Kosten bei Kollisionsschäden fast um ein Drittel höher

Kollisionsschäden am Elektroauto unterscheiden sich nicht wesentlich von Schäden an Verbrennern. "Fast die Hälfte aller Schäden entstehen beim Parken und Manövrieren", sagt Reinkemeyer. Die Kollisionen finden bei geringen Geschwindigkeiten statt, sodass die Kollisionstiefen ebenfalls gering sind. Verbeulte Kotflügel, eingedrückte Stoßfänger, kaputte Scheinwerfer sind typische Schäden durch Kollisionen am Auto.

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Dass die durchschnittliche Schadenshöhe an Elektroautos nach Kollisionen höher ist als bei Verbrennern, hat mehrere Gründe: Stromer sind in der Anschaffung deutlich teurer als Verbrenner und deshalb sind auch die Ersatzteile höher kalkuliert. Außerdem dürfen Elektroautos nur dafür qualifizierte Werkstätten reparieren, günstige freie Werkstätten scheiden damit aus. Abermals treiben beschädigte Akkus den durchschnittlichen Reparaturpreis in die Höhe. Dass bislang alle Akkus ausgetauscht werden, ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll.

Typklasse funktioniert auch bei Stromern

Die Studie des AZT hat weiterhin gezeigt, dass die Typklassen-Einstufung, die primär auf der Ermittlung der Reparaturkosten beruht, auch bei E-Fahrzeugen klappt. Dabei ähneln Elektrofahrzeuge in Typklasse und Verteilung der Schadensarten den Benzinern, während Plugin-Hybride dem Diesel ähnlich sind. Dies erklärt sich aus der unterschiedlichen Nutzung der beiden Fahrzeugarten: Rein elektrische Antriebe werden überwiegend im urbanen Umfeld genutzt, Hybride auf Langstrecken.

"Das Fahrverhalten von reinen Stromern ist anders als das von Verbrennern. Insbesondere dann, wenn die teils brutale Beschleunigung ausgereizt wird, erhöht die Fahrerin oder der Fahrer das Risiko einer Kollision", sagt Reinkemeyer. Stromer haben aus dem Stand das volle Drehmoment, Verbrenner erst mit einer gewissen Drehzahl.

Mehr Schäden bei mehr PS

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Bei leistungsstarken Stromern stellen die AZT-Forscher eine höhere Schadensfrequenz im Vergleich zu Alltagsautos fest. Das ist beim Verbrenner ähnlich. "Ich denke, das ist bei den Stromern ein Gewöhnungseffekt, der von der ungewohnt starken Beschleunigung kommt", sagt Reinkemeyer. Aufgrund der höheren Reparaturkosten liegen die Versicherungsprämien für Stromer je Typklasse rund zehn Prozent über denen vergleichbarer Verbrenner.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Mit der zunehmenden Verbreitung werden Stromer Einfluss auf das Unfallgeschehen nehmen. Allein deshalb fallen sie künftig in den Statistiken deutlicher auf. Andererseits werden sie nicht anders benutzt als Verbrenner. "Deshalb erwarte ich, dass sie sich eingliedern in das normale Unfallgeschehen", sagt Reinkemeyer. Er erwartet durch Elektroautos keine großen Veränderungen bei Unfällen und Versicherungsaufkommen. "Darauf wirken sich andere Faktoren deutlicher und dominanter aus, allen voran Fahrerassistenzsysteme." Assistenten können zwar Unfälle verhindern, erhöhen aber die Reparaturkosten, weil die Systeme ebenfalls sehr hochpreisig sind.

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 Allianz-Studie: Warum Reparaturen bei Elektroautos teurer sindStromer brennen nicht häufiger 
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jo-1 10. Okt 2021

Und? Meiner beschleunigt auch immer mit allem was er hat, wenn es mich danach düngt und...

Bluejanis 07. Okt 2021

Kann gelöscht werden durch Abkühlung mit Wasser. Da gibt es Lösch-Container (https://www...

Wakarimasen 06. Okt 2021

dies! Ist seit Rezo das macht auch von einigen übernommen worden aber von vielen...

LeeRoyWyt 06. Okt 2021

Tolle Logik. Lasst und weiter mit unnötig komplexen Kutschen durch die Gegend juckeln...



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