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Alkohol und Spielzeugpistole: Waymo verpfeift Jugendliche an Polizei

In Kalifornien haben zwei 15-Jährige in einem Waymo Alkohol getrunken und aus dem Auto Wasserperlen verschossen – Waymo rief die Polizei.
/ Tobias Költzsch
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Waymos überwachen nicht nur die Straße. (Bild: Heather Diehl/Getty Images)
Waymos überwachen nicht nur die Straße. Bild: Heather Diehl/Getty Images

Die Polizei von San Mateo in Kalifornien hat einen ungewöhnlichen Anruf bekommen: Waymo meldete zwei Jugendliche, die in einem fahrerlosen Robotaxi offenbar alkoholische Getränke zu sich nahmen und mit einer Spielzeugpistole Wasserperlen in die Umgebung schossen.

In einem Facebook-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) erklärt die Polizei den Vorfall. Demnach wurden die Beamten von Waymo unterrichtet, während die beiden Jugendlichen sich noch herumchauffieren ließen. Die Polizei konnte das Waymo stoppen; eine Videoaufnahme zeigt, wie die Beamten sich mit gezogenen Waffen dem Fahrzeug nähern. Auf weiteren Fotos ist die Spielzeugpistole zu sehen, ebenso zwei Getränkeflaschen mit Wasserperlen.

Wasserperlen sind eher harmlos, der Polizei zufolge kann die Spielzeugpistole aber für ungeübte Augen oder bei nur kurzer Betrachtung wie eine echte Waffe wirken. Daher nahm die Behörde den Anruf wohl recht ernst; auch ein Polizeihund stand beim Stopp des Waymo bereit.

Waymos Robotaxis überwachen auch den Innenraum

Waymos Robotaxis sind mit Kameras und Mikrofonen im Innenraum ausgestattet, die Passagiere werden überwacht. Bei Straftaten gibt Waymo die Aufnahmen auch heraus, wie jüngst bei einem Einbruch. Denkbar ist, dass die Jugendlichen nichts von den Kameras wussten und sich in dem fahrerlosen Auto sicher fühlten.

Ob das Waymo die Situation automatisch erkannte und die Polizei verständigte, ist unklar. Denkbar ist auch, dass das Fahrzeug zunächst einen Operator verständigte, der die Situation beurteilte und dann die Polizei rief. Ansonsten dürfte das Risiko für Fehlalarme wohl zu hoch sein. Waymo reagierte auf eine Anfrage von 404 Media(öffnet im neuen Fenster) nicht. Auf irgendeine Art und Weise muss die Situation aber wohl erkannt worden sein – oder ein Operator beobachtete die Situation zufällig.

Der Golem-Blick

Robotaxis wie die von Waymo sind fahrende Sensorenansammlungen – und das nicht nur für die Beobachtung des Verkehrs. Auch der Innenraum wird überwacht, alleine schon, um möglichen Vandalismus zu erkennen. Passagiere müssen sich aber auch im Klaren darüber sein, dass die Innenraumkameras möglicherweise strafbares Verhalten aufzeichnen.

In Zukunft dürfte die Frage wichtig werden, wie weit diese Überwachung automatisiert wird – also wann tatsächlich noch ein Mensch die Polizei verständigt oder das Fahrzeug selbst und welche Entscheidungsgewalt die Betreiber der Dienste ihren Fahrzeugen geben.


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