An die Größe muss man sich gewöhnen

Nicht nur der ausladende Standfuß erschlägt uns, auch das 55-Zoll-Panel ist gewöhnungsbedürftig. Das gilt besonders, weil wir den Bildschirm in unserem Test eben wie einen Bildschirm und nicht wie einen Fernseher verwenden: Wir sitzen nur etwa 60 Zentimeter davon entfernt. Das erscheint uns auf den ersten Blick nicht sehr ergonomisch.

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Gerade in Spielen schauen wir öfters von einer Ecke auf die andere, um die Karte zu lesen oder unsere Munitionsanzeige zu prüfen. Zudem müssen wir für Inhalte an der oberen Bildschirmkante den Kopf nach oben neigen - Ergonomie geht anders. Obskur wurde es, als einigen Redakteuren - nach dem Auspacken stand das halbe Team um das Panel herum - schlecht wurde. In Egoshootern wie Borderlands 3 kann das passieren, wenn wir uns im freien Fall langsam im Kreis drehen. Zum Test haben wir das Panel zudem auf nur noch etwa 20 Zentimeter herangezogen. Das ist zwar neben Virtual Reality eine der immersivsten Spieleerfahrungen, führt allerdings zu Augen- und Kopfschmerzen. Daher raten wir davon ab.

  • Die Fernbedienung liegt bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das On-Screen-Menü ist übersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Photoshop macht mit einem so großen Panel mehr Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Was für ein Riesendisplay! (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Gaming-Optik konnte sich Alienware nicht verkneifen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn wir die Kollegen nicht immer sehen wollen, kann der Monitor helfen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kabelmanagement ist sehr praktisch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zur linken Seite ragen USB und ein dritter HDMI-Port heraus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Games machen auf dem Riesendisplay schon Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Allerdings sollte der Raum recht dunkel sein.
  • Bei Benutzung müssen wir öfter unseren Kopf bewegen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Panel an sich ist dünn, nur die Schaltelektronik und Anschlusscontroller nehmen Platz weg. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dünnes Panel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Games machen auf dem Riesendisplay schon Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Am Ende des Tisches stehend sehen wir allerdings enorme Vorteile des riesigen Panels für Games: Gerade in kompetitiven Shootern wie CS:GO und Overwatch sind Feinde selbst auf große Entfernung leicht zu erkennen. Jede kleine Mausbewegung können wir exakt durchführen, was die Treffergenauigkeit enorm steigern kann - Können vorausgesetzt. Außerdem sorgt die schiere Größe des Panels in Verbindung mit der geringen, gefühlt nicht vorhandenen Eingabelatenz für ein außergewöhnliches Spielerlebnis und Mittendrin-Gefühl.

Vier Monitore in einem

Doch nicht nur bei Spielen ist die 55-Zoll-Diagonale von Vorteil. Im produktiven Einsatz kann sie im Prinzip vier kleinere Monitore ersetzen. Dazu schieben wir vier Fenster in die Ecken unseres angeschlossenen Windows-Desktops. Es ist beispielsweise möglich, eine Webseite, ein E-Mail-Programm, Teamchatsoftware und ein Word-Dokument parallel einzusehen. Selbst ohne Textskalierung sind Elemente noch gut erkennbar. Die 120-Hz-Bildfrequenz fühlt sich angenehm flüssig an, auch wenn wir gerade keine 360-no-Scope-Schüsse abgeben.

