• IT-Karriere:
  • Services:

Reicht nicht einfach das Datenschutzrecht?

Für Konrad Lischka und Christian Stöcker, die Autoren eines Arbeitspapiers für die Bertelsmann-Stiftung zum Einfluss algorithmischer Prozesse auf den gesellschaftlichen Diskurs, steht eine staatliche Algorithmenaufsicht ebenfalls nicht an erster Stelle ihrer Wunschliste. Mehr Transparenz durch "eine Kombination aus freiwilligen Selbstverpflichtungen und im Zweifel auch regulatorischen Maßnahmen" gehört zwar zu ihren Vorschlägen. Aber wichtiger ist den beiden ehemaligen Spiegel-Online-Journalisten, dass externe Forscher in die Lage versetzt werden, Algorithmen von Unternehmen wie Facebook zu untersuchen (was bisher internen Spezialisten vorbehalten ist).

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Dortmund,Düsseldorf
  2. fodjan GmbH, Dresden

Sie befürworten zudem, dass bestimmte Leitwerte in Software verankert werden, etwa durch eine Professionsethik für Entwickler, und fordern eine "Sensibilisierung des Publikums für die neuen Mechanismen, die heute Öffentlichkeit beeinflussen". Sprich für die Art und Weise, wie zum Beispiel Facebooks Newsfeed funktioniert.

Die Forscherin Sandra Wachter wiederum, die sich am Oxford Internet Institute mit Datenethik und Algorithmen beschäftigt, verweist zunächst auf das Bundesdatenschutzgesetz sowie auf die nächstes Jahr in Kraft tretende EU-Datenschutzgrundverordnung. Beide beinhalten zumindest grundsätzlich Auskunftsrechte. Wer zum Beispiel glaubt, einen Kredit nicht bekommen zu haben, weil eine Software seine Daten falsch bewertet hat, kann Auskunft über die Gründe der Entscheidung verlangen. Dafür müssen die Betroffenen allerdings erst einmal wissen oder ahnen, dass sie diskriminiert werden.

Eine Institution, die Algorithmen untersucht, kann sich Wachter auch vorstellen, aber "es kommt auf die Ausgestaltung an. Eine Kontrollinstanz darf jedenfalls weder politisch noch finanziell abhängig sein von der Institution, die sie prüft". Außerdem müsse sie "Verfahren einleiten oder Strafen verhängen können". Andernfalls bliebe das Versprechen von Transparenz und Fairness "eine leere Hülle".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Algorithmen: Maas schlägt digitales Antidiskriminierungsgesetz vor
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 25,99€
  2. 4,99€
  3. 3,33€
  4. 6,50€

logged_in 05. Jul 2017

Fast immer wenn ich im Internet meine Daten eingeben muss/will, werde ich nach dem Titel...

MFGSparka 05. Jul 2017

Ich tippe mal darauf, dass es ihm darum geht die Diskriminierung politisch zu lenken...

Palerider 05. Jul 2017

Sollte es sowas geben wie das Beispiel der amerikanischen Justiz oder australischen...

paulhff 05. Jul 2017

Und was ist, wenn keiner mehr versteht, wie eine Entscheidung zustande kommt, weil ein...

Sharra 05. Jul 2017

Sorry, aber diese Ausage ist, ohne Angabe der Zeiträume, und was sich in der...


Folgen Sie uns
       


Peloton - Fazit

Im Video stellt Golem.de-Redakteur Peter Steinlechner das Bike+ von Peloton vor. Mit dem Spinning-Rad können Sportler fast schon ein eigenes Fitnessstudio in ihrer Wohnung einrichten.

Peloton - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /