Alien-Serie: Noah Hawley bringt die Außerirdischen zur Erde

Noah Hawley hat seine Qualitäten schon mit Fargo, vor allem aber mit der außergewöhnlichen Serie Legion, einer Adaption verschiedener Marvel-Geschichten, unter Beweis gestellt. Aktuell entwickelt er eine Alien-Serie. Über sie ist noch nicht viel bekannt, Hawley war nun aber beim Austin Film Festival und wurde von SFFGazette interviewt(öffnet im neuen Fenster) .
Dabei sprach er auch darüber, warum er die Aliens zur Erde bringt, warum er einen ganz anderen Ansatz als bei den Filmen verfolgt und wie er dazu kam, das so zu machen.
"Bei einem zweistündigen Film kann man die Handlung aufbauen und so gestalten, dass es nur noch darum geht, ob die Protagonisten überleben werden," sagte Hawley. "Wenn man aber eine Serie macht, kann man das nicht durchhalten. Selbst wenn man 60 Prozent besten Action-Horror macht, gibt es immer noch 40 Prozent, wo etwas anderes passieren muss."
Er habe schon früh Gespräche mit Peter Rice geführt, der früher bei Fox und dann einige Jahre bei Disney für das Fernsehen zuständig war. In diesen Gesprächen ging es darum, dass Alien immer in einem Raumschiff spiele, in einer Art Gefängnis, und sie hätten sich gefragt: "Was wäre eigentlich, wenn das nicht so wäre?"
Darum wollte Hawley die Xenomorphen zur Erde bringen, aber auch, weil er es spannend finde zu zeigen, wie die Erde technologisch zu diesem Zeitpunkt aussieht. Eine andere Frage reize ihn bei der Serie auch: "Verdient es die Menschheit zu überleben? Das scheint mir eine wirklich interessante Frage zu sein, die man weiter erforschen sollte."
Er sprach auch über einen weiteren Unterschied zwischen Film und Serie: "Im Film geht es immer um den Lebenszyklus der Kreatur. Das heißt: Erst das Ei, dann der Facehugger, schließlich das Alien – alles wird immer größer und schneller." Dieser Aufbau sei großartig für einen Horrorfilm, "aber ich denke, ich habe einen Weg gefunden, um diese Struktur herum etwas ganz Neues zu machen und mit der Formel zu spielen."