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Alien: Im Weltall hört dich keiner schreien

Vor genau 40 Jahren kam am 25. Oktober Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt in Deutschland in die Kinos. Damals war der Film überaus erschreckend und wahnsinnig spannend. Er ist es heute immer noch, weil er aus technischer Sicht zeitlos schön ist.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Das Alien ist eines der ikonischen Filmmonster der Geschichte.
Das Alien ist eines der ikonischen Filmmonster der Geschichte. (Bild: 20th Century Fox)

Alien ist ein Klassiker des Science-Fiction-Films, der wie kaum ein anderer dem Genre neue Impulse gegeben hat. Bis zu seinem Debüt im Jahr 1979 war die Science-Fiction noch sauber. Zwar gab es schon in George Lucas' Star Wars abgehalfterte Raumschiffe, die nicht mehr leuchtend und glänzend waren, sondern vielmehr zeigten, dass sie benutzt wurden und dementsprechend auch abgenutzt waren. Aber selbst dieser Gebraucht-Look konnte den strahlenden Welten des Star-Wars-Universums nur wenig anhaben.

Vielleicht ist es gerade dieser Gebraucht-Look, der die hier gezeigte Technik zeitlos erscheinen lässt - weil eh schon alles alt und benutzt ist. Das wird noch greifbarer durch die handgemachten Effekte jener Ära, die ohne computergenerierte Bilder auskommen musste. Denen mag zwar auch eine Art Unwirklichkeit beiwohnen, der fotorealistische Ansatz moderner Blockbuster zeigt aber, wozu die Effekt-Technik heute in der Lage ist.

Zum Ende der 1970er Jahre musste man da noch anders tätig werden. Die handgemachten Effekte leben jedoch gerade von ihrer Wahrhaftigkeit - und das anders als etwa die Stop-Motion-Technik mit Bild-für-Bild-Animation, die im Bewegungsablauf schon immer eher unwirklich erschien. Die Effekte von Alien sind jedoch makellos. Die Texturen des Schiffes - sowohl das Äußere des Modells als auch die Wände und Paneele im Inneren des Sets - strahlen einen Realismus aus, der ganz und gar vergessen lässt, dass es sich um Science-Fiction handelt. Man akzeptiert den Handlungsort als real.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zu Star Wars: Denn bei Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt sind die Welten alles andere als strahlend. Das Raumschiff mit dem düsteren Namen Nostromo ist ein gewaltiger Moloch aus Metall, dessen Inneres beinahe so dunkel ist wie der umgebende Weltraum. Anders als das Alien, das sich seiner Umgebung bestens anpasst, wirken die Menschen an Bord der Nostromo wie eigenartige Fremdkörper, die hier nicht das Geringste zu suchen haben.

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Erst sieht man das Schiff von außen, dann wandert die Kamera langsam durch die Gänge - ein eindrucksvoller Einstieg, den auch die Fortsetzungen ähnlich einsetzen und der heute noch immer funktioniert, weil er ein beklemmendes Gefühl erzeugt. Genauso verhält es sich mit der Geschichte, den Effekten und den Protagonisten des Filmes: Sie haben in den 40 Jahren, seit er in die Kinos kam, nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.

In Alien ist das gewaltige Raumschiff nichts anderes als die futuristische Version eines landläufigen Trucks und die Besatzung das Äquivalent des Fahrers. Alien wirkt auch deshalb so realistisch und erschreckend, weil die sieben Menschen, die Regisseur Ridley Scott vorführt, absolut glaubwürdig sind.

Sie mögen sich im Weltraum befinden, mögen die Reisen im Kälteschlaf verbringen, aber sie sind dennoch normale Leute. Die Besatzung der Nostromo besteht aus Individuen, die sich zwar in unserer Zukunft befinden, für die aber selbst das aufregende Element des Flugs zu fremden Welten ein alter Hut ist, der in ihrer Gesellschaft längst gang und gäbe geworden ist. Insofern sind sie normale Arbeiter, die diesen Job gewählt haben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Schon ihr Äußeres, die bewusst gewählte legere Kleidung, deutet darauf hin, dass man es hier nicht mit Weltraumhelden wie in anderen Filmen zu tun hat. Zudem versteht es das Drehbuch, die Charaktere dem Publikum näher zu bringen. Parkers und Bretts ständige Anfragen, wie es denn mit ihren Prämien und etwaigen Erhöhungen aussähe, sind nicht nur ein wiederkehrendes, humoriges Motiv, sondern auch ein bewusstes Stilmittel, um dem Zuschauer die Identifikation mit den beiden zu erleichtern.

Auf ähnliche Weise wird beim gemeinsamen Essen der Raumfahrer verfahren. In der futuristischen Kulisse eines beinahe antiseptisch wirkenden Speiseraums führen die sieben Menschen belanglose Gespräche über den Kaffee oder das eher lausige Essen - alles einzig und allein, um sie als normale Menschen mit normalen Sorgen und Nöten zu etablieren.

Alles scheint normal, dabei ist nichts normal

Darum ist der Schrecken, der in ihre Welt einbricht, auch umso durchdringender. Die Crew der Nostromo reagiert auf einen Notruf und besucht einen Planeten, auf dem ein außerirdisches Raumschiff entdeckt wird. In dessen Innerem befinden sich Eier. Aus einem von ihnen springt eine Kreatur, ein Facehugger, der sich an das Gesicht des von John Hurt gespielten Kane klammert. Kane wird zurück aufs Schiff gebracht, helfen kann man ihm aber nicht.

Der Facehugger fällt schließlich von selbst herunter - alles scheint wieder normal. Bis Kane bei einem gemeinsamen Essen von Krämpfen geschüttelt wird und eine Kreatur aus seiner Brust herausbricht. Das Alien flieht, die Crew setzt ihm nach, um es zur Strecke zu bringen, doch es wächst rasant und schon bald dreht es den Spieß um: Nun sind es die Menschen, die gejagt werden.

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Wie das Alien in die Welt kam 
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Karmageddon 30. Okt 2019

Also ich schon. In einem Flugzeug ist bei Nachtflügen, das Licht gedimmt, weil man dann...

kiviuq 30. Okt 2019

Man gebe sich mal die Zeit und höre sich den Fim richtig in Ruhe an und dann versteht man...

Karmageddon 30. Okt 2019

Ein Erzfrachtschiff oder ein Zug haben dann aber auch keine Gänge, sondern einfach...

enzephalopathie 29. Okt 2019

Der Paranoia- und Flucht Overkill.

Clown 29. Okt 2019

Bei Netflix sind eigenartigerweise Teil 1, 3 und 4 verfügbar. Teil 2 nicht.


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