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Allcast: Chromecast-Update blockiert alternative Streaming-App

Google verhindert mit einem neuen Update, dass die Streaming-App Allcast lokale Inhalte und Cloud-Daten über den Chromecast streamt. Entwickler Koushik Dutta unterstellt dem Unternehmen, dass es absichtlich unabhängige Entwickler ausschließt.

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Google blockiert alternative Streaming-Apps mit einem Chromecast-Update.
Google blockiert alternative Streaming-Apps mit einem Chromecast-Update. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Die alternative Chromecast-Streaming-App Allcast von Entwickler Koushik Dutta funktioniert nach dessen Angaben seit dem letzten Chromecast-Update nicht mehr. Grund dafür ist demnach eine Quellcode-Änderung des HDMI-Sticks, die Google eingespielt hat. Drei Zeilen Code verhindern jetzt, dass lokale Medien oder Cloud-Daten von Dropbox oder Google Drive über das Android-Smartphone an den Chromecast gesendet werden können.

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Mit Allcast konnten Nutzer auf ihrem Smartphone abgespeicherte Filme oder Musik einfach an den Chromecast senden und so auf einem Fernseher abspielen. Dutta hatte eine erste Version seiner App Anfang August 2013 präsentiert, konnte diese aber wegen der Nutzungsbedingungen des Entwickler-SDKs noch nicht veröffentlichen. Mitte August hat er es schließlich geschafft, durch Reverse Engineering die Chromecast-Protokolle zu umgehen. Seitdem hat er weitere Betaversionen seiner App veröffentlicht.

Programmierer unterstellt Google Absicht

Dutta unterstellt Google, mit der Code-Änderung seine Streaming-App absichtlich zu blockieren. Laut Dutta ist es zudem bereits der zweite Versuch, die Funktion seiner App zu beschneiden. Dieses Verhalten bestärke ihn in der Annahme, Google wolle den Chromecast nicht für Entwickler öffnen und nur genehmigte Inhalte dafür freigeben. Inwieweit noch andere alternative Apps betroffen sind, ist unklar.

Der Chromecast-Stick kann offiziell nur Inhalte von Apps streamen, die über den Cast-Button verfügen. Programmierer können diesen mit Hilfe des Entwickler-SDKs in ihre App einbauen. Außerdem können Chromecast-Nutzer Tabs des Chrome-Browsers oder den kompletten Bildschirminhalt eines PCs über den HDMI-Stick streamen. Über den Chrome-Browser können so auch auf dem PC gespeicherte Filme oder Musik an einen Fernseher geschickt werden.

Künftiger Umgang mit alternativen Chromecast-Apps unklar

Golem.de hat bei Google angefragt, wie das Unternehmen in Zukunft mit unabhängig entwickelten Apps umgehen wird. Eine Antwort steht noch aus. Koushik Dutta empfiehlt, keinen Chromecast zu kaufen, bis Googles Umgang mit unabhängigen Entwicklern geklärt ist. Einige Leser weisen unter seinem Google+-Eintrag allerdings darauf hin, dass der Chromecast auch ohne Allcast ein interessantes Produkt sei. Auch in unserem Test hat der Stick gut abgeschnitten.



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Anonymer Nutzer 26. Aug 2013

Der Rikomagic MK802 III ist für 80 euro zuhaben. Der Stick bietet volle unterstützung vom...

pholem 26. Aug 2013

Die "Offenheit", die Larry Page propagiert und in deren Kontext er auf der letzten Google...

FunnyGuy 26. Aug 2013

Natürlich, mit dem kleinen Stick wird Google wohl keine Milliarden scheffeln sondern mit...

Unwichtig 26. Aug 2013

Eigentlich schon traurig, dass sich der User nicht mehr fuer das beste Produkt...


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