Algorithmen und KI: Datenethikkommission nimmt Arbeit auf

Nach dem Digitalrat startet nun auch die Datenethikkommission mit ihren Beratungen. Das Gremium soll aber kein dauerhafter Begleiter der Bundesregierung sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Die 16 Mitglieder der Datenethikkommission
Die 16 Mitglieder der Datenethikkommission (Bild: BMI)

Die Datenethikkommission der Bundesregierung soll bis zum Sommer 2019 ethische Leitlinien für Datenpolitik, den Umgang mit Algorithmen, künstlicher Intelligenz und digitalen Innovationen vorschlagen. Darüber hinaus sollen die 16 Mitglieder des neuen Gremiums Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung erarbeiten. Beim Umgang mit Daten erwarteten die Bürger "vom Staat Antworten, wie Potenziale genutzt werden können, aber auch, wo die Grenzen liegen. Diese Antworten wollen wir mit Unterstützung der Datenethikkommission liefern", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zum Auftakt der Kommission am Mittwoch in Berlin.

Stellenmarkt
  1. CRM-Manager & Data-Analyst (m/w/d)
    Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG, Chemnitz
  2. Leiter (m/w/d) Software Architektur
    Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH, Mönchengladbach
Detailsuche

Die Kommission soll in völliger Unabhängigkeit arbeiten, erhält aber organisatorische Unterstützung vom Bundesinnen- und Justizministerium. Anders als beim Digitalrat gehören der Datenethikkommission Mitglieder an, die in der öffentlichen Debatte wesentlich bekannter sind. Dazu zählen unter anderen BDI-Präsident Dieter Kempf, Verbraucherschützer Klaus Müller und die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff. Sprecherinnen der Kommission sind die Kölner Medizinethikerin Christiane Woopen und die Wiener Juristin Christiane Wendehorst. Weiterhin sind Experten der Fachrichtungen Medizin, Informatik, Statistik, Volks- und Betriebswirtschaft, Theologie und Publizistik vertreten.

Die Kommission soll "auf der Basis wissenschaftlicher und technischer Expertise ethische Leitlinien für den Schutz des Einzelnen, die Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenlebens und die Sicherung des Wohlstands im Informationszeitalter entwickeln". Bereits in der vergangenen Legislaturperiode hatte das Bundesverkehrsministerium eine Ethikkommission zum autonomen Fahren berufen, die im Juni 2017 ihre Ergebnisse vorgestellt hatte.

Nach Darstellung Woopens will die Kommission "einen Beitrag zu innovationsfördernden Rahmenbedingungen leisten, die die Integrität des Menschen schützen und den gesellschaftlichen Wohlstand fördern." Nach Auffassung Wendehorsts stehen Deutschland und Europa in der Verantwortung, ethische Maßstäbe zu formulieren, die den Menschen in den Mittelpunkt der künftigen Datenwirtschaft stellen. Während der Digitalrat die Bundesregierung kontinuierlich beraten soll, wird die Ethikkommission nach Fertigstellung des Abschlussberichts aufgelöst. Das teilte das Innenministerium auf Anfrage von Golem.de mit.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Tesla Model Y im Test
Die furzende Familienkutsche

Teslas Model Y ist der Wunschtraum vieler Model-3-Besitzer. Reichweite und Raumangebot überzeugen im Test - doch der Autopilot ist nicht konkurrenzfähig.
Ein Test von Friedhelm Greis

Tesla Model Y im Test: Die furzende Familienkutsche
Artikel
  1. Games Workshop: Warhammer-40K-Modell für 30.000 Euro auf Ebay versteigert
    Games Workshop
    Warhammer-40K-Modell für 30.000 Euro auf Ebay versteigert

    Der Youtuber Squidmar hat wochenlange Arbeit in den Warhammer-40K-Thunderhawk gesteckt. Das hat sich gelohnt: Er erzielt einen Rekordpreis.

  2. MX Keys Mini: Logitech bringt kompakte Flachtastatur für PCs und Macs
    MX Keys Mini
    Logitech bringt kompakte Flachtastatur für PCs und Macs

    Die Logitech MX Keys Mini verzichtet auf den Nummernblock. Dafür ist die flache Tastatur umso kompakter. Es gibt sie für PC und Mac.

  3. Thinkpad E14 Gen3 im Test: Ryzen-Laptop mit grandiosem Preis-Leistungs-Verhältnis
    Thinkpad E14 Gen3 im Test
    Ryzen-Laptop mit grandiosem Preis-Leistungs-Verhältnis

    Schon das Thinkpad E14 Gen2 war exzellent, bei der Gen3 aber hat Lenovo die zwei Schwachstellen - Akku und Display - behoben. Bravo!
    Ein Test von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Aktion: Win 10-Laptop oder PC kaufen, kostenloses Upgrade auf Win 11 erhalten • Bosch Professional & PC-Spiele von EA günstiger • Nur noch heute PS5-Gewinnspiel • Alternate (u. a. Asus TUF Gaming-Monitor 23,8" FHD 165Hz 179,90€) • 7 Tage Samsung-Angebote [Werbung]
    •  /