Aliens - Die Rückkehr wird 35: Kriegsfilm im All

Selten war ein Sequel so anders als der Vorgänger: James Cameron machte aus Aliens einen Kriegsfilm, während Ridley Scotts Original ein Horrorfilm war.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte: Ripley (Sigourney Weaver) und die Alien-Königin
Eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte: Ripley (Sigourney Weaver) und die Alien-Königin (Bild: 20th Century Studios)

Nachdem Alien zum Erfolg geworden war, gab es zahllose Nachahmer. Jeder wollte von der SF-Horror-Euphorie profitieren und so wurden die unterschiedlichsten Kreaturen ins Rennen geschickt. Dabei glich die Handlung so gut wie immer dem Original, etwa in Mutant oder in dem eine Fortsetzung suggerierenden italienischen Plagiat Alien, die Saat des Grauens kehrt zurück.

20th Century Fox selbst hielt sich mit einer Fortsetzung relativ lange bedeckt. Aber dass eine Fortsetzung des erfolgreichen Erstlings kommen würde, war jedem klar - zumal in einer Filmwelt, die immer stärker auf Sequels fokussiert war.

Zuerst hieß es natürlich, eine Geschichte zu finden, die sich sowohl vom Original als auch den zahlreichen Rip-offs unterschied. Gleichzeitig sollte sie aber nicht ignorieren, was Alien so populär gemacht hatte.

Die Produzenten Walter Hill und David Giler kamen schnell zu der Überzeugung, dass sie eine Geschichte brauchten, die sich wohltuend vom Original abhob und diesem dabei in nichts nachstand. So brüteten sie die Idee aus, dass Ripley im neuen Film nach LV-426 zurückkehren würde, wo ihre Leute im ersten Teil das havarierte außerirdische Raumschiff gefunden hatten. Diesmal sollte sie aber nicht alleine gegen die Aliens antreten, sondern zusammen mit einer Gruppe harter Marines.

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Mit dieser Geschichte im Hinterkopf suchten die Produzenten nach einem Drehbuchautor und fanden ihn in James Cameron. Cameron hatte zu jener Zeit noch nicht allzu viel vorzuweisen. Für Roger Corman hatte er als Art Director für dessen Sador - Herrscher im Weltraum und den von Alien inspirierten Planet des Schreckens gearbeitet, wobei er hier auch erste Erfahrungen in der Second-Unit-Regie sammeln konnte. Daran schloss sich seine erste Regiearbeit Piranha II an, eine Fortsetzung von Joe Dantes Piranhas.

Cameron unterhielt sich mit Giler und Hill und erhielt von ihnen die Story-Vorgabe. 1983 machte er sich daran, ein erstes Treatment zu verfassen. Es gleicht in großen Teilen dem späteren Film, weicht in einigen aber auch deutlich ab - wobei es durchaus Szenen gibt, die in dem Film wunderbar gewirkt und auch die endgültige Fassung durchaus bereichert hätten. Ripley erlebt hier zum Beispiel einen weit längeren Alptraum, in dem sie vom Alien durch die Gänge der Nostromo gehetzt wird.

Alien 1-6

Unterschiede zum späteren Film

Der größte Unterschied zum fertigen Film ist, dass Ripleys Tochter in dieser Version noch lebt. Sie ist eine alte Frau und Ripley nimmt Kontakt zu ihr auf. Da ihre Tochter für eine längere Reise zu gebrechlich ist, sprechen sie über ein Bildtelefon miteinander. Für Ripley ist das Gespräch ein Schock - nicht nur, weil sie in das Gesicht einer alten Frau blickt, sondern auch, weil diese Frau sie hasst. Denn Ripley kehrte nie aus dem Weltraum zurück, das kleine Mädchen wuchs ohne sie auf.

Ebenfalls anders gestaltet waren einige Szenen auf LV-426, bei denen Kolonisten auf das außerirdische Raumschiff stoßen und Opfer der Facehugger werden. Im Treatment folgen ein paar Helfer einem Mann, der im Inneren des Raumschiffs verschwunden ist. Als sie ihn finden, hat er bereits einen Facehugger über dem Gesicht und aus herumliegenden Eiern schlüpfen weitere Facehugger, die die Helfer attackieren. Im Film fehlt diese Szene. Gar nicht vorhanden war im ersten Entwurf der Antagonist Carter Burke; stattdessen gab es einen nicht minder unsympathischen Arzt.

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Für die Regie sagte Cameron nicht sofort zu 
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Clown 22. Nov 2021 / Themenstart

Ja, genau. Es passieren so dermaßen viele Dinge, die wir so unfassbar dumm fanden :D Wir...

Gaius Baltar 21. Nov 2021 / Themenstart

Von Sharknado gab es immerhin sechs Teile feinster Trashfilm-Unterhaltung. ;)

ohinrichs 17. Nov 2021 / Themenstart

Die Empfehlung hätte ich jetzt auch ausgesprochen. Du warst schneller :)

derfilmfan 16. Nov 2021 / Themenstart

Laut der sehr zu empfehlenden Netflix Doku Reihe "Das waren unsere Kino-Jahre" sollte der...

ufo70 16. Nov 2021 / Themenstart

Den Absatz sehe ich ähnlich. Digitaltechnik bietet ungeheure Möglichkeiten, wenn sie...

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