Alfa Romeo Junior Elettrica im Test:Sportlicher Exot oder teurer Flop?
Alfa Romeos Elektroauto Junior Elettrica Veloce ist eher selten, macht aber eine Menge Spaß. Handelt es sich um einen Geheimtipp oder einen Ladenhüter?
Der Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce hat einen klangvollen Namen und ein gelungenes Design.Bild:
Martin Wolf/Golem
Ich muss gestehen: Wenn ich an Elektroautohersteller denke, ist mir bislang der italienische Traditionshersteller Alfa Romeo nicht sofort in den Sinn gekommen. Das mag auch daran liegen, dass das Unternehmen nur ein einziges Elektromodell herstellt, den Junior Elettrica.
Von diesem hat Alfa Romeo im gesamten Jahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt ganze 217 Stück in Deutschland angemeldet. Kein Wunder, dass viele wohl gar nicht wissen, dass das mittlerweile zu Stellantis gehörende Unternehmen mit Tradition im Rennsport überhaupt Elektroautos herstellt. Alfa Romeo war schon immer eher ein Underdog: sportlich, aber irgendwie auch etwas nerdig.
Mich hat interessiert, wie sich der kleine Junior Elettrica fährt und was am Mythos Alfa dran ist – beziehungsweise ob dieser Mythos auf das Elektroauto übertragen werde konnte. Daher habe ich die Top-Ausstattung Veloce mit Sportausstattung getestet – und bin am Ende hin und her gerissen, vor allem auch wegen des Preises von über 50.000 Euro.
SUV mit wenig Kanten
Alfa Romeo bezeichnet den Junior als SUV, ich finde, dass die Form eher in Richtung Crossover geht. Der Wagen ist in jedem Fall nicht so wuchtig und kantig wie manch andere kleine SUVs. Mit einer Länge von 4.173 mm ist der Junior Elettrica für heutige Verhältnisse nicht allzu lang, ein Kleinwagen wie der Hyundai Inster oder der Leapmotor T03 ist das Fahrzeug aber nicht.
Beim Design hat Alfa Romeo eigenen Angaben zufolge Elemente früherer Klassiker eingebunden, etwa die Hecklippe des Giulia TZ aus dem Jahr 1963 oder die geschwungene Linie des 8C Competizione aus dem Jahr 2007. Das kann man erkennen oder auch nicht – ich tue mich eher schwer damit.
Bild 1/32: Im Innenraum gibt es neben hübschem Alcantara leider auch viel Pianolack. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/32: Das Infotainment-Display in der Mitte ist verhältnismäßig klein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/32: Im Innenraum wird viel Hartplastik verwendet, das billig wirkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/32: Die Klimaanlage lässt sich mit physischen Buttons steuern - die leider nicht hintergrundbeleuchtet sind. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/32: Das Fahrdisplay zeigt alle wichtigen Informationen an, die Darstellung lässt sich gut konfigurieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/32: Das Navigationssystem leitet gut zum Ziel, es gibt aber keine vernünftige Ladeplanung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/32: Das Design des Infotainmentsystems soll wohl sportlich wirken, es wirkt an manchen Stellen aber unübersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/32: Die Rückbank des Junior Elettrica Veloce ist nur bedingt für Passagiere geeignet, da es nicht viel Beinfreiheit gibt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/32: Der Beifahrersitz lässt sich auch in der voll ausgestatteten Version nicht elektrisch einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/32: Alfa Romeo hat beim Junior Elettrica Veloce reichlich Sport-Hardware verbaut, was man vor allem anhand der guten Kurvenlage merkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/32: Mit einer Größe von 1,80 Metern ist der Platz auf der Rückbank schon sehr eng. