Aliens: Fast hätte es eine Zeichentrickserie für Kids gegeben

In den Neunzigerjahren hatte die Spielzeugfirma Kenner die Lizenz für Aliens erworben. In der Chefetage hoffte man, daraus einen ähnlichen Erfolg wie mit dem Star-Wars-Spielzug erschaffen zu können. Aber die Crux war, dass die zugrundeliegenden Filme für ein erwachsenes Publikum freigegeben waren. Darum erwarb Kenner auch die Rechte für die Produktion einer Zeichentrickserie. Der Titel sollte Operation: Aliens sein, wie die Unterhaltungswebsite Slashfilm(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
Aus Action und Horror wird Kinderunterhaltung
Es war in den Achtziger- und Neunzigerjahren nicht ungewöhnlich, dass aus harten Action- und Horrorfilmen Zeichentrickserien für Kids wurden. Solche gab es mit Rambo, Robocop, dem Toxic Avenger, aber auch zu den Geschichten aus der Gruft. Und das sind längst nicht alle. Aliens hätte da durchaus einen Platz finden können.
Es wurden drei kurze Werbefilme produziert, die auf die Spielzeuglinie aufmerksam machen sollten. Der Plan war, Spielzeug und Animationsserie zeitgleich zu launchen, doch aus dem Vorhaben wurde nichts. Der Grund: Alien 3 kam im Jahr 1992 eher schlecht an, Kenner befürchtete, dass man mit einer Zeichentrickserie nicht genügend Gegenwind hätte erzeugen können. Das Projekt wurde gestoppt, es kam nie zu Operation: Aliens(öffnet im neuen Fenster) .
Stattdessen gab es Spielzeug auf Basis von James Camerons Film Aliens. Damit wollte Kenner testen, wie es läuft, nachdem man schon 1979 davon abgesehen hatte, Alien-Spielzeug zu produzieren. Aliens-Actionfiguren von Kenner gab es dann von 1992 bis 1995, Ripley und die Colonial Marines nutzten diese als Vorlage. Dazu Aliens, die sich in der Physis unterschieden, je nachdem, welches Tier der Wirt war.
Auch interessant: Es hätte rote Aliens geben sollen. Die Idee basierte auf einem von Dark Horse veröffentlichtem Comic, in dem rote und schwarze Aliens einander bekriegen – ähnlich wie die roten und schwarze Ameisen.
Das Game, das nicht kam
Neben einer Animationsserie wurde an einem Computerspiel gearbeitet, aber auch hier wurden die Arbeiten abgebrochen.
Für einen Moment hätte man damals also eine Aliens-Zeichentrickserie bekommen können, die andere Akzente hätte setzen müssen als die Filme. Allerdings: Rambo und Konsorten hatten gezeigt, dass es funktionieren kann, Filme für ein junges Publikum zu Zeichentrick umzumodeln, die für ein erwachsenes Publikum gedacht waren.