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Alles aus einer Hand: Google soll eigenes Mobilfunknetz planen

Websurfen, E-Mails empfangen, Telefonieren, SMS-Schreiben und Kabel-TV empfangen - alles aus einer Hand? Wenn Google wie vermutet ein eigenes Mobilfunknetz aufbaut, könnte diese Vision Realität werden. Google Fiber soll der Schlüssel dazu sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Google Fiber könnte der Schlüssel zu Googles Mobilfunkambitionen sein.
Google Fiber könnte der Schlüssel zu Googles Mobilfunkambitionen sein. (Bild: Paul Sableman/CC BY 2.0)

Google plant nach einem Bericht der Website The Information, einen eigenen Mobilfunkdienst in den USA dort aufzubauen, wo das Unternehmen Glasfaser verlegt hat. The Information bezieht sich auf zwei Personen, die bei den Gesprächen mit Google dabei gewesen sein sollen. Die Kunden könnten dann Sprachendienste und den Internetzugang von Google in den abgedeckten Gebieten über ihre Mobilgeräte nutzen.

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Google Fiber ist ein Projekt zum Aufbau eines Glasfasernetzes in einigen Städten in den USA, das ohne Telefonie auskommen soll und mit von Google selbst gebauten Routern und Anschlussboxen kostenarm betrieben werden soll. Zudem werden teure Tiefbauarbeiten durch oberirdische Verlegungen der Leitungen vermieden.

Konnektivität, Hardware, Software und Inhalte von Google

Googles Eintritt in den Markt könnte das Quasi-Duopol von Verizon und AT&T in den USA aufbrechen, so die Einschätzung von The Information. Google könnte dabei in eine einzigartige Vormachtstellung kommen. Mit Android stellt das Unternehmen dann nicht nur das mobile Betriebssystem, sondern bietet zusammen mit Hardwarepartnern Endgeräte wie Tablets, Smartphones, Notebooks, Chromecast und die Datenbrille Google Glass an, dazu offeriert es mit Chrome auch noch einen Browser für viele Betriebssysteme. Nicht zu vergessen sind die Suchmaschine und verknüpfte zahlreiche Webanwendungen. Der Benutzer müsste das Google-Ökosystem gar nicht mehr verlassen - für Datenschützer sicherlich keine angenehme Vorstellung.

Allerdings ist Google weit davon entfernt, sein Glasfasernetz flächendeckend anzubieten. In Teilen von Palo Alto, Stanford und Kansas City gibt es das Angebot, dazukommen Austin in Texas und Provo in Utah sowie einige weitere Städte in Kansas und Missouri. Künftig sollen aber noch weitere Städte an der West- und Ostküste sowie im Süden der USA dazukommen.

Google Fiber als Basis

Google will dem Vernehmen nach ein Mobile Virtual Network Operator (MVNO) werden - und Zugriff auf größere Netze als Großabnehmer erwerben und diese Kontingente an seine Kunden weiterverkaufen. Im Vorfeld sollen im Januar 2014 Gespräche mit Verizon und Anfang 2013 mit Sprint stattgefunden haben. Es sei unklar, ob Verizon Google Zugriff auf sein 4G-Netz geben werde, aber andere Anbieter wie T-Mobile könnten offener sein.

The Information spekuliert, dass Google sein Mobilfunknetzwerk teilweise auf Basis von WLAN-Access-Points betreiben könnte, die ans Fiber-Netzwerk angeschlossen sind und nur dort auf die Dienste anderer Mobilfunkanbieter zurückgreift, wo die Abdeckung unzureichend ist. Diese Strategie verfolgen einige Anbieter wie AT&T schon jetzt und schalten auf ihr WLAN um, wenn ihre Access Points in der Nähe sind, um ihr Mobilfunknetz nicht zu belasten.

In den USA bietet Google über Starbucks bereits WLAN-Internetzugänge in über 7.000 Cafés an. Nach Informationen von The Information sollen Ladenbesitzer ab Sommer die Möglichkeit bekommen, ihren Kunden über ein WLAN-Angebot von Google Internetzugang zu gewähren.



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DrWatson 07. Apr 2014

Singapur hatte 50 Jahre lang 12,3% durchschnittliches Wachstum. Ein ziemlich lange...

berritorre 07. Apr 2014

Die Formulierung ist wirklich nicht gelungen. Das hätte man besser umschreiben müssen...

Technikfreak 06. Apr 2014

Und ich denke,wenn Google Weltweit einsteigen möchte, was sie mit Ihrer Kapitalisierung...

ralf.wenzel 05. Apr 2014

Falsch. Apple wollte nur ein eigenes Netz bauen, sondern immer die Infrastruktur anderer...

Sander Cohen 05. Apr 2014

Schon interessant, wie wenig beunruhigend es die Leute mittlerweile finden. Google ist so...


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