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Alles auf Anfang: Apple wieder bei Umweltsiegel dabei

Apples Ausstieg aus dem US-Umweltsiegelprogramm EPEAT währte nur kurz. Apple hat in einem offenen Brief zugegeben, dass der Rückzug ein Fehler war. Alle dafür qualifizierten Produkte sind ab sofort wieder EPEAT-zertifiziert.
/ Andreas Donath
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Goldenes EPEAT-Zertifikat auch für MacBook Pro Retina (Bild: Andreas Donath/Golem.de)
Goldenes EPEAT-Zertifikat auch für MacBook Pro Retina Bild: Andreas Donath/Golem.de

Apples Entscheidung, sämtliche Produkte aus dem US-Umweltsiegel Electronic Product Environmental Assessment Tool (EPEAT) herauszunehmen, hatte zu heftigen Reaktionen geführt. Die Stadt San Francisco kündigte an, künftig keine Apple-Produkte mehr zu kaufen. Auch US-Bundesbehörden hätten Probleme mit der Beschaffung von Apple-Produkten gehabt. Sie dürfen im Rahmen des Green-IT-Programms in der Regel Computer nur beschaffen, wenn sie dieses Zertifikat tragen. Zahlreiche Großunternehmen orientieren sich ebenfalls an den EPEAT-Zertifizierungen.

Apples Senior Vice President Bob Mansfield, der für die Mac-Hardwarentwicklung verantwortlich ist, wendete sich in einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) an die verunsicherte Kundschaft. Er bekräftigte, dass es ein Fehler war, die Produkte aus dem EPEAT-Programm herauszunehmen. Ab sofort seien alle Produkte, die dafür qualifiziert seien, wieder zertifiziert.

EPEAT beurteilt die Produkte in acht Kategorien unter anderem hinsichtlich ihrer Lebensdauer, der Verwendung giftiger Materialien und der Recyclingfähigkeit ihrer Komponenten und Verpackungen.

Apples Umweltengagement habe sich nie verändert, betonte Mansfield. Die Produkte seien immer umweltfreundlicher geworden und in vielen Bereiche würde EPEAT diese Bemühungen noch gar nicht würdigen. Zuletzt hatte Kristin Huguet von Apple die EPEAT deshalb kritisiert .

Apple habe eine Vorreiterrolle beim Ausschluss von gefährlichen Giften wie bromierte Flammschutzmittel(öffnet im neuen Fenster) oder Polyvinylchloriden(öffnet im neuen Fenster) (PVC) aus der Produktion eingenommen. Apple sei das einzige Unternehmen, das eine umfangreiche Dokumentation(öffnet im neuen Fenster) zu den Treibhausgasemissionen aller Produkte erstelle, beteuerte Mansfield. Der Energiebedarf der Apple-Produkte(öffnet im neuen Fenster) liege unterhalb der strengen Energy-Star-5.2-Richtlinien.

Der IEEE-Standard 1680.1(öffnet im neuen Fenster) , auf dem das EPEAT-Zertifizierungsprogramm basiert, könne eine stärkere Umweltschutzwirkung entfalten, wenn er auf diese Bereiche ausgedehnt würde, so Mansfield. Künftig will Apple mit der EPEAT daran arbeiten, das Bewertungssystem und den zugrundeliegenden IEEE-Standard weiterzuentwickeln.

Apple konnte seit 2007 ein Goldzertifikat und damit die höchste Stufe von EPEAT für seine Rechner vorweisen. Insgesamt waren vor dem kurzfristigen Rückzug 39 Produkte zertifiziert. iPads und iPhones gehörten nicht dazu.

Auch das Macbook Pro Retina hat ein EPEAT-Gold-Zertifikat

Den Grund für die folgenschwere Entscheidung, aus dem Programm auszusteigen, hatte Apple nie genannt. Es wurde vermutet, dass das neue Macbook Pro Retina aufgrund seiner Bauweise mit verklebtem Akku nie die Zertifizierung erlangt hätte. Das stimmt offenbar nicht. Apple schreibt auf der Umweltschutzbericht für das Macbook Pro Retina(öffnet im neuen Fenster) jetzt, dass das Macbook Pro Retina die höchste Stufe des EPEAT-Ratings erreicht habe.


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