All Nippon Airways: Gesprungene Cockpitscheibe zwingt Boeing 737 zur Umkehr
Nach Angaben der Fluggesellschaft All Nippon Airways gegenüber Reuters (öffnet im neuen Fenster) musste eine Boeing 737-800 kurz nach dem Start in Sapporo umkehren, weil sich ein Riss in einer Cockpitscheibe bildete. Bei dem Vorfall wurde keiner der 59 Passagiere und Besatzungsmitglieder verletzt.
Das Flugzeug war auf dem Weg nach Toyama, als der Pilot den Riss in der äußeren Schicht der vierlagigen Windschutzscheibe bemerkte. Obwohl der Riss weder den Kabinendruck noch die Flugfähigkeit des Flugzeugs beeinträchtigte, beschloss der Pilot als Vorsichtsmaßnahme, nach Sapporo zurückzukehren.
Boeings anhaltende Probleme bei der Qualitätskontrolle
Dieser jüngste Vorfall reiht sich ein in die anhaltenden Probleme mit der 737-Flotte von Boeing wie von der am Boden stehenden Boeing-737-9-Max aufgrund eines kürzlich aufgetretenen Rumpfschadens.
"Hat Boeing seine Organisation unter Kontrolle?" , fragte der Luftfahrtexperte Gerhard Wissel kürzlich in einem Interview mit N-TV. Obwohl keines der jüngsten 737-Probleme zu einem katastrophalen Unfall geführt hat, weist Wissel darauf hin, dass die Risse, Sensorfehlfunktionen und Triebwerksabschaltungen auf potenziell systemische Probleme bei dem Flugzeughersteller hindeuten.
Nachdem ein Bauelement aus dem Rumpf einer Boeing-737-9-Max während des Fluges abgerissen war, kündigte die Behörde an, das Flugverbot für alle derartig konstruierten Exemplare dieses Typs auf unbestimmte Zeit zu verlängern, um eine gründliche Inspektion durchzuführen.
Die Ursache für die gesprungene Windschutzscheibe wird noch untersucht. Vertreter der Fluggesellschaft erklärten laut einem Bericht von Reuters(öffnet im neuen Fenster) , dass das Flugzeugmuster vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werde.
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