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Alfa Romeo Junior Elettrica im Test: Sportlicher Exot oder teurer Flop?

Alfa Romeos Elektroauto Junior Elettrica Veloce ist eher selten, macht aber eine Menge Spaß. Handelt es sich um einen Geheimtipp oder einen Ladenhüter?
/ Tobias Költzsch
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Der Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce hat einen klangvollen Namen und ein gelungenes Design. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce hat einen klangvollen Namen und ein gelungenes Design. Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Alfa Romeo Junior Elettrica im Test: Sportlicher Exot oder teurer Flop?
  2. Sportsitze mit guter seitlicher Stabilisierung
  3. Wichtige Buttons ohne Hintergrundbeleuchtung
  4. Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce: Verfügbarkeit und Fazit

Ich muss gestehen: Wenn ich an Elektroautohersteller denke, ist mir bislang der italienische Traditionshersteller Alfa Romeo nicht sofort in den Sinn gekommen. Das mag auch daran liegen, dass das Unternehmen nur ein einziges Elektromodell herstellt, den Junior Elettrica.

Von diesem hat Alfa Romeo im gesamten Jahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt ganze 217 Stück in Deutschland angemeldet. Kein Wunder, dass viele wohl gar nicht wissen, dass das mittlerweile zu Stellantis gehörende Unternehmen mit Tradition im Rennsport überhaupt Elektroautos herstellt. Alfa Romeo war schon immer eher ein Underdog: sportlich, aber irgendwie auch etwas nerdig.

Mich hat interessiert, wie sich der kleine Junior Elettrica fährt und was am Mythos Alfa dran ist – beziehungsweise ob dieser Mythos auf das Elektroauto übertragen werde konnte. Daher habe ich die Top-Ausstattung Veloce mit Sportausstattung getestet – und bin am Ende hin und her gerissen, vor allem auch wegen des Preises von über 50.000 Euro.

SUV mit wenig Kanten

Alfa Romeo bezeichnet den Junior als SUV, ich finde, dass die Form eher in Richtung Crossover geht. Der Wagen ist in jedem Fall nicht so wuchtig und kantig wie manch andere kleine SUVs. Mit einer Länge von 4.173 mm ist der Junior Elettrica für heutige Verhältnisse nicht allzu lang, ein Kleinwagen wie der Hyundai Inster oder der Leapmotor T03 ist das Fahrzeug aber nicht.

Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce im Test
Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce im Test (02:15)

Beim Design hat Alfa Romeo eigenen Angaben zufolge Elemente früherer Klassiker eingebunden, etwa die Hecklippe des Giulia TZ aus dem Jahr 1963 oder die geschwungene Linie des 8C Competizione aus dem Jahr 2007. Das kann man erkennen oder auch nicht – ich tue mich eher schwer damit.

Grundsätzlich empfinde ich das Design des Junior eher als rund, gerade Kanten finden sich im Grunde gar nicht. Die Front hat ein sechsteiliges Tagfahrlicht und einen auffälligen Spoiler, der durchaus sportlich aussieht. Der Kühlergrill besteht aus dem Alfa-Logo und ist meiner Meinung nach etwas gewöhnungsbedürftig. Insgesamt ist das Außendesign aber durchaus gelungen, die Verarbeitung ebenso.

Der Innenraum ist vom Design her schlicht und sportlich, mich stören aber die verwendeten Materialien: Alfa Romeo verwendet zwar Alcantara an den Türen, dem Lenkrad, dem Armaturenbrett und der Mittelkonsole, ansonsten aber Hartplastik – und zwar keines von der nett gemachten Sorte.

Stattdessen fühlen sich die Türinnenseiten oder auch die Oberseite des Armaturenbretts an wie in einem Lieferwagen. Dazu kommt glänzender Pianolack, der für mich immer etwas billig wirkt. Dazu kommen noch Standardelemente aus dem Stellantis-Baukasten wie der Gangwahlschalter.

Das ist schade, ist das Design mit den großen, runden Aussparungen wie bei einem Auto mit analogen Anzeigeinstrumenten, den runden Lüftungsauslässen an den Seiten und dem auf den Fahrer gerichteten zentralen Bildschirm doch eigentlich ganz gut.


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