H.R. Giger kommt hinzu

Als die Produktion aufgenommen wurde, hieß es, nach einem geeigneten Regisseur Ausschau zu halten. Diesen fand man in Ridley Scott, der sich bislang vor allem mit Werbespots hervorgetan hatte. Jedem, der an diesem Film arbeitete, war natürlich klar, dass der Erfolg mit dem Alien stand und fiel. Insofern war es wichtig, dass es ein Design erhielt, das unvergleichlich und alleine in der Lage war, den Film zu tragen.

Stellenmarkt
  1. Junior Softwareentwickler (m/w/d)
    Cognitec Systems GmbH, Dresden
  2. Mitarbeiter IT/IT-Systemadmnistrator (m/w/d)
    S-PensionsManagement GmbH, Köln
Detailsuche

Während sich Scott noch den Kopf zerbrach, wer wohl in der Lage war, eine solche Kreatur zu schaffen, stolperte er über das Buch Necronomicon des Schweizer Künstlers H.R. Giger. In diesem Buch sind viele von Gigers besten Zeichnungen biomechanischer Alpträume versammelt. Als Scott es durchblätterte, war er von der Klarheit und der Präzision, die Gigers Visionen heraufbeschworen, beeindruckt. Schlagartig wurde dem Regisseur klar, dass dieser Mann geradezu prädestiniert war, das Design des Aliens zu übernehmen.

Ohne große Umschweife wurde Giger engagiert und begann 1978 in London mit seiner Arbeit. Dabei entwarf er nicht nur Designs für die drei Alien-Arten, sondern auch für das Raumschiff und die nie verwendete Pyramide. Seine Designs wurden größtenteils in die Realität umgesetzt, aber der Kanes Brust sprengende Chestburster, den sich Giger vorstellte, traf nicht ganz Scotts Geschmack, da er auf ihn wie "ein gerupfter Puter" wirkte.

Nachdem Giger eine Skulptur des Aliens nach seinen Entwürfen gefertigt hatte, begann Carlo Rambaldi mit dem Bau des Anzugs, den ein Schauspieler später tragen sollte. Die Kosten für diesen Anzug betrugen stolze 250.000 Dollar, wobei hierfür unterschiedlichste Materialien wie Polyester, Gummi und Latex benutzt wurden. Hinzu kam ein voll mechanisierter Kopf, dessen Äußeres aus Fiberglas hergestellt wurde. Ferngesteuert konnte der Alienkopf das Maul öffnen, die Lippen nach hinten ziehen und die angsteinflößende Zunge hervorstoßen lassen.

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
  2. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Obwohl der große Kopf mit jeder Menge Mechanik vollgestopft war, wog er mit knapp fünf Kilo gar nicht mal so viel, so dass der Schauspieler ihn zwar nicht bequem, aber immerhin ohne ein allzu erdrückendes Gefühl tragen konnte. Natürlich war die Bewegung eingeschränkt, was auch ein Grund war, weswegen Scott den Xenomorph, wie das Alien auch genannt wird, nur sehr zurückhaltend eingesetzt hat. Aus der Not wurde eine Tugend, da das die Spannung immens steigerte.

Für die Darstellung des Aliens wurde Bolaji Badejo verpflichtet. Der aus einem Massai-Stamm kommende Badejo ist mit seinen 2,10 Metern eine eindrucksvolle Erscheinung und befand sich damals als Student in London. Die Rolle des Aliens erhielt er, nachdem Tests mit Stuntmen, Pantomimen und Tänzern nicht funktioniert hatten.

Für das Aussehen des Cockpits des außerirdischen Space-Jockeys war Giger zuständig, der sich hierfür Unmengen von Knochen liefern ließ, aus denen er dann diese gespenstische Erscheinung schuf. Zusätzlich nutzte er Stoffe wie Plastik oder Glasfasern, um dem Ganzen die richtige Atmosphäre zu verpassen.

Das Set hatte gewaltige Ausmaße und nahm die Halle A der britischen Shepperton-Studios in Anspruch. Da es allerdings nur für wenige Szenen genutzt wurde, fand man einen Weg, die hohen Ausgaben zu rechtfertigen, indem die Cockpitwände auch gleich für die Halle, in der die Eier gefunden werden, herhalten mussten. Der Platz des Piloten wurde dabei durch einen Mittelgang und die zahlreichen Alien-Eier ersetzt.

Neben Giger waren noch andere Leute für die Designs zuständig und schufen Produktionszeichnungen, die zum Teil auch verwendet wurden. Neben Chris Foss und dem französischen Comic-Künstler Moebius, die beide das Projekt relativ schnell verließen, ist hier vor allem Ron Cobb zu nennen, der später auch für James Camerons Sequel Aliens tätig wurde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Wie das Alien in die Welt kamWie John Hurts Brust in Stücke gerissen wurde 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8.  


Karmageddon 30. Okt 2019

Also ich schon. In einem Flugzeug ist bei Nachtflügen, das Licht gedimmt, weil man dann...

kiviuq 30. Okt 2019

Man gebe sich mal die Zeit und höre sich den Fim richtig in Ruhe an und dann versteht man...

Karmageddon 30. Okt 2019

Ein Erzfrachtschiff oder ein Zug haben dann aber auch keine Gänge, sondern einfach...

enzephalopathie 29. Okt 2019

Der Paranoia- und Flucht Overkill.

Clown 29. Okt 2019

Bei Netflix sind eigenartigerweise Teil 1, 3 und 4 verfügbar. Teil 2 nicht.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ransomware
Jeder hat Daten, die eine Erpressung wert sind

Unbenutzbare Systeme, verlorene Daten und Schaden in Millionenhöhe: Wie ich einen Emotet-Angriff erlebt habe.
Ein Erfahrungsbericht von Lutz Olav Däumling

Ransomware: Jeder hat Daten, die eine Erpressung wert sind
Artikel
  1. In eigener Sache: Online eine neue Sprache lernen
    In eigener Sache
    Online eine neue Sprache lernen

    Weder Java, Ruby noch C++: Beim Sprachlernangebot der Golem Akademie in Zusammenarbeit mit Gymglish geht es um Englisch, Spanisch, Französisch oder Deutsch. Nun kommt noch Italienisch dazu.

  2. Bundesservice Telekommunikation: Die dubiose Adresse in Berlin-Treptow
    Bundesservice Telekommunikation  
    Die dubiose Adresse in Berlin-Treptow

    Angeblich hat das Innenministerium nichts mit dem Bundesservice Telekommunikation zu tun. Doch beide teilen sich offenbar ein Bürogebäude.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  3. Berlin: Überlastete Datenbank verhindert Meldung von Corona-Fällen
    Berlin
    Überlastete Datenbank verhindert Meldung von Corona-Fällen

    Technische Probleme mit einer Datenbank sorgten zwischenzeitlich für eine gemeldete Inzidenz von 0 in Marzahn-Hellersdorf.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 JETZT BESTELLBAR • Samsung 16GB DDR5-4800 199€ • LG OLED 55" 120Hz • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ • RTX 3080 12GB bei Mindfactory 1.699€ • Samsung Gaming-Monitore (u.a. G5 32" WQHD 144Hz Curved 299€) [Werbung]
    •  /