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Digitale Assistenten helfen mit praktischen Funktionen

Beide Assistenten unterstützen den Zugriff auf Kalenderdaten, bei Google Assistant sind die Einschränkungen allerdings so enorm, dass die Funktion so gut wie nutzlos ist. Hier liegt Alexa besonders klar in Führung. Während der Google Assistant nur auf Google-Kalender zugreift, haben Alexa-Nutzer die Wahl zwischen den Kalendern von Google, Apple und Microsoft. Weder Alexa noch Google Assistant erinnert Nutzer per Lautsprecher an anstehende Termine, Anwender müssen sie erfragen.

Kalenderfunktionen bei Google Assistant nur eingeschränkt

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Während Alexa schon seit mehr als einem Jahr ohne Probleme Termine anlegen kann, ist das mit Google Assistant nicht möglich. Auf Echo-Geräten mit Display lassen sich Termine auch auf Zuruf löschen. Google Assistant kann Termine nur vorlesen - und das auch nur unter optimalen Bedingungen. Seit Oktober 2017 enthält Google Assistant die Funktion Voice Match; damit werden Nutzer über die Stimme identifiziert. Assistant greift dann abhängig von der erkannten Stimme auf Kalender oder andere persönliche Daten der Nutzer zu. In der Praxis versagt die Technik bei uns zu oft, immer wieder wird die Stimme nicht erkannt.

Und das ist ein Problem, weil der Zugriff auf den Kalender nur noch möglich ist, wenn Voice Match aktiviert ist. Ansonsten verwirrt der Google Assistant seine Nutzer mit nichtssagenden Fehlermeldungen beim Versuch, sich Termine ansagen zu lassen. Kein Ruhmesblatt für einen Assistenten, hier keinerlei Hilfestellung zu geben.

Bei aktiviertem Voice Match kann der Google-Assistant-Lautsprecher für allgemeine Informationen und Ansagen von mehreren Personen verwendet werden - hier wurde also nachgedacht. Das gilt aber nicht für die Deaktivierung von Voice Match. Ohne Vorwarnung wird der betreffende Google-Assistant-Lautsprecher dabei komplett aus dem Google-Konto entfernt. Er ist erst wieder nutzbar, wenn Nutzer den Lautsprecher auf Werkseinstellungen zurücksetzen und komplett neu einrichten - hier versagt Google auf ganzer Linie. Alexa bietet bislang keine Stimmenerkennung in Deutschland an, aber auf eine so ungenügende Implementierung verzichten wir gerne.

Nur Alexa kann mit Musik wecken

Beide Assistenten können als Wecker fungieren, wobei die Weckzeit bequem angesagt wird. Bei Erreichen der Weckzeit wird ein einstellbarer Alarmton abgespielt. Wenn der Wecker tönt, kann er, je nach morgendlicher Gemütslage, auch mit Schimpfwörtern ausgeschaltet werden. Erst seit wenigen Tagen erlaubt Amazons Dienst zudem das Wecken mit Musik. Das Muster ist: "Wecke mich um 6:00 Uhr mit den Toten Hosen". Am Ende kann außer einem Künstler ein einzelnes Lied, ein bestimmtes Album oder ein Radiosender angesagt werden. Das funktioniert sowohl mit Amazon Music als auch mit Spotify.

Der Grund dafür ist die Markteinführung des Echo Spot, eines Alexa-Radioweckers. Erfreulicherweise steht diese Neuerung auch Nicht-Amazon-Geräten gleich von Anfang an zur Verfügung. Die einzige uns bekannte Ausnahme ist derzeit der One von Sonos. Er kann über Alexa noch keinen Radioalarm stellen, hat diese Funktion im Rahmen der Sonos-App allerdings schon länger. Mit dem Google Assistant ist ein Wecken mit Musik generell noch nicht möglich.

Bei Timern herrscht Gleichstand

Google berücksichtigt bei Weckern erfreulicherweise das hierzulande übliche 24-Stunden-Format. Ein Wecker für 6 Uhr wird morgens aktiviert. Alexa denkt hier leider noch immer in US-Zeitformaten und fragt bei allen Weckzeiten vor 13 Uhr nach, ob damit morgens oder abends gemeint ist. Das Stellen eines Weckers für 10 Uhr führt also zu einer entsprechenden Nachfrage von Alexa, die nicht notwendig ist. Diese Probleme gibt es auch beim Eintragen von Kalenderterminen. Und wenn wir einen Termin für 12 Uhr anlegen wollen, wird nach morgens oder abends gefragt, was nur zu Missverständnissen führt. Antworten wir morgens, wird ein Termin um Mitternacht angelegt, abends wird es ein Termin zur Mittagszeit. Hier ist eine Anpassung an deutsche Gepflogenheiten dringend erforderlich.

Vor allem beim Kochen und der Zubereitung von Speisen sind sprachgesteuerte Timer eine Hilfe, da sie auch mit dreckigen Händen gestellt werden können. Dabei ist es hilfreich, dass beide Systeme einen Namen für Timer akzeptieren. Seit Mitte November 2017 versteht Alexa auch, wenn die Laufzeit halbe Minuten enthält, also etwa dreieinhalb Minuten beträgt. Zuvor musste die halbe Minute bei Bedarf immer in Sekunden gesprochen werden. Für den Google Assistant war das von Anfang kein Problem.

