Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce: Verfügbarkeit und Fazit
Der Junior Elettrica Veloce(öffnet im neuen Fenster) von Alfa Romeo kostet in der Grundversion 48.500 Euro. Unser Testmodell hat noch das Sport-Paket mit Alcantara-Akzenten, elektrischem Fahrersitz und Sportsitzen sowie das Technologie-Paket mit elektrischer Heckklappe, Spurhalte- und Stauassistent, Rückfahrkamera, Induktionsladeschale etc. installiert. Dann erhöht sich der Listenpreis auf 53.400 Euro.
Fazit
Der Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce ist ein sportliches Elektroauto, das sich vor allem durch seine ausgezeichnete Straßenlage und das Kurvenverhalten auszeichnet. Mit einer Beschleunigung von 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h ist der Wagen nicht der schnellste, fährt sich aber immer noch ziemlich rasant.
Zusammen mit der sportlichen Ausstattung ergibt das ein Fahrverhalten, das mir immer wieder neu Spaß beschert – und zeigt, dass Motorleistung bei einem Auto nicht alles ist. Dazu kommt ein gefälliges Außendesign mit einer recht spektakulären roten Lackierung.
Allerdings ist der Alfa meiner Meinung nach nicht zu Ende gedacht: Sportliche Ausstattung und schöner Lack sind bei einem Auto eben auch nicht alles. An zu vielen Stellen ist der Junior Elettrica Veloce zu sehr Stellantis, was zum doch etwas exklusiveren Ruf von Alfa Romeo nicht recht passt.
Bild 1/32: Im Innenraum gibt es neben hübschem Alcantara leider auch viel Pianolack. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/32: Das Infotainment-Display in der Mitte ist verhältnismäßig klein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/32: Im Innenraum wird viel Hartplastik verwendet, das billig wirkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/32: Die Klimaanlage lässt sich mit physischen Buttons steuern - die leider nicht hintergrundbeleuchtet sind. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/32: Das Fahrdisplay zeigt alle wichtigen Informationen an, die Darstellung lässt sich gut konfigurieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/32: Das Navigationssystem leitet gut zum Ziel, es gibt aber keine vernünftige Ladeplanung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/32: Das Design des Infotainmentsystems soll wohl sportlich wirken, es wirkt an manchen Stellen aber unübersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/32: Die Rückbank des Junior Elettrica Veloce ist nur bedingt für Passagiere geeignet, da es nicht viel Beinfreiheit gibt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/32: Der Beifahrersitz lässt sich auch in der voll ausgestatteten Version nicht elektrisch einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/32: Alfa Romeo hat beim Junior Elettrica Veloce reichlich Sport-Hardware verbaut, was man vor allem anhand der guten Kurvenlage merkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/32: Mit einer Größe von 1,80 Metern ist der Platz auf der Rückbank schon sehr eng. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/32: Die Knie verschwinden in Aushöhlungen der vorderen Sitze, bequem ist das allerdings nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/32: Das seitliche Profil des Junior Elettrica Veloce (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/32: Das Elektroauto hat vorn große Bremsscheiben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/32: Das große Alfa-Romeo-Logo an der Front (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/32: Das Lenkrad bietet die von vielen Stellantis-Fahrzeugen gewohnte Bedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/32: Die Türen und der obere Teil des Armaturenbrettes sind aus hartem, unschönen Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/32: Die Sportsitze bieten eine optimale seitliche Abstützung, sind aber auf langen Fahrten nicht sonderlich bequem. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/32: Die Lüfterauslässe sind rund und ebenfalls mit dem Logo des Herstellers versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/32: Was wie Leder aussieht, ist Plastik. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/32: Wer vergisst, von wem der Junior Elettrica Veloce stammt, wird immer wieder an den Hersteller erinnert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/32: Der Fahrersitz lässt sich gegen Aufpreis elektrisch verstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/32: Passagiere auf der Rückbank bekommen einen USB-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/32: Das Cockpit des Junior Elettrica Veloce
Bild 25/32: Die Sportsitze sind durchlässig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/32: Der Kofferraum fasst 400 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/32: Mit heruntergeklappten Rücksitzen passen 1.265 Liter hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/32: Der Frunk ist sehr klein, es passt das Ladekabel hinein. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/32: Der Fahrassistent funktioniert wie bei anderen Stellantis-Fahrzeugen gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 30/32: Alfa Romeos Junior Elettrica in der Veloce-Ausstattung (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/32: Das Design des kleinen Crossover-SUV ist rundlich, das Heck hat eine auffällige Lippe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/32: Etwas gewöhnungsbedürftig ist das große Alfa-Romeo-Logo im Kühlergrill. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Vor allem der Innenraum ist vom Design her zwar hübsch, das Hartplastik an allen Ecken und Enden wirkt aber billig. Auch Standardelemente wie der Stellantis-Gangwahlschalter begeistern mich nicht, ebenso das Infotainmentsystem, das vom Design her meiner Meinung nach verhunzt wurde.
Dazu kommen Nachlässigkeiten wie die nicht hintergrundbeleuchteten Buttons der Klimasteuerung oder die kaum brauchbare Ladeplanung. Für einen Preis von um die 50.000 Euro finde ich, dass Alfa Romeo es hier an Aufmerksamkeit hat missen lassen.
Am Ende bin ich hin- und hergerissen: So sehr der Junior Elettrica Veloce mir auch Spaß macht, ein sinnvolles Auto ist es angesichts des Preises, der Reichweite und der Materialien nicht. Das ist schade, da ich schon glaube, dass ein etwas kleineres, sportliches Elektroauto durchaus einen Markt hat.
Mit seinen Einschränkungen kann der Alfa aber diesen breiten Markt offenbar nicht bedienen, wie die Zulassungszahlen zeigen. Daher wird der Junior Elettrica Veloce wohl ein Nischenprodukt bleiben – was allerdings durchaus in der Tradition von Alfa Romeo stünde.