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Sprachsteuerung eines Fire-TV-Geräts zu träge

Generell kann ein Alexa-Lautsprecher mit einem Fire-TV-Gerät gekoppelt werden. Seit Februar 2018 steht die Funktion in Deutschland bereit. Dazu wird in der Alexa-App festgelegt, welcher Alexa-Lautsprecher mit dem eigenen Fire-TV-Gerät verbunden werden soll - falls mehr als ein Alexa-Lautsprecher mit dem entsprechenden Amazon-Konto verknüpft ist. An sich ist es erfreulich, dass diese Möglichkeit auch für Alexa-Lautsprecher zur Verfügung steht, die keine Echo-Geräte sind. Ansonsten hat Amazon größere Alexa-Verbesserungen in der Vergangenheit immer mal wieder nur für die eigenen Echo-Geräte bereitgestellt.

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Somit funktioniert die Fire-TV-Steuerung auf Zuruf mit beiden Alexa-Soundbars. In der Praxis sind wir dann aber auf eine störende Einschränkung gestoßen: Sobald wir einen Sprachbefehl für das Fire-TV-Gerät ausrufen, gibt es einige Wartesekunden, bis das Fire-TV-Gerät reagiert. Besonders lästig ist das beim Pausieren. Nachdem wir "Alexa, Pause" gesagt haben, dauert es um die 3 Sekunden, bis die Wiedergabe angehalten ist. Das dauert zu lange und ist damit nicht vernünftig nutzbar.

Wir probierten das Ganze mit einem einfachen Echo Dot. Wenn wir darüber die Fire-TV-Wiedergabe pausieren, hält der Film in dem Moment an, in dem das Wort Pause gesagt wurde. Das System reagiert also so, wie wir es erwarten. Wir probierten die Fire-TV-Steuerung mit der Sprache mit weiteren Alexa-Lautsprechern anderer Hersteller und bei allen ergab sich das gleiche Bild: Sobald wir einen Alexa-Lautsprecher eines Drittherstellers verwendeten, reagierte das Fire-TV-Gerät auf Sprachbefehle erst mit einer Verzögerung von um die 3 Sekunden - und damit deutlich langsamer als mit einem Echo-Lautsprecher. Offenbar gewährt Amazon den eigenen Echo-Geräten hier mal wieder einen Wettbewerbsvorteil.

  • Oben Polks Command Bar mit dem externen Subwoofer, daneben und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Oberfläche der Command Bar spiegelt sich das Fernsehbild recht stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Alexa-Leuchtring an der Command Bar ist auch aus dem Augenwinkel gut erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Alexa-Aktivierung wird bei der Beam nur dezent angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Polks Command Bar besteht aus einem drahtlos angebundenen Subwoofer und einer Infrarotfernbedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Rückseite des Command-Bar-Subwoofers befinden sich eine Verbindungstaste und der Stromanschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Subwoofer verhilft der Command Bar zu einem guten Tiefbass. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An die Command Bar können parallel drei Zuspielgeräte angeschlossen werden, das HDMI-Signal wird durchgeleitet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine HDMI-Buchse hat eine spezielle Ausbuchtung für Amazons Fire TV Stick. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier passt der Fire TV Stick optimal rein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Infrarotfernbedienung für die Command Bar (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei der Command Bar ist das Netzteil extern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonos' Soundbar Beam (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die gesamte Oberseite der Beam-Soundbar spiegelt das Fernsehbild deutlich erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Beam von Sonos hat nur eine HDMI-Buchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Adapter kann der Ton auch über ein optisches TOS-Kabel zur Beam gelangen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Durch die lange Wartezeit wollten wir vor allem die Pausenfunktion nicht verwenden. Die Fire-TV-Steuerung klingt also vielversprechender, als sie es in der Praxis ist. Dabei zeigt sich auch noch ein weiteres Problem: Sowohl die Beam als auch die Command Bar regeln den Ton herunter, sobald das Alexa-Signalwort ertönt. Das ist bei beiden nicht abschaltbar. Wenn wir dann während einer Dialogszene das Pausenkommando rufen, geht das Gesprochene unter. Schade finden wir, dass wir mit der Pausetaste auf der Beam-Soundbar die Wiedergabe auf einem verknüpften Fire-TV-Gerät nicht anhalten können - die Taste zeigt keine Wirkung und ist nur beim Musik-Streaming nutzbar.

