Keine Chance auf frühzeitige Rückkehr
In der Gegenwart versucht man, den Risiken durch gründliche Vorauswahl und aufwendiges Training vorzubeugen. Auch Probanden für Isolationsstudien müssen ähnliche Kriterien wie Astronauten erfüllen.
So müssen die zukünftigen Teilnehmer der Solis100-Studie(öffnet im neuen Fenster) gesund und zwischen 30 und 35 Jahre alt sein, einen Body-Mass-Index zwischen 18,5 und 30 haben und fließend Englisch sprechen.
Hinzu kommt ein psychologisches Auswahlverfahren. "Das ideale Profil gibt es nicht. Wichtig sind aber Eigenschaften wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Problemlösungskompetenz und Anpassungsfähigkeit an herausfordernde Situationen" , sagte Paradowski-Worms, die wissenschaftliche Leiterin der Solis8-Studie, Golem.
Das Astronautentraining bei der Esa und bei der Nasa dauert bis zu zwei Jahre. Eine sechsmonatige Mission auf der ISS erfordert dann aber schon bis zu fünf Jahre Training, weil die Astronauten nicht nur die Systeme an Bord beherrschen müssen, sondern auch medizinische Kenntnisse, fundiertes technisches Wissen und psychologisches Training brauchen.
Für eine Marsmission wäre das Training noch aufwendiger. Exkursionen auf dem Mars erfordern geologische Kenntnisse, um erfolgreich zu sein. Und für den Fall eines medizinischen Notfalls bräuchten die Astronauten profundes medizinisches Fachwissen. Auf Mond oder Mars kann man niemanden ausfliegen. Eine Rückkehrkapsel wie auf der ISS wird es nicht geben.