Alarme und Timer gelten immer nur für ein Gerät

Sowohl Alarme als auch Timer können in der Alexa- und der Google-Home-App angezeigt werden, so dass sich Nutzer einfacher einen Überblick darüber verschaffen können, als sich die Timer und Wecker ansagen zu lassen. Alle Timer und Wecker können auf Zuruf auch wieder gelöscht werden.

Alarme und Timer gelten auf beiden Systemen immer nur auf einem Lautsprecher. In der Standardkonfiguration ist das sicher sinnvoll. Aber es gibt auch Situationen, in denen es nützlich wäre, etwa einen Timer auf mehreren Lautsprechern laufen zu lassen. Wer in der Küche einen Timer anstößt und dann ins Wohnzimmer geht, möchte auch dort alarmiert werden - zumindest, wenn es so eingestellt wurde.

Erinnerungen laufen bei Google nur mit Stimmerkennung

Erinnerungen werden von Alexa und Google Assistant sehr unterschiedlich behandelt. Beide zeigen Erinnerungen immer parallel auf dem Smartphone-Display an. Bei Alexa landen Erinnerungen in der Alexa-App, Google Assistant legt sie im Google-Kalender ab. Wer Assistant oft für Erinnerungen verwendet und zugleich den Kalender für die Terminplanung nutzt, wird nicht begeistert sein, wenn der Kalender durch viele Lautsprecher-Erinnerungen zugemüllt ist.

Bei Erinnerungen wird standardmäßig zusätzlich zum Alarmton der Grund für die Erinnerung vom Lautsprecher angesagt. Bei Alexa-Lautsprechern klappt das immer, bei Google-Assistant-Lautsprechern nicht unbedingt. Denn Erinnerungen ertönen nur dann, wenn für den betreffenden Lautsprecher Voice Match aktiviert und eingerichtet wurde. Und die Erkennung der Stimme arbeitet derzeit zu unzuverlässig, so dass wir die Funktion nicht gerne nutzen.

Technisch gesehen sind die Erinnerungen bei Google Assistant schizophren. Google Assistant kann keine Termine in den Kalender eintragen, Erinnerungen aber sehr wohl. Es ist unverständlich, warum das eine geht und das andere nicht. Erinnerungen lassen sich sogar ohne Voice Match auf Zuruf anlegen, aber der betreffende Lautsprecher spielt sie dann nicht ab. Mittlerweile sind wir auch nicht mehr überrascht, dass Anwender darauf nicht hingewiesen werden.

Bei Alexa läuft diesbezüglich alles, wie es soll. Wir finden es auch logischer und übersichtlicher, dass Amazon Wecker, Timer und Erinnerungen in einem Menüpunkt in der Alexa-App verwaltet.

Google Assistant kennt keine Aufgabenliste

Eine weitere nützliche Funktion smarter Lautsprecher sind Einkaufslisten. Wird das letzte Butterstück aus dem Kühlschrank genommen, genügt der Zuruf "Setze Butter auf die Einkaufsliste". Es ist wesentlich mühsamer, erst einen Zettel und Stift zu suchen oder etwas in einer Einkaufslisten-App auf dem Smartphone einzutippen. Die Einkaufsliste kann in der jeweiligen App eingesehen werden, bei Alexa ist sie direkt integriert, die Google-Home-App öffnet die Einkaufsliste sonderbarerweise in einem Browserfenster.

Das Löschen von Einträgen auf Zuruf ist weder mit Alexa noch mit Google Assistant möglich. Das Löschen der Einträge geht nur mit Echo-Geräten, die ein Display haben. Google Assistant kennt neben der integrierten Einkaufsliste nur noch Bring als Action. Hier ist Alexa im Vorteil. Es gibt etliche Einkaufslisten-Skills, so dass Nutzer mehr Auswahl bei der Verwaltung des Einkaufszettels erhalten.

Dabei wünschten wir uns eine Möglichkeit, ein Standardskill oder eine Standardaction für die Verwaltung der Einkaufsliste auswählen zu können. Weil eine solche Funktion fehlt, muss immer der Skillname dazugesagt werden, was weniger komfortabel ist. Zudem beherrscht Alexa Aufgabenlisten, die bei Google Assistant komplett fehlen.

Nachrichten und Übersetzungen

Beide Lautsprecher liefern bei Bedarf aktuelle Nachrichten aus aller Welt. Bei Amazon können Nutzer aus mehreren Hundert Quellen auswählen, bei Google sind es weniger als 30. Alle Nachrichtenquellen bei Google Assistant sind Radio-, Fernseh- oder Podcast-Beiträge; es gibt keine Nachrichten, die von der Google-Assistant-Stimme vorgelesen werden. Bei Alexa werden hingegen viele Quellen von der Amazon-Stimme vorgelesen - das klingt mittlerweile eben sehr gut.

Alexa und der Google Assistant können außerdem als Übersetzungsmaschine fungieren und Wörter aus vielen Sprachen oder in viele Sprachen übersetzen. Wenn eine Übersetzung in eine andere Sprache abgefragt wird, wird meist nicht die Stimme des Assistenten verwendet, sondern es wird eine Tondatei mit dem betreffenden Wort abgespielt.

 Google Assistant ist schlauer als AlexaMit Alexa telefonieren 
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