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/32: Die Knie verschwinden in Aushöhlungen der vorderen Sitze, bequem ist das allerdings nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/32: Das seitliche Profil des Junior Elettrica Veloce (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/32: Das Elektroauto hat vorn große Bremsscheiben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/32: Das große Alfa-Romeo-Logo an der Front (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/32: Das Lenkrad bietet die von vielen Stellantis-Fahrzeugen gewohnte Bedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/32: Die Türen und der obere Teil des Armaturenbrettes sind aus hartem, unschönen Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/32: Die Sportsitze bieten eine optimale seitliche Abstützung, sind aber auf langen Fahrten nicht sonderlich bequem. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/32: Die Lüfterauslässe sind rund und ebenfalls mit dem Logo des Herstellers versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/32: Was wie Leder aussieht, ist Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/32: Wer vergisst, von wem der Junior Elettrica Veloce stammt, wird immer wieder an den Hersteller erinnert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/32: Der Fahrersitz lässt sich gegen Aufpreis elektrisch verstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/32: Passagiere auf der Rückbank bekommen einen USB-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/32: Das Cockpit des Junior Elettrica Veloce
Bild 25/32: Die Sportsitze sind durchlässig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/32: Der Kofferraum fasst 400 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/32: Mit heruntergeklappten Rücksitzen passen 1.265 Liter hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/32: Der Frunk ist sehr klein, es passt das Ladekabel hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/32: Der Fahrassistent funktioniert wie bei anderen Stellantis-Fahrzeugen gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 30/32: Alfa Romeos Junior Elettrica in der Veloce-Ausstattung (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/32: Das Design des kleinen Crossover-SUV ist rundlich, das Heck hat eine auffällige Lippe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/32: Etwas gewöhnungsbedürftig ist das große Alfa-Romeo-Logo im Kühlergrill. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Grundsätzlich empfinde ich das Design des Junior eher als rund, gerade Kanten finden sich im Grunde gar nicht. Die Front hat ein sechsteiliges Tagfahrlicht und einen auffälligen Spoiler, der durchaus sportlich aussieht. Der Kühlergrill besteht aus dem Alfa-Logo und ist meiner Meinung nach etwas gewöhnungsbedürftig. Insgesamt ist das Außendesign aber durchaus gelungen, die Verarbeitung ebenso.
Der Innenraum ist vom Design her schlicht und sportlich, mich stören aber die verwendeten Materialien: Alfa Romeo verwendet zwar Alcantara an den Türen, dem Lenkrad, dem Armaturenbrett und der Mittelkonsole, ansonsten aber Hartplastik – und zwar keines von der nett gemachten Sorte.
Stattdessen fühlen sich die Türinnenseiten oder auch die Oberseite des Armaturenbretts an wie in einem Lieferwagen. Dazu kommt glänzender Pianolack, der für mich immer etwas billig wirkt. Dazu kommen noch Standardelemente aus dem Stellantis-Baukasten wie der Gangwahlschalter.
Das ist schade, ist das Design mit den großen, runden Aussparungen wie bei einem Auto mit analogen Anzeigeinstrumenten, den runden Lüftungsauslässen an den Seiten und dem auf den Fahrer gerichteten zentralen Bildschirm doch eigentlich ganz gut.
Sportsitze mit guter seitlicher Stabilisierung
Die Sitze sind bei unserem Testfahrzeug sportliche Schalensitze (gegen Aufpreis), sie stützen optimal von der Seite. Das bedeutet aber auch, dass sie relativ hart sind und keine Lordosestütze haben – für lange Fahrten sind sie entsprechend nicht sonderlich gut geeignet. Um mit dem kleinen Alfa um die Kurven zu brettern hingegen schon, mehr dazu später. Angesichts des Preises wundert mich, dass nur der Fahrersitz elektrisch verstellt werden kann – der Beifahrersitz hat nur manuelle Einstellungen.
Zwischen den Vordersitzen ist eine Mittelkonsole mit kleinem Fach und Smartphone-Ladeschale verbaut. Dazu gibt es Fächer in den Türtaschen, viel Stauraum gibt es im Junior Elettrica aber nicht. Der Kofferraum ist mit 400 Litern angesichts der Länge des Fahrzeugs ausreichend groß, bei zurückgeklappten Rücksitzen werden daraus 1.265 Liter.
Der zentrale Bildschirm ist mit 10,1 Zoll eher klein, er reagiert gut auf Eingaben. Zum Einsatz kommt im Grunde ein vergleichbares System wie beim DS No. 8, das allerdings vom Design her auf Alfa Romeo getrimmt wurde. Es wirkt auf mich stellenweise etwas billig, muss ich gestehen, was an den Grafiken und den Farben liegt. Denkbar ist, dass es als sportlich-schlicht gedacht war, gelungen finde ich das Design aber nicht.
Konfigurierbare Bildschirme wie beim DS No. 8
Ich kann drei Homescreens nach meinen Wünschen mit Informations-Widgets einrichten, beim 10,25 Zoll großen Fahrdisplay lassen sich fünf unterschiedliche Bildschirmkonfigurationen einstellen. Das funktioniert wie beim DS No. 8 und ist praktisch, um während der Fahrt je nach Bedürfnis das Informationsangebot zu verändern.
Bild 1/32: Im Innenraum gibt es neben hübschem Alcantara leider auch viel Pianolack. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/32: Das Infotainment-Display in der Mitte ist verhältnismäßig klein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/32: Im Innenraum wird viel Hartplastik verwendet, das billig wirkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/32: Die Klimaanlage lässt sich mit physischen Buttons steuern - die leider nicht hintergrundbeleuchtet sind. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/32: Das Fahrdisplay zeigt alle wichtigen Informationen an, die Darstellung lässt sich gut konfigurieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/32: Das Navigationssystem leitet gut zum Ziel, es gibt aber keine vernünftige Ladeplanung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/32: Das Design des Infotainmentsystems soll wohl sportlich wirken, es wirkt an manchen Stellen aber unübersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/32: Die Rückbank des Junior Elettrica Veloce ist nur bedingt für Passagiere geeignet, da es nicht viel Beinfreiheit gibt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/32: Der Beifahrersitz lässt sich auch in der voll ausgestatteten Version nicht elektrisch einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/32: Alfa Romeo hat beim Junior Elettrica Veloce reichlich Sport-Hardware verbaut, was man vor allem anhand der guten Kurvenlage merkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/32: Mit einer Größe von 1,80 Metern ist der Platz auf der Rückbank schon sehr eng. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/32: Die Knie verschwinden in Aushöhlungen der vorderen Sitze, bequem ist das allerdings nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/32: Das seitliche Profil des Junior Elettrica Veloce (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/32: Das Elektroauto hat vorn große Bremsscheiben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/32: Das große Alfa-Romeo-Logo an der Front (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/32: Das Lenkrad bietet die von vielen Stellantis-Fahrzeugen gewohnte Bedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/32: Die Türen und der obere Teil des Armaturenbrettes sind aus hartem, unschönen Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/32: Die Sportsitze bieten eine optimale seitliche Abstützung, sind aber auf langen Fahrten nicht sonderlich bequem. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/32: Die Lüfterauslässe sind rund und ebenfalls mit dem Logo des Herstellers versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/32: Was wie Leder aussieht, ist Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/32: Wer vergisst, von wem der Junior Elettrica Veloce stammt, wird immer wieder an den Hersteller erinnert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/32: Der Fahrersitz lässt sich gegen Aufpreis elektrisch verstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/32: Passagiere auf der Rückbank bekommen einen USB-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/32: Das Cockpit des Junior Elettrica Veloce
Bild 25/32: Die Sportsitze sind durchlässig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/32: Der Kofferraum fasst 400 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/32: Mit heruntergeklappten Rücksitzen passen 1.265 Liter hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/32: Der Frunk ist sehr klein, es passt das Ladekabel hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/32: Der Fahrassistent funktioniert wie bei anderen Stellantis-Fahrzeugen gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 30/32: Alfa Romeos Junior Elettrica in der Veloce-Ausstattung (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/32: Das Design des kleinen Crossover-SUV ist rundlich, das Heck hat eine auffällige Lippe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/32: Etwas gewöhnungsbedürftig ist das große Alfa-Romeo-Logo im Kühlergrill. (Bild: Martin Wolf/Golem)
So kann ich meine Navigation auf den Fahrbildschirm legen, aber auch Informationen zur Reichweite oder zur Musik - oder eine Kombination daraus. Wechseln lassen sich die vordefinierten Bildschirme über einen Button am linken Lenkradhebel.