  • Die Fernbedienung liegt bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das On-Screen-Menü ist übersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Photoshop macht mit einem so großen Panel mehr Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Was für ein Riesendisplay! (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Gaming-Optik konnte sich Alienware nicht verkneifen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn wir die Kollegen nicht immer sehen wollen, kann der Monitor helfen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kabelmanagement ist sehr praktisch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zur linken Seite ragen USB und ein dritter HDMI-Port heraus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Games machen auf dem Riesendisplay schon Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Allerdings sollte der Raum recht dunkel sein.
  • Bei Benutzung müssen wir öfter unseren Kopf bewegen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Panel an sich ist dünn, nur die Schaltelektronik und Anschlusscontroller nehmen Platz weg. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dünnes Panel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Photoshop macht mit einem so großen Panel mehr Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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In Adobe Photoshop sorgt die riesige Arbeitsfläche für präzises Arbeiten, ohne zu nah heranzoomen zu müssen. Gerade mit dem freihändigen Auswahlwerkzeug erzielen wir in Fotomontagen wesentlich bessere Ergebnisse als etwa mit einem 27-Zoll-Bildschirm. Ein Fenster im Vollbild zu verwenden, ist allerdings abseits von Photoshop CC nicht ratsam, da wir für gefühlt jeden Klick unseren Kopf mitdrehen müssen.

Weiche von mir, Sonne!

Eine enorm große Helligkeit ist zwar nicht typisch für OLED-Panels. Allerdings finden wir, dass das Alienware-Gerät selbst dafür recht dunkel ist. Wir messen maximal 176 cd/m² in der Mitte des Panels. Das ist sogar noch etwas höher, als der Monitor dem Betriebssystem mitteilt. Der Wert in der Extended Display Identification Data (Edid) liegt bei nur 130 cd/m².

Gerade auf niedrigeren Helligkeitsstufen sehen wir starke Unterschiede zwischen der hellen Unterseite und der dunkleren Oberseite. Allerdings stellen wir die Ausleuchtung in so gut wie allen Situationen auf 100 Prozent. Sobald die Sonne durch das Fenster auf das nicht entspiegelte Panel scheint, sehen wir mehr uns selbst als den Desktop. Das ist für ein so teures Display ärgerlich. Damit eignet es sich vor allem für abgedunkelte Gaming-Zimmer.

  • Die Fernbedienung liegt bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das On-Screen-Menü ist übersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Photoshop macht mit einem so großen Panel mehr Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Was für ein Riesendisplay! (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Gaming-Optik konnte sich Alienware nicht verkneifen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn wir die Kollegen nicht immer sehen wollen, kann der Monitor helfen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kabelmanagement ist sehr praktisch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zur linken Seite ragen USB und ein dritter HDMI-Port heraus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Games machen auf dem Riesendisplay schon Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Allerdings sollte der Raum recht dunkel sein.
  • Bei Benutzung müssen wir öfter unseren Kopf bewegen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Panel an sich ist dünn, nur die Schaltelektronik und Anschlusscontroller nehmen Platz weg. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dünnes Panel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Games machen auf dem Riesendisplay schon Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Zumindest wird laut Dell eine kurzzeitige Ausleuchtung von 400 cd/m² unterstützt. Der Bildschirm ist aber nicht für den Standard HDR400 zertifiziert. Windows erkennt das System als 10-Bit-Quelle nur, wenn wir eine niedrigere Bildfrequenz als 120 Hz einstellen oder von 4K auf eine niedrigere Auflösung wechseln. Über HDMI wird Chroma Subsampling nur im 4:2:0-Modus unterstützt. Unschönes Color-Banding bei Farbübergängen lässt sich in diesem Modus nicht verhindern.

Wir raten dazu, Displayport statt HDMI zu nutzen.

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 Alienware AW5520qf im Test: Die 55 Zoll große dunkle Seite der PrachtDisplayport oder gar nicht 
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plazer 09. Dez 2019

Also Fernseher schaffen keine 120hz. Und wie ist die Reaktionszeit? Unter 5ms sollte er...

Bluejanis 14. Okt 2019

Gerade weil einige Programme so viel Platz brauchen, denke ich an mehrere Monitore. 1...

Jürgen Troll 10. Okt 2019

Warte doch einfach auf Grafikkarten mit HDMI 2.1 und kauf dir dann einen aktuellen LG...

Jürgen Troll 10. Okt 2019

Höchstwahrscheinlich einen aktuellen LG OLED. @Golem Warum kein Vergleich mit einem OLED...

wasdeeh 09. Okt 2019

Da würd ich aber schleunigst mein Wissen aufbessern... * in dem Alienware 55 steckt...



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