Abo
  • Services:

Kooperation mit Yahoo

Alibaba passt aber nicht nur erfolgreich aus dem Westen bekannte Konzepte an chinesische Bedürfnisse an, sondern kooperiert direkt mit Yahoo, wenn auch mit weniger Erfolg.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Universität Passau, Passau

2005 übernahm die Alibaba Group Yahoo China. Im Gegenzug zahlte Yahoo eine Milliarde US-Dollar für eine 40-prozentige Beteiligung an Alibaba. Diese internationale Kooperation sollte sich bald als eines der größten Verlustgeschäfte für Alibaba herausstellen. Yahoo konnte in China nie richtig Fuß fassen und Profit generieren, so dass das Unternehmen dort nur durch Hilfszahlungen Alibabas am Leben erhalten werden konnte. Auch der Rückkauf der Hälfte von Yahoos Anteilen durch Alibaba im Jahr 2012 kam dem Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar teuer zu stehen.

Die Übernahme war in der Hoffnung getätigt worden, von Yahoos Expertise im Suchmaschinenbereich zu profitieren. Jack Ma selbst begründete den Kauf Yahoos damit, dass "die Zukunft des E-Commerce unumgänglich mit Suchmaschinen verknüpft" sei. Synergien stellten sich aber nie ein, so dass die Übernahme heute in China als ein großer Misserfolg gilt.

Jeder kann es schaffen

Jack Ma wird häufig als Rockstar beschrieben, was im Hinblick auf seinen Bekanntheitsgrad in China zutreffen mag - vom Auftreten her ist er aber eher bescheiden geblieben. Wenn jemand wie er, der die Grundschule habe wiederholen müssen, und erst beim dritten Anlauf die Aufnahmeprüfung der Universität geschafft habe, erfolgreich sein könne, dann könnten dies mindestens 80 Prozent der jungen Generation ebenfalls schaffen, sagt er in Interviews. Obwohl Ma 2013 von seinem Posten als CEO zurücktrat und nur noch ein Anteilseigner der Alibaba Group ist, wird er von Angestellten des Unternehmens weiterhin als Spiritual Leader akzeptiert. Seine Ideen und Einwürfe haben Gewicht im Unternehmen. Position und Ansehen in der Alibaba Group sind vergleichbar mit der Rolle, die Bill Gates heute für Microsoft spielt. Nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen betätigt sich Jack Ma als Investor.

Portfolio erweitert

In den vergangenen Jahren hat Alibaba sein Portfolio stark erweitert. Durch Entwicklung eigener Produkte, aber auch durch Investition und Zukauf, wurden Bereiche abseits des E-Commerce-Kerngeschäfts erschlossen. So kaufte man u. a. Anteile an Sina Weibo, Chinas größtem Twitter-Klon, und der Tutorgroup, einer Webseite zum Englischlernen, und investierte in Tudou und Youku, zwei von Chinas größten Videostreaming-Portalen. Allein in den ersten vier Monaten des Jahrs 2014 investierten Alibaba und Jack Ma mehr als fünf Milliarden US-Dollar in diverse Unternehmen, darunter auch US-Firmen und solche, die nicht ausschließlich im Internet tätig sind [Quelle auf Chinesisch].

Während Alibaba in seinem Kerngeschäft kaum von ernstzunehmender Konkurrenz bedroht ist, sieht es in den neuen Geschäftsbereichen ganz anders aus. Diese Märkte sind teilweise bereits stark umkämpft oder durch andere Anbieter besetzt. Laiwang, Alibabas Alternative zu Tencents Instant Messenger Wechat, konnte bis Ende 2013 nur rund 10 Millionen Nutzer anziehen, eine verschwindend geringe Anzahl im Vergleich zu Wechats rund 600 Millionen Nutzern. Auch das Smartphone OS Aliyun kann als Misserfolg gelten, da dieses in China bisher nur von kleinen und qualitativ fragwürdigen Herstellern adaptiert wurde.

In vielen Bereichen kristallisiert sich Tencent als größter Gegenspieler Alibabas heraus. So bietet Tencent einen Zahlungsdienstleister ähnlich Alipay an, der von dem hohen Verbreitungsgrad von Wechat profitierte. In den meisten Sparten, in denen Alibaba sich in den vergangenen Jahren engagierte, bietet Tencent ebenfalls Lösungen an, seien es Karten-, Musik- oder Streaming-Dienste. Laut Aussage einiger Angestellter von Alibaba wird der Wettbewerb mit Tencent aber nicht als vorrangig eingeschätzt, da die Kernkompetenzen der beiden Unternehmen in vollständig anderen Bereichen liegen. Allein der Konkurrenzkampf zweier zeitgleich erschienener Taxiruf-Apps nach dem Vorbild von Uber mit dem daraus entstandenen Preiskrieg sorgte für Verstimmung auf beiden Seiten.

 Wissen, was die chinesischen Kunden wollenWo liegt Alibabas Zukunft? 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. ab je 2,49€ kaufen
  2. 9,99€

Crystal67 14. Feb 2015

Hallo Ich habe sicherlich schon alles bestellt. Schuhe, Uhren, Taschen, Geldbörsen uvm...

DrWatson 26. Mai 2014

Das kann sein, da bin ich nicht so gut informiert. Ich hatte dich wohl falsch verstanden.

Fanti4ever 26. Mai 2014

Beides. Es gibt natürlich nach wie vor Fakes auf den Plattformen. Aber die gibt es z,B...

Realist_X 26. Mai 2014

Danke dafür!

robinx999 26. Mai 2014

Ich weiss nicht wenn man sich nicht an die Lokalen Wünsche anpasst dann hat man durchaus...


Folgen Sie uns
       


Death's Gambit und Dead Cells - Golem.de Live

Zwei Spiele, die extrem ähnlich aussehen, sich aber grundlegend anders spielen. Wir schauen das 2D-Dark-Souls Death's Gambit sowie das Metroidvania auf Speed Dead Cells bei #GolemLive an.

Death's Gambit und Dead Cells - Golem.de Live Video aufrufen
32-Kern-CPU: Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser
32-Kern-CPU
Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser

Auch wenn AMDs neuer Threadripper 2990WX mit 32 CPU-Kernen sich definitiv nicht primär an Spieler richtet, taugt er für Games. Kombiniert mit einer Geforce-Grafikkarte bricht die Bildrate allerdings teils massiv ein, mit einem Radeon-Modell hingegen nur sehr selten.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Threadripper 2990WX AMDs 32-Kerner kostet weniger als Intels 18-Kerner
  2. Zhongshan Subor Z+ AMD baut SoC mit PS4-Pro-Leistung für chinesische Konsole
  3. Hygon Dhyana China baut CPUs mit AMDs Zen-Technik

OLKB Planck im Test: Winzig, gerade, programmierbar - gut!
OLKB Planck im Test
Winzig, gerade, programmierbar - gut!

Wem 60-Prozent-Tastaturen wie die Vortex Poker 3 noch zu groß sind, der kann es mal mit 40 Prozent versuchen: Mit der voll programmierbaren Planck müssen wir anders als erwartet keine Abstriche machen - aber eine Umgewöhnung und die Einarbeitung in die Programmierung sind erforderlich.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern
  2. Kailh KS-Switch im Test Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
  3. Apple-Patentantrag Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören

Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Threadripper 2990X AMDs 32-Kerner soll mit 4,2 GHz laufen
  2. AMD Threadripper v2 mit 32 Kernen erscheint im Sommer 2018
  3. Raven Ridge AMDs Athlon kehrt zurück

    •  /