Alexa-Statistik: Liste der beliebtesten Webseiten nicht mehr kostenlos

Jahrelang stellte die Firma Alexa eine Liste der eine Million beliebtesten Webseiten bereit. Viele nutzten sie für Forschungszwecke. Damit ist jetzt Schluss: Die Daten gibt's nur noch gegen Bezahlung.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Kostenlose Daten über beliebte Webseiten von Alexa? Damit ist jetzt leider Schluss.
Kostenlose Daten über beliebte Webseiten von Alexa? Damit ist jetzt leider Schluss. (Bild: Screenshot / Webseite)

Die Daten der Firma Alexa galten für lange Zeit als wichtiges Maß dafür, welche Webseiten im Netz gerade am beliebtesten sind. Gesammelt wurden die Daten unter anderem durch eine Browser-Toolbar, mit der sich Nutzer an der Erstellung der Statistiken beteiligen konnten.

Grundlage für IT-Sicherheitsforschung

Stellenmarkt
  1. (Senior) Specialist Identity & Access Management (m/w/d)
    Interhyp Gruppe, München
  2. Web-Entwickler (m/w/d) für E-Commerce & Webshop B2C
    Ricosta Schuhfabriken GmbH, Donaueschingen
Detailsuche

Die Top-Million der laut Alexa-Daten beliebtesten Webseiten gab es lange Zeit als gezippte CSV-Datei kostenlos zu herunterladen. Der IT-Sicherheitsexperte Scott Helme stellte vor kurzem fest, dass es diesen Download nicht mehr gibt. Auf Twitter bestätigte Alexa, dass diese Datei nicht mehr angeboten wird. Wer jetzt versucht, die Daten herunterzuladen, erhält lediglich einen Verweis auf die kostenpflichtige API von Alexa. Über die Webseite von Alexa kann man lediglich die Top 500 der Liste einsehen.

Scott Helme nutzte die Alexa-Daten, um die Verbreitung von sicherheitsrelevanten HTTP-Headern wie Content Security Policy oder HTTP Public Key Pinning unter den beliebtesten Webseiten zu messen. Helme war damit nicht alleine. Viele Forscher nutzten die Alexa-Daten, um die Verbreitung bestimmter Features im Netz zu messen. Auf Golem.de hatten wir etwa im vergangenen Jahr über AXFR-Zonentransfers der Domains in den Alexa-Daten berichtet.

Alternativ-Datensatz bezieht sich nur auf den US-Markt

Einen vergleichbaren Datensatz wie die Alexa-Daten bietet die Firma Quantcast an. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Quantcast bezieht sich ausschließlich auf den US-Markt, während Alexa bemüht ist, weltweit repräsentative Daten zu erheben. Die chinesische Suchmaschine Baidu etwa belegte regelmäßig den vierten Platz bei Alexa, bei Quantcast wird sie zur Zeit als Nummer 1443 geführt. Wenn jetzt Forscher die Quantcast-Daten als Ersatz für die Alexa-Liste nutzen, könnte das einen unerwünschten Nebeneffekt haben: Der Blick auf das Netz wird US-zentrierter und Webseiten, die in anderen Teilen der Welt beliebt sind, werden weniger berücksichtigt.

Wer sich für ältere, noch kostenlose Stände der Alexa-Daten interessiert kann viele Versionen davon beim Internet Archive herunterladen.

Alexa wurde 1996 von Brewster Kahle, dem Vorsitzenden des Internet Archive, gegründet. Mit dem gleichnamigen digitalen Assistenten von Amazon hat die Firma jedoch nichts zu tun. In der Anfangszeit kooperierten Alexa und das Internet Archive eng miteinander, die frühen Versionen der Wayback Machine, die Webseiten archiviert, wurden von Alexa erfasst. Seit 1999 gehört Alexa zu Amazon.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Screenshots zeigen neue Oberfläche
Windows 11 geleakt

Durch einen Leak der ISO von Microsofts Betriebssystem Windows 11 sind Details der Benutzeroberfläche inklusive des Startmenüs bekannt geworden.

Screenshots zeigen neue Oberfläche: Windows 11 geleakt
Artikel
  1. Suchmaschinen: Huawei könnte bei Google-Konkurrent Qwant einsteigen
    Suchmaschinen
    Huawei könnte bei Google-Konkurrent Qwant einsteigen

    Die französische Suchmaschine Qwant macht weiterhin mehr Verluste als Umsatz. Das Geld von Huawei kann sie daher dringend gebrauchen.

  2. Mikromobilität: Im Rhein liegen Hunderte E-Scooter
    Mikromobilität
    Im Rhein liegen Hunderte E-Scooter

    Sie aus dem Wasser holen zu lassen ist zumindest einem Vermieter der E-Scooter zu teuer.

  3. Elon Musk: Tesla-Chef verkauft sein letztes Haus in Kalifornien
    Elon Musk
    Tesla-Chef verkauft sein letztes Haus in Kalifornien

    Seit Mitte 2020 trennt sich Elon Musk nach und nach von seinen Immobilien. Nun verkauft er sein letztes Anwesen - eine Villa in Kalifornien.

Der schwarze... 22. Nov 2016

So sehe ich das auch... ich installiere mir grundsätzlich keine Toolbars oder solchen...

dabbes 22. Nov 2016

Und wer installiert sich schon die Toolbar?

dabbes 22. Nov 2016

Installiert sich wirklich noch wer deren Toolbar? Oder wird die bei der Installation...

goto10 22. Nov 2016

Erstaunlich, dass international die Seiten cdu.de spd.de gruene.de dielinke.de so weit...

Mopsmelder500 22. Nov 2016

wer will schon die Statistik


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Crucial MX500 500GB 48,99€ • Amazon-Geräte günstiger • WD Black SN850 500GB PCIe 4.0 89€ • Apple iPhone 12 mini 64GB Rot 589€ • Far Cry 6 + Steelbook PS5 69,99€ • E3-Aktion: Xbox-Spiele bei MM günstiger • Amazon Music Ultd. 6 Mon. gratis bei Kauf eines Echo Dot (4. Gen.) [Werbung]
    •  /