Alibaba Xuantie 910: Bisher schnellster RISC-V-Prozessor hat 16 Kerne

T-Head, eine Alibaba-Tochter, hat mit dem Xuantie 910 einen Prozessor mit RISC-V-Technik vorgestellt, der 16 CPU-Cores aufweist. Die sollen überdies sehr leistungsstark sein und bisherige SiFive-Modelle weit überholen.

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T-Head zeigt den Xuantie 910.
T-Head zeigt den Xuantie 910. (Bild: China IT News)

Auf der Computing Conference 2018 hatte Alibaba mit Pingtou (T-Head) eine auf AI-Chips und Prozessoren ausgerichtete Unternehmenstochter vorgestellt, nun gibt es das erste Design: Der Xuantie 910, zu deutsch schwarzes Eisen, ist eine 16-kernige CPU auf Basis der RISC-V-Architektur, genauer implementiert er RV64GCV. Bisherige Umsetzungen wie der SiFive U74MC haben vier Kerne und sind laut Pingtou pro Takt deutlich langsamer.

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Ein Xuantie 910 schafft bis zu 2,5 GHz in der Spitze, als Fertigung wird TSMCs 12 nm angegeben. SiFive wiederum sieht mindestens 1,6 GHz für den U74MC vor, wenn das Design im 28-nm-HP-Verfahren bei TSMC produziert wird. Pingtou zufolge soll ein Kern des Xuantie 910 im Coremark pro Takt rund 40 Prozent schneller sein als ein U74-Kern oder ein SweRV-Core von Western Digital.

Offenbar hat Pingtou in seinem Out-of-Order-Kern einen Decoder verbaut, der drei Befehle pro Takt verarbeitet und acht Operationen pro Takt an das Backend weitergibt. Überdies scheint der Xuantie 910 ein Dualchannel-Speicherinterface zu verwenden. Pro Takt soll ein Kern grob mit einem Cortex-A72 von ARM vergleichbar sein, der UC74 ähnelt von der Leistung her einem Cortex-A55.

Somit dürfte sich der Xuantie 910 für relativ schnelle Systeme eignen, wobei Alibaba das Segment des Internets der Dinge in Verbindung mit künstlicher Intelligenz als Zielbereich nennt - für diesen Zweck wurde Pingtou ja auch gegründet. Alibaba ist nicht der einzige Hersteller, der auf das offene RISC-V setzt, um die eigene Abhängigkeit von ARM und x86-Herstellern wie AMD oder Intel zu verringern: Andere Partner sind unter anderem Nvidia und Western Digital.

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