, damit die Kontakte des Flash-Speichers richtig Kontakt hatten und er stellte fest, dass der USB-Anschluss für manche Ports zu kurz geraten ist. Beides war aber kein wirkliches Problem - zudem konnte selbst Hilliard noch etwas lernen: Erstmals verwendete er einen Reflow-Ofen (Puhui T-962), wobei er alle Komponenten per Hand platzierte und darauf achtete, strikt RoHS-konform vorzugehen. Zudem musste sich Hilliard mit der mangelnden Dokumentation des Allwinner F1C100s herumschlagen, fand im Allwinner F1C600 aber ein quasi identisches Modell samt Datenblatt.

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PatrickSchlegel 16. Jan 2020

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JumpLink 30. Dez 2019

Eine einfache Lösung wäre es einen ausrangierten Rechner zu nutzen der nicht im Netzwerk...

JumpLink 30. Dez 2019

Mega geile Idee und beeindruckende Umsetzung! Da das Projekt auch OpenSource ist...

Carl Weathers 27. Dez 2019

Der 3D Shooter .kkrieger dürfte mit seinen 96 Kilobtye zwar locker drauf passen, aber...

budweiser 27. Dez 2019

Finde ich auch immer schlimm. Neulich noch eine riesige @t-online.de-Adresse an einer...


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