Abo
  • Services:

Algorithmen: Überschätzte Grippewelle durch Google Flu Trends

Die Voraussagen des Projekts Google Flu Trends liegen weit über den tatsächlichen Grippefällen. Die Daten würden durch Googles eigene Änderungen ihrer Suchalgorithmen verfälscht, vermuten Forscher.

Artikel veröffentlicht am ,
Google Flu Trends hat Grippefälle falsch vorausgesehen.
Google Flu Trends hat Grippefälle falsch vorausgesehen. (Bild: Google Flu Trends/Screenshot: Golem.de)

Drei Jahre in Folge hat das Google-Projekt Flu Trends bis zu 50 Prozent mehr Grippefälle vorausgesagt, als tatsächlich aufgetreten sind. Das hat das Forscherteam um David Lazer, Ryan Kennedy, Gary King und Alessandro Vespignani von der Northeastern University in Boston ermittelt. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Fehler in der Analyse der Big-Data-Algorithmen von Google liegen.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Neckarsulm
  2. über duerenhoff GmbH, Berlin

Google Flu Trends analysiert dafür 45 Suchanfragen bei Google, etwa die Begriffe "Husten" oder "Fieber". Die Begriffe wurden in einer fünfjährigen Studie ermittelt, die Google zusammen mit der US-Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erstellte. Aus den gesammelten Suchabfragen analysieren Algorithmen Trends und zeigen in Echtzeit an, wie viele Grippefälle auftreten, um so eine Infektionswelle vorherzusagen. Die CDC veröffentlichen ihre Daten meist mit einer etwa zweiwöchigen Verspätung.

Kein Einblick in die Algorithmen

Offenbar hätten die zahlreichen Änderungen an Googles Such-Algorithmen die Resultate aus dem Projekt verfälscht, mutmaßen die Forscher. Unternehmen würden ihre Daten gezielt aufarbeiten, damit ihre Produkte im Trend lägen. Eine genaue Analyse der Fehler bei Googles Flu Trends sei aber unmöglich, da Google keinen Einblick in seine Algorithmen erlaube.

Die Fehler in Googles Flu Trends seien leicht zu beheben, indem die Analyse rekalibiert werde, sagte David Lazer. Gegenwärtig sei eine Vorausberechnung der CDC-Daten über drei Wochen deutlich genauer. Eine Kombination aus beiden Datenquellen könnte möglicherweise eine sehr viel akkuratere Vorhersage ermöglichen. Google Flu Trends habe nach wie vor Vorteile, etwa bei der Vorhersage in lokalen Gebieten, sagen die Forscher. Damit könnten beispielsweise einzelne Bundesstaaten oder Städte schneller auf eine Epidemiegefahr reagieren, so ihr Fazit.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 20€, Boxsets im Angebot, Serien zum Sonderpreis)

Endwickler 17. Mär 2014

Nicht doch eher 30% abziehen?


Folgen Sie uns
       


HTC Vive Pro - Test

Das HTC Vive Pro ist ein beeindruckendes Headset und ein sehr gutes Gesamtkonzept. Allerdings zweifeln wir am Erfolg des Produktes in unserem Test - und zwar wegen des sehr hohen Kaufpreises und fehlenden Zubehörs.

HTC Vive Pro - Test Video aufrufen
HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

    •  /