Hier hat ein separat aufgestellter Echo-Lautsprecher einen entscheidenden Vorteil. Dann wird über diesen das Fire-TV-Gerät mit der Sprache bedient, ohne dass darauf der Fernsehton läuft: Die Wiedergabelautstärke wird dann auf der Soundbar nicht reduziert, auch Dialoge bleiben dadurch während eines gesprochenen Kommandos besser verstehbar. Und außerdem reagiert das gesamte System direkter. Wer sich also eine smarte Soundbar vor allem für eine Fire-TV-Steuerung auf Zuruf zulegt, ist eigentlich mit einem separat aufgestellten Echo Dot besser bedient.

Wenn wir mit einer der Soundbars mittels Alexa einen Timer stellen oder eine Erinnerung anlegen, stört das den Filmgenuss. Ertönt ein Timer oder eine Erinnerung, wird der Videostream nicht angehalten, sondern läuft weiter. Dabei wird die Lautstärke des Videostreams abgesenkt, sodass wir Dialoge kaum mehr verstehen können. Die Integration von Fire TV und Alexa ist hier sehr schlecht umgesetzt.

Musikzuspielung abseits des Alexa-Systems

Wenn Musik nicht per Zuruf auf den Soundbars abgespielt werden soll, gibt es sehr grundlegende Unterschiede. Die Command Bar bietet den von den Echo-Lautsprechern bekannten Funktionsumfang. Wer von einem anderen Musikstreamingdienst oder von Youtube Musik auf dem Lautsprecher abspielen möchte, verwendet eine Bluetooth-Verbindung. Dabei gilt es, die Bluetooth-Reichweite einzuhalten, sonst kommt es zu Wiedergabestörungen.

Sonos verfolgt hier einen komplett anderen Ansatz: Bluetooth-Zuspielung unterstützt die Beam generell nicht. Im Gegenzug hat Sonos die meisten wichtigen Musikstreamingdienste in sein System integriert. Der Kunde kann vom Smartphone aus Musik von 58 Streamingdiensten auf der Soundbar abspielen. Das Heraussuchen der Musik erfolgt dann immer vom Smartphone - auf Zuruf kann dann immerhin noch die Wiedergabe pausiert und die Lautstärke verändert werden. Aber das Abspielen bestimmter Titel, Alben oder Künstler auf Zuruf geht nur mit den von Amazon unterstützten Diensten. Googles Neuzugang Youtube Music fehlt im Sonos-System noch. Es ist aber damit zu rechnen, dass dieser nachgereicht wird - einen Termin hat Sonos dafür bislang nicht genannt.

  • Oben Polks Command Bar mit dem externen Subwoofer, daneben und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben Polks Command Bar und direkt darunter die kompaktere Beam von Sonos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Oberfläche der Command Bar spiegelt sich das Fernsehbild recht stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Alexa-Leuchtring an der Command Bar ist auch aus dem Augenwinkel gut erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Alexa-Aktivierung wird bei der Beam nur dezent angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Polks Command Bar besteht aus einem drahtlos angebundenen Subwoofer und einer Infrarotfernbedienung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Rückseite des Command-Bar-Subwoofers befinden sich eine Verbindungstaste und der Stromanschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Subwoofer verhilft der Command Bar zu einem guten Tiefbass. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An die Command Bar können parallel drei Zuspielgeräte angeschlossen werden, das HDMI-Signal wