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Ein Monster so ganz und gar nicht wie in den 1950ern

Alien ist natürlich ein Film, dessen Geschichte schon 1979 nicht mehr ganz taufrisch war. Außerirdische Monster und Invasoren, die sich in Raumschiffe einschlichen oder an anderen Orten unschuldigen Menschen auflauerten, gab es immer wieder. Von daher sollte man meinen, die Geschichte von Alien sei alles andere als revolutionär, aber dem ist keineswegs so.

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Anders als andere Science-Fiction-Filme greift Alien auf einen sehr plastischen Schrecken zurück. Dazu kommt die ungeheure Spannung, die Ridley Scott in diesem Film geschaffen hat. Dass die Besatzung nach und nach dem Zehn-kleine-Kinderlein-Prinzip zum Opfer fällt, ist nach dem Ausbruch des Aliens aus Kanes Brust klar. Aber wie diese Tour de Force von Scott inszeniert wird, macht selbst das Vorhersehbare zu einer ungeheuer spannenden Angelegenheit.

Alien etabliert von Anfang an eine bedrohliche Atmosphäre. Zu sehen ist die Nostromo, die sich (scheinbar) gemächlich durch den Weltraum quält. Einem Blick auf das Schiff folgt eine Kamerafahrt durch ihr Inneres und gibt einen Blick auf die dunklen, gewundenen Gänge des Schiffes frei. Erst nach dieser Einführung erlebt man mit, wie die Helden aus ihrem Kälteschlaf erwachen. Der Film brilliert durch sein noch heute beeindruckendes Set-Design. Alien wirkt in keiner Sekunde altmodisch oder angestaubt. Im Gegenteil, das Design hat sich als zeitlos erwiesen.

Scott lässt Kane zuerst erwachen. Minuten vor den anderen ist er auf den Beinen. Diese Einführung des Charakters alleine reicht aus, um den Zuschauer unbewusst annehmen zu lassen, dass er die Hauptfigur der Geschichte ist, dass er es ist, mit dem man sich identifizieren soll.

Diese Art des manipulativen Spiels setzt sich lange fort. Seine Spannung bezieht der Film anfangs alleine aus der beinahe bedrückenden Eingangssequenz. Nachdem die Charaktere eingeführt sind und auch Kane, der Hauptfigur, genug Platz eingeräumt wurde, erfährt das Publikum, dass die Crew der Nostromo einem geheimnisvollen Signal nachgehen muss.

Unwillkürlich fragt man sich hier, worauf die sieben Menschen wohl stoßen werden, woraus sich eine innere Spannung ergibt, die sich nicht aus oberflächlicher Action zusammensetzt. Das hält bis zur Landung auf dem Planeten vor, wobei Scott hier zusätzlich noch eine durch äußere Umstände aufgebaute Spannung aufbaut, als das Schiff Probleme bei der Landung hat.

Daraufhin beginnt die Expedition zu dem fremden Raumschiff, die die Erwartungen ob des wundervoll gestalteten fremden Schiffes nach oben schraubt. Ist der Film bis dahin recht ruhig und verlässt sich hauptsächlich auf die Erwartungshaltung des Zuschauers, dringt er mit dem fremden Raumschiff in eine gänzlich andere Welt ein, die für die Raumfahrer wie für den Zuschauer ein neues und beängstigendes Seherlebnis bietet.

Der Blick auf den Außerirdischen, der offenbar eines brutalen Todes gestorben ist, lässt gewisse Vorahnungen aufkommen. Diese erhärten sich, als Kane, der in diesem Teil des Films der aktive Part ist und die Aufmerksamkeit auf sich zieht, die Eier entdeckt. Bereits der Anblick des Eis, in dem sich etwas bewegt, ist abstoßend und wird zum gelungenen Schockeffekt, als der Facehugger Kane anspringt.

Alle könnten jederzeit sterben

Da man Kane bis dato für den Protagonisten hält, ist der Schock nicht nur ein schneller, der sich einfach durch das Hochschnellen des Facehuggers erklärt. Es ist ein nachhaltiger, da der Zuschauer wirklich verunsichert ist, was mit Kane geschieht. Die Handlung an Bord des Raumschiffs ist alleine aufgrund der Tatsache, dass man weder weiß, was dieses Ding auf Kanes Gesicht ist, noch was es tut, enorm spannend. Nachdem der Facehugger abgefallen ist und Kane scheinbar wieder normal ist, konzentriert man sich als Zuschauer wieder auf ihn, da er nun wieder - neben Dallas und Ripley - eine Hauptfigur zu sein scheint.

Als dann Kane stirbt, erreicht Scott eine Wirkung, die der in Psycho gleicht, wenn Hitchcock Janet Leigh unerwartet sterben lässt. Durch den plötzlichen, zudem sehr harten und aufwühlenden Tod von Kane wird dem Zuschauer der Boden unter den Füßen weggerissen.

Der Film bezieht seine Spannung aus dem Wissen darum, dass alle Figuren jederzeit sterben können, und den verzweifelten Versuchen der Besatzung, das Alien zu jagen. Scheint dies anfangs aufgrund der relativ mickrigen Größe des Aliens noch leicht durchführbar zu sein, so revidiert sich dieser Eindruck, als das ausgewachsene Alien Brett erledigt.

Zuvor gibt es eine beinahe obligatorische Szene, in der die Katze mit dem kleinen Alien verwechselt wird, was dem unbedarften Zuschauer, unterstützt durch die Anhebung der Musik, natürlich wieder einen leichten Schreck versetzt. Der wahre Schrecken kommt jedoch erst, als das Alien in voller Größe auftaucht.

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Karmageddon 30. Okt 2019

Also ich schon. In einem Flugzeug ist bei Nachtflügen, das Licht gedimmt, weil man dann...

kiviuq 30. Okt 2019

Man gebe sich mal die Zeit und höre sich den Fim richtig in Ruhe an und dann versteht man...

Karmageddon 30. Okt 2019

Ein Erzfrachtschiff oder ein Zug haben dann aber auch keine Gänge, sondern einfach...

enzephalopathie 29. Okt 2019

Der Paranoia- und Flucht Overkill.

Clown 29. Okt 2019

Bei Netflix sind eigenartigerweise Teil 1, 3 und 4 verfügbar. Teil 2 nicht.


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