Verfügbarkeit und Fazit

Sonos verkauft die Beam-Soundbar zum Preis von 450 Euro. Die Command Bar von Polk kostet 400 Euro, es gibt sie vorerst nur exklusiv bei Amazon und auch nur für Prime-Kunden. Der Hersteller hat bei der Entwicklung der Soundbar eng mit dem Alexa-Anbieter zusammengearbeitet und vermarktet das Produkt derzeit vor allem über die Amazon-Webseite. Erst ab September 2018 soll es die Command Bar auch im regulären Handel geben.

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Der Markt für smarte Lautsprecher ist noch recht jung. Bisher gibt es vor allem Geräte mit Monoklang. Wer Stereoklang möchte, musste bisher meist ein zweites Gerät kaufen und dieses entsprechend als Multiroomsystem konfigurieren. Hier setzen Sonos und Polk mit ihren Soundbars andere Akzente und bieten Geräte mit Stereoklang an - ohne etwas zusätzlich kaufen zu müssen. Zugleich werden die Soundbars vielseitiger: Denn sie können nicht nur zur Musikbeschallung verwendet werden, sondern sorgen auch für einen besseren Klang des Flachbildfernsehers.

Die Beam von Sonos und die Command Bar von Polk nutzen Amazons Alexa als digitalen Assistenten, um auf Zuruf die Musik zu steuern, smarte Lampen zu schalten, sich den Wetterbericht oder aktuelle Nachrichten anzusagen oder eben auch ein Fire-TV-Gerät mit der Sprache zu bedienen. Dabei stießen wir auf eine ärgerliche Alexa-Beschränkung: Sobald ein Alexa-Lautsprecher verwendet wird, der kein Echo-Gerät ist, reagiert die Fire-TV-Steuerung per Sprache deutlich langsamer.

Vor allem beim Pausieren ist es inakzeptabel, wie langsam die Steuerung über einen Alexa-Lautsprecher eines Drittherstellers ist. Einer der Vorzüge einer smarten Soundbar ist somit hinfällig. Wer sein Fire-TV-Gerät unbedingt per Sprache bedienen will, kauft sich zur Beam oder Command Bar daher lieber noch einen Echo Dot dazu und erledigt das alles damit. Auf Pausen reagiert das Fire-TV-Gerät dann in angemessener Geschwindigkeit und störendes Verringern der Wiedergabelautstärke entfällt ebenfalls.

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Wer sich derzeit einen Alexa-Lautsprecher kauft, der nicht von Amazon ist, muss sich auf weitere Beschränkungen einstellen. Denn Amazon gewährt Drittherstellern ärgerlicherweise nicht den kompletten Alexa-Funktionsumfang. Dabei wäre es praktisch, könnten wir mit den beiden Soundbars andere Alexa-Lautsprecher anrufen. Auch die Alexa-Multiroom-Unterstüztung könnte eine sinnvolle Ergänzung sein, wird aber nicht unterstützt. Auch Smart-Home-Gruppen können nur für Echo-Geräte angelegt werden. Amazon sollte sich sputen, alle Funktionen für Alexa auch für alle Geräte anzubieten.

  • Oben Polks Command Bar mit dem externen Subwoofer, daneben und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Oberfläche der Command Bar spiegelt sich das Fernsehbild recht stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Alexa-Leuchtring an der Command Bar ist auch aus dem Augenwinkel gut erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Alexa-Aktivierung wird bei der Beam nur dezent angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Polks Command Bar besteht aus einem drahtlos angebundenen Subwoofer und einer Infrarotfernbedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Rückseite des Command-Bar-Subwoofers befinden sich eine Verbindungstaste und der Stromanschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Subwoofer verhilft der Command Bar zu einem guten Tiefbass. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An die Command Bar können parallel drei Zuspielgeräte angeschlossen werden, das HDMI-Signal wird durchgeleitet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine HDMI-Buchse hat eine spezielle Ausbuchtung für Amazons Fire TV Stick. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier passt der Fire TV Stick optimal rein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Infrarotfernbedienung für die Command Bar (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei der Command Bar ist das Netzteil extern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonos' Soundbar Beam (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die gesamte Oberseite der Beam-Soundbar spiegelt das Fernsehbild deutlich erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Beam von Sonos hat nur eine HDMI-Buchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Adapter kann der Ton auch über ein optisches TOS-Kabel zur Beam gelangen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Oben Polks Command Bar mit dem externen Subwoofer, daneben und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Sowohl Sonos' Beam als auch Polks Command Bar haben Mikrofone, die gut reagieren. Wenn die Musik sehr laut ist, müssen wir lauter sprechen, werden aber immer noch verstanden. Die Command Bar hat deutlich mehr Anschlussmöglichkeiten als die Beam-Soundbar. Wenn beide direkt mit dem Fernseher verbunden werden und der Ton von dort kommt, macht das in der Praxis keinen Unterschied. Wer aber die Soundbar etwa im Zusammenspiel mit einem Beamer nutzt, wird sich freuen, wenn er bis zu drei Geräte an der Command Bar betreiben kann.

Leider reflektieren beide Modelle das Fernsehbild zu stark auf dem Gehäuse, so dass es beim Schauen ständig störende Reflexionen gibt. Diese sind bei der Beam-Soundbar zwar stärker, aber auch bei der Command Bar vorhanden. Hier sollten die Hersteller bei einer neuen Gerätegeneration nachbessern und eine garantiert nicht spiegelnde Oberfläche wählen. Ein mattes Gehäuse - auch wenn es nach innen gewölbt ist - genügt da nicht. Wer das umgehen möchte, darf die Soundbar nicht direkt vor dem Fernseher aufstellen.