Apropos Navigation: Das eingebaute System bringt mich zwar ans Ziel, wirklich gut ist das Navi aber nicht. Vor allem die Ladeplanung finde ich enttäuschend: Gebe ich ein Ziel ein, wird die Route einfach gestartet, ohne dass ich einen Überblick bekomme. Beim Herauszoomen kann ich dann Ladepunkte einfügen, automatisch geschieht das nicht.
Verwirrend ist, dass auch Ladepunkte außerhalb der Reichweite angezeigt werden – eine intelligente Ladeplanung sieht anders aus. Ich kann auch keine präferierten Ladeanbieter auswählen, das gesamte Navi wirkt bezüglich elektrischen Fahrens sehr rudimentär. Ich gehe davon aus, dass es sich schlicht um das gleiche System handelt wie bei den Verbrennerversionen des Juniors.
Wichtige Buttons ohne Hintergrundbeleuchtung
Freunde physischer Buttons im Auto kommen beim Junior Elettrica voll auf ihre Kosten: Unter dem zentralen Bildschirm ist die komplette Klimasteuerung über Knöpfe steuerbar. Bei der ersten Fahrt im dunklen Winter zeigt sich aber schnell eine Nachlässigkeit: Die Knöpfe haben zwar eine LED, wenn sie aktiviert sind, sind aber nicht hintergrundbeleuchtet. Das bedeutet, dass ich die Tasten im Dunkeln nicht erkennen kann.
Die Rücksitze des Junior Elettrica sind nichts für größere Passagiere. Mit meinen 1,80 Metern Größe passe ich gerade so auf den Rücksitz hinter den Fahrersitz, die Beine verschwinden in Mulden auf der Rückseite des Vordersitzes. Trotz guter Kopffreiheit ist das nicht sonderlich bequem, längere Fahrten würde ich hier nicht gerne verbringen.
Ich habe aber das Gefühl, dass es Alfa Romeo beim Junior Elettrica nicht unbedingt darum ging, einen praktischen Familienwagen zu entwickeln – vor allem nicht in der Veloce-Variante. Diese hat gegenüber dem Standard-Elettrica nicht nur deutlich mehr Leistung (207 statt 115 kW), sondern erreicht auch eine höhere Maximalgeschwindigkeit (200 km/h statt 150 km/h). Von 0 auf 100 km/h kommt der Veloce in 5,9 Sekunden.
Sportausstattung für sichere Kurvenlage und straffes Fahrverhalten
Außerdem kommt der Veloce mit reichlich Sporthardware: Sport-Stabilisatoren vorn und hinten, ein Torsen-Sperrdifferential, eine Sport-Bremsanlage mit großen Bremsscheiben vorn und ein Fahrwerk mit 25 mm Tieferlegung. Damit kommt der Veloce mit seinem Frontantrieb in der Tat hervorragend durch die Kurven.
Bild 1/32: Im Innenraum gibt es neben hübschem Alcantara leider auch viel Pianolack. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/32: Das Infotainment-Display in der Mitte ist verhältnismäßig klein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/32: Im Innenraum wird viel Hartplastik verwendet, das billig wirkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/32: Die Klimaanlage lässt sich mit physischen Buttons steuern - die leider nicht hintergrundbeleuchtet sind. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/32: Das Fahrdisplay zeigt alle wichtigen Informationen an, die Darstellung lässt sich gut konfigurieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/32: Das Navigationssystem leitet gut zum Ziel, es gibt aber keine vernünftige Ladeplanung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/32: Das Design des Infotainmentsystems soll wohl sportlich wirken, es wirkt an manchen Stellen aber unübersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/32: Die Rückbank des Junior Elettrica Veloce ist nur bedingt für Passagiere geeignet, da es nicht viel Beinfreiheit gibt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/32: Der Beifahrersitz lässt sich auch in der voll ausgestatteten Version nicht elektrisch einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/32: Alfa Romeo hat beim Junior Elettrica Veloce reichlich Sport-Hardware verbaut, was man vor allem anhand der guten Kurvenlage merkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/32: Mit einer Größe von 1,80 Metern ist der Platz auf der Rückbank schon sehr eng. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/32: Die Knie verschwinden in Aushöhlungen der vorderen Sitze, bequem ist das allerdings nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/32: Das seitliche Profil des Junior Elettrica Veloce (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/32: Das Elektroauto hat vorn große Bremsscheiben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/32: Das große Alfa-Romeo-Logo an der Front (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/32: Das Lenkrad bietet die von vielen Stellantis-Fahrzeugen gewohnte Bedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/32: Die Türen und der obere Teil des Armaturenbrettes sind aus hartem, unschönen Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/32: Die Sportsitze bieten eine optimale seitliche Abstützung, sind aber auf langen Fahrten nicht sonderlich bequem. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/32: Die Lüfterauslässe sind rund und ebenfalls mit dem Logo des Herstellers versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/32: Was wie Leder aussieht, ist Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/32: Wer vergisst, von wem der Junior Elettrica Veloce stammt, wird immer wieder an den Hersteller erinnert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/32: Der Fahrersitz lässt sich gegen Aufpreis elektrisch verstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/32: Passagiere auf der Rückbank bekommen einen USB-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/32: Das Cockpit des Junior Elettrica Veloce
Bild 25/32: Die Sportsitze sind durchlässig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/32: Der Kofferraum fasst 400 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/32: Mit heruntergeklappten Rücksitzen passen 1.265 Liter hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/32: Der Frunk ist sehr klein, es passt das Ladekabel hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/32: Der Fahrassistent funktioniert wie bei anderen Stellantis-Fahrzeugen gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 30/32: Alfa Romeos Junior Elettrica in der Veloce-Ausstattung (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/32: Das Design des kleinen Crossover-SUV ist rundlich, das Heck hat eine auffällige Lippe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/32: Etwas gewöhnungsbedürftig ist das große Alfa-Romeo-Logo im Kühlergrill. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Auch bei höheren Geschwindigkeiten reagiert der Veloce präzise, die Kurvenlage ist bei mehr Tempo ebenfalls sicher. Bei höheren Geschwindigkeiten hat der Wagen genügend Reserve, um immer noch schnell zu beschleunigen. Die Lenkung ist straff, die Federung sportlich, aber nicht rumpelig. Auch Kopfsteinpflaster steckt der Veloce gut weg, wenngleich nicht so gut wie ein auf Komfort getrimmtes Auto.
Fahren mit dem kleinen Junior Elettrica macht Spaß, Alfa hat die sportliche Abstimmung sehr gut hinbekommen. Ich bin den Veloce fast ausschließlich im Dynamic-Modus gefahren, in dem der Wagen am besten reagiert und am schnellsten vom Fleck kommt. Auch im Neutralmodus fährt sich das Elektroauto noch gut, aber weniger flink. Im Ecomodus ist die Anfahrleistung merklich geringer, zudem wird auch die Leistung der Klimaanlage halbiert – das ist mir etwas zu viel des Guten. One-Pedal-Driving unterstützt der Alfa nicht.
