Alien Blackout im Test: Schrecklich schnarchiges Säuremonster

Eigentlich sollte ein einzelnes Xenomorph mehr als ausreichend Angst und Schrecken auf einer Raumstation verbreiten können. In dem für mobile Endgeräte erhältlichen Alien Blackout klappt das leider nicht so richtig.

Ein Test von veröffentlicht am
Artwork von Alien Blackout
Artwork von Alien Blackout (Bild: D3 Go)

Amanda Ripley hat ein Problem: Sie steckt allein auf einer Raumstation fest. Und es wird noch schlimmer, als ein Shuttle mit technischen Problemen andockt und vier unbedarfte Besucher ankommen. In Alien Blackout übernehmen wir die Rolle von Amanda, um möglichst viele oder sogar alle der Gäste zu retten. Das tun wir nicht mit dem Flammenwerfer in der Hand, sondern indirekt: An einem Computerterminal sehen wir die Gänge und Räume der Station aus den dort angebrachten Sicherheitskameras.

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Außerdem können wir Schleusen durch einfaches Antippen öffnen und schließen, und den Gästen per Funk einfache Anweisungen geben, etwa "Schleichen" oder "Verstecken". Mit diesen Möglichkeiten haben wir in sieben Levels nacheinander jeweils acht Minuten Zeit, die Geschehnisse so zu koordinieren, dass möglichst viele der Besucher und wir selbst überleben.

Dabei gibt es einiges zu beachten: So können wir in besonderen Gängen einen Bewegungsmelder aktivieren - aber wir haben nur eine bestimmte Menge an Energiepunkten, die wir gleichzeitig auch zum Schließen von Schleusen benötigen. Wir müssen also ein Stück weit zwischen Übersicht und Risiko abwägen.

Die meiste Zeit verfolgen wir das Geschehen nicht aus den Blickwinkeln der Kameras, sondern blicken auf eine einfache Übersichtskarte des jeweiligen Levels. Dort sehen wir, wie sich die Besucher bewegen, und wir können ihnen auch per Wischbewegung ein Ziel zuweisen - leider klappt das nicht immer, manchmal bleiben die Figuren einfach stehen oder klemmen in der Umgebung fest.

  • Mit einer Sicherheitskamera verfolgen wir den Weg der Besucher durch die Raumstation. (Bild: D3 Go/Screenshot: Golem.de)
  • Das Alien ist im Bereich eines Bewegunssensors als roter Punkt zu erkennen. (Bild: D3 Go/Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu findet das Monster durch den schmalen Gang auch Amanda Ripley. (Bild: D3 Go/Screenshot: Golem.de)
  • Die Grafik wirkt ziemlich trist und grau. (Bild: D3 Go/Screenshot: Golem.de)
  • Sehr viel mehr zur Hintergrundgeschichte als in diesen Bildern erfahren wir nicht. (Bild: D3 Go/Screenshot: Golem.de)
Mit einer Sicherheitskamera verfolgen wir den Weg der Besucher durch die Raumstation. (Bild: D3 Go/Screenshot: Golem.de)
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Außerdem sehen wir bei aktiviertem Bewegungsmelder das Alien als roten Punkt. Wir finden allerdings, dass wir mit den verfügbaren Informationen zu wenig anfangen können. Das Säuremonster taucht viel zu oft irgendwo auf und verschwindet dann wieder im Nichts. Das mag glaubwürdig sein, macht im Spiel aber jedes einigermaßen planvolle Vorgehen fast unmöglich. In den meisten Fällen entscheidet das Glück über Tod oder Leben, entsprechend gelangweilt verfolgen wir die Vorgänge auf dem Bildschirm - im Notfall starten wir eben den Level neu.

Alien Blackout ist als rund 550 MByte großer Download für Smartphones und Tablets unter iOS und für Android (Google Play und Amazon Appstore) für knapp 6 Euro erhältlich. Das von D3 Go entwickelte Spiel enthält keinen Multiplayermodus und keine Mikrotransaktionen. Die Sprachausgabe erfolgt auf Englisch, dazu lassen sich deutsche Untertitel einblenden. Die USK-Freigabe liegt bei 16 Jahren.

Fazit

Die Grundidee von Alien Blackout ist zwar nicht ganz neu, passt aber zum Szenario des Säuremonsters auf einer Raumstation. Aber statt unter Hochspannung das Geschehen durch die virtuellen Kameras zu beobachten, haben wir eher genervt nach dem Xenomorph gesucht, das im Grunde einfach irgendwo an passender oder unpassender Stelle auftaucht. Neben diesem viel zu großen Zufallselement hat Blackout noch ein paar kleinere Probleme, etwa Bugs und die triste Grafik.

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gadthrawn 01. Feb 2019

Auch mobile games können ein vollständiges Erlebnis bieten. Immersion ist nur ein Modewort.

Trollversteher 30. Jan 2019

Da hat aber jemand sehr rosig gefärbte Erinnerungen an die DOS und Win95 Zeit. Zu "DOS...

Trollversteher 30. Jan 2019

Warum? Laut Review scheitert das Game doch nicht am Medium oder der Grafik, sondern am...

elgooG 28. Jan 2019

Also eine Kopie von 5 Nights at Freddy's mit zusätzlichen unnötigen Spielelementen und...



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