Klanglich liegen die Soundbars recht dicht beieinander. Beide hängen alle anderen smarten Lautsprecher am Markt bei der Klangqualität locker ab - dazu gehört auch Apples Homepod. Die Command Bar liefert durch das breitere Gehäuse und den dadurch besser erkennbaren Stereoeffekt mehr Räumlichkeit als die Beam. Außerdem erzeugt der externe Polk-Subwoofer einen intensiveren Tiefbass als die Basseinheit in der Beam.

Dafür hat die Beam einen etwas klareren Klang, der sich bei Fernsehinhalten gut macht, ohne bei knalligen Actionszenen auf Dynamik verzichten zu müssen. Im Bereich Musik ziehen wir hingegen die Command Bar der Beam vor. In Anbetracht der geringeren Größe der Beam-Soundbar ist es erstaunlich, wie gut der Sonos-Lautsprecher im Vergleich zur Command Bar klingt. Für die geringe Größe ist das Ergebnis sehr gut.

Sonos liefert zusätzlich zum klaren Klangbild eine spezielle Dialogverbesserung, die die Verständlichkeit in Filmen und Serien nochmals verstärkt und dabei noch angenehm klingt. Auch die Command Bar bietet eine ähnliche Funktion, das Ergebnis ist aber weniger überzeugend und wir möchten damit keinen ganzen Film sehen. Auch im Nachtmodus liefern die Sonos-Funktionen ein besseres Ergebnis, weil Dynamikspitzen wirksamer abgeschnitten werden - die Command Bar kappt die Dynamik im Nachtbetrieb weniger effizient. Wer auf solche Funktionen großen Wert legt, ist mit der Beam besser bedient.

Es ist schade, dass Sonos die Beam bezüglich der unterstützten Audiododecs unnötigerweise auf Dolby Digital beschränkt und Formate wie dts nicht unterstützt. Hier zeigt sich die Command Bar offener und macht dem Nutzer weniger Probleme.

  • Oben Polks Command Bar mit dem externen Subwoofer, daneben und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Oberfläche der Command Bar spiegelt sich das Fernsehbild recht stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Alexa-Leuchtring an der Command Bar ist auch aus dem Augenwinkel gut erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Alexa-Aktivierung wird bei der Beam nur dezent angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Polks Command Bar besteht aus einem drahtlos angebundenen Subwoofer und einer Infrarotfernbedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Rückseite des Command-Bar-Subwoofers befinden sich eine Verbindungstaste und der Stromanschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Subwoofer verhilft der Command Bar zu einem guten Tiefbass. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An die Command Bar können parallel drei Zuspielgeräte angeschlossen werden, das HDMI-Signal wird durchgeleitet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine HDMI-Buchse hat eine spezielle Ausbuchtung für Amazons Fire TV Stick. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier passt der Fire TV Stick optimal rein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Infrarotfernbedienung für die Command Bar (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei der Command Bar ist das Netzteil extern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonos' Soundbar Beam (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die gesamte Oberseite der Beam-Soundbar spiegelt das Fernsehbild deutlich erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Beam von Sonos hat nur eine HDMI-Buchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Adapter kann der Ton auch über ein optisches TOS-Kabel zur Beam gelangen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Polks Command Bar besteht aus einem drahtlos angebundenen Subwoofer und einer Infrarotfernbedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Zudem punktet das Sonos-System damit, dass die Beam durch Zukauf entsprechender Lautsprecher auch zu einem vollwertigen Surround-Sound-System aufgemotzt werden kann - mit einem entsprechenden Mehrpreis. Mit der Command Bar ist das nicht vorgesehen. Außerdem unterstützt Sonos die meisten Musikstreaminganbieter, dafür fehlt eine Bluetooth-Zuspielung. Wer ein Apple-Gerät besitzt, kann auf die Sonos-Lautsprecher mittels Airplay 2 mittlerweile auch Musik auf Sonos-Lautprecher bekommen. Eine vergleichbare Unterstützung von Google Cast für Android-Geräte fehlt aber schmerzlich. Die Polk-Soundbar kann via Bluetooth Musik von allen entsprechenden Quellen abspielen - dabei muss aber die Beschränkung bei der Reichweite berücksichtigt werden.

Wer derzeit einen smarten Lautsprecher mit möglichst gutem Klang für das Wohnzimmer sucht, wird an der Beam von Sonos und der Command Bar von Polk nicht vorbeikommen. Ein besseres Klangbild als die beiden liefert kein anderer smarter Lautsprecher am Markt. Die Command Bar gefällt uns für Musikgenuss besser, dafür schneidet die Beam beim Fernsehkonsum besser ab.

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 Sprachsteuerung eines Fire-TV-Geräts zu träge
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narfomat 31. Jul 2018

"audiophil" ist 1. nicht unbedingt ein positiv belegter begriff (zählen sich doch leute...

John2k 31. Jul 2018

Herzlichen Glückwunsch. Wenn es den für den Anwendungsfall ausreicht. Ich hab lieber...

Eisklaue 30. Jul 2018

Vorteil ist eben das du nur ein System hast, nicht zwei. Und für die meisten reicht der...

narfomat 30. Jul 2018

ein FQR-schrieb von den dingern wuerd mich auch mal interessieren, am besten noch mit...



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