Auf der Autobahn kann ich Stellantis' guten Fahrassistenten nutzen, der unter anderem auch beim DS No. 8 zum Einsatz kommt. Dieser funktioniert bis 180 km/h und kommt auch mit Baustellen zurecht – sofern die Markierungen nicht zu abenteuerlich sind. Tempolimits werden erkannt und lassen sich über einen Klick am Lenkrad einstellen.
Reichweite ist bei sportlicher Fahrt bescheiden
Auch Schnellfahren macht mit dem Veloce dank der guten Straßenlage Spaß – leider komme ich nicht allzu weit. Vom Akku lassen sich 51 kWh nutzen, geladen wird der Alfa mit maximal 100 kW an Schnellladesäulen. Bereits in der Stadt verbraucht der Veloce mit 17,4 kWh/100 km bei einer Temperatur von um die 15 Grad mehr als andere vergleichbar große (oder sogar größere) Elektroautos.
Das ergibt eine Reichweite von maximal 293 km, im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent 205 km – das ist nicht doll. Auf der Autobahn komme ich bei Geschwindigkeiten um die 150 km/h mit Spitzen bis 190 km/h auf 28,9 kWh/100 km. Das reicht für 175 km, im Bereich von 80 bis 10 Prozent für 123 km. Fahre ich eher schneller, steigt der Verbrauch schnell auf über 30 kWh/100 km.
Offiziell soll der Junior Elettrica Veloce in 27 Minuten von 10 auf 80 Prozent schnellladen. Ich bin in meinem Test auf 31 Minuten von 20 auf 80 Prozent gekommen, mit einer maximalen Ladeleistung von 85 kW bei Außentemperaturen von 16 Grad. Denkbar ist, dass das im Sommer schneller geht.
Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce: Verfügbarkeit und Fazit
Der Junior Elettrica Veloce(öffnet im neuen Fenster) von Alfa Romeo kostet in der Grundversion 48.500 Euro. Unser Testmodell hat noch das Sport-Paket mit Alcantara-Akzenten, elektrischem Fahrersitz und Sportsitzen sowie das Technologie-Paket mit elektrischer Heckklappe, Spurhalte- und Stauassistent, Rückfahrkamera, Induktionsladeschale etc. installiert. Dann erhöht sich der Listenpreis auf 53.400 Euro.
Fazit
Der Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce ist ein sportliches Elektroauto, das sich vor allem durch seine ausgezeichnete Straßenlage und das Kurvenverhalten auszeichnet. Mit einer Beschleunigung von 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h ist der Wagen nicht der schnellste, fährt sich aber immer noch ziemlich rasant.
Zusammen mit der sportlichen Ausstattung ergibt das ein Fahrverhalten, das mir immer wieder neu Spaß beschert – und zeigt, dass Motorleistung bei einem Auto nicht alles ist. Dazu kommt ein gefälliges Außendesign mit einer recht spektakulären roten Lackierung.
Allerdings ist der Alfa meiner Meinung nach nicht zu Ende gedacht: Sportliche Ausstattung und schöner Lack sind bei einem Auto eben auch nicht alles. An zu vielen Stellen ist der Junior Elettrica Veloce zu sehr Stellantis, was zum doch etwas exklusiveren Ruf von Alfa Romeo nicht recht passt.
Bild 1/32: Im Innenraum gibt es neben hübschem Alcantara leider auch viel Pianolack. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/32: Das Infotainment-Display in der Mitte ist verhältnismäßig klein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/32: Im Innenraum wird viel Hartplastik verwendet, das billig wirkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/32: Die Klimaanlage lässt sich mit physischen Buttons steuern - die leider nicht hintergrundbeleuchtet sind. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/32: Das Fahrdisplay zeigt alle wichtigen Informationen an, die Darstellung lässt sich gut konfigurieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/32: Das Navigationssystem leitet gut zum Ziel, es gibt aber keine vernünftige Ladeplanung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/32: Das Design des Infotainmentsystems soll wohl sportlich wirken, es wirkt an manchen Stellen aber unübersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/32: Die Rückbank des Junior Elettrica Veloce ist nur bedingt für Passagiere geeignet, da es nicht viel Beinfreiheit gibt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/32: Der Beifahrersitz lässt sich auch in der voll ausgestatteten Version nicht elektrisch einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/32: Alfa Romeo hat beim Junior Elettrica Veloce reichlich Sport-Hardware verbaut, was man vor allem anhand der guten Kurvenlage merkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/32: Mit einer Größe von 1,80 Metern ist der Platz auf der Rückbank schon sehr eng. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/32: Die Knie verschwinden in Aushöhlungen der vorderen Sitze, bequem ist das allerdings nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/32: Das seitliche Profil des Junior Elettrica Veloce (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/32: Das Elektroauto hat vorn große Bremsscheiben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/32: Das große Alfa-Romeo-Logo an der Front (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/32: Das Lenkrad bietet die von vielen Stellantis-Fahrzeugen gewohnte Bedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/32: Die Türen und der obere Teil des Armaturenbrettes sind aus hartem, unschönen Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/32: Die Sportsitze bieten eine optimale seitliche Abstützung, sind aber auf langen Fahrten nicht sonderlich bequem. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/32: Die Lüfterauslässe sind rund und ebenfalls mit dem Logo des Herstellers versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/32: Was wie Leder aussieht, ist Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/32: Wer vergisst, von wem der Junior Elettrica Veloce stammt, wird immer wieder an den Hersteller erinnert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/32: Der Fahrersitz lässt sich gegen Aufpreis elektrisch verstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/32: Passagiere auf der Rückbank bekommen einen USB-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/32: Das Cockpit des Junior Elettrica Veloce
Bild 25/32: Die Sportsitze sind durchlässig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/32: Der Kofferraum fasst 400 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/32: Mit heruntergeklappten Rücksitzen passen 1.265 Liter hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/32: Der Frunk ist sehr klein, es passt das Ladekabel hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/32: Der Fahrassistent funktioniert wie bei anderen Stellantis-Fahrzeugen gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 30/32: Alfa Romeos Junior Elettrica in der Veloce-Ausstattung (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/32: Das Design des kleinen Crossover-SUV ist rundlich, das Heck hat eine auffällige Lippe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/32: Etwas gewöhnungsbedürftig ist das große Alfa-Romeo-Logo im Kühlergrill. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Vor allem der Innenraum ist vom Design her zwar hübsch, das Hartplastik an allen Ecken und Enden wirkt aber billig. Auch Standardelemente wie der Stellantis-Gangwahlschalter begeistern mich nicht, ebenso das Infotainmentsystem, das vom Design her meiner Meinung nach verhunzt wurde.
Dazu kommen Nachlässigkeiten wie die nicht hintergrundbeleuchteten Buttons der Klimasteuerung oder die kaum brauchbare Ladeplanung. Für einen Preis von um die 50.000 Euro finde ich, dass Alfa Romeo es hier an Aufmerksamkeit hat missen lassen.
Am Ende bin ich hin- und hergerissen: So sehr der Junior Elettrica Veloce mir auch Spaß macht, ein sinnvolles Auto ist es angesichts des Preises, der Reichweite und der Materialien nicht. Das ist schade, da ich schon glaube, dass ein etwas kleineres, sportliches Elektroauto durchaus einen Markt hat.
Mit seinen Einschränkungen kann der Alfa aber diesen breiten Markt offenbar nicht bedienen, wie die Zulassungszahlen zeigen. Daher wird der Junior Elettrica Veloce wohl ein Nischenprodukt bleiben – was allerdings durchaus in der Tradition von Alfa Romeo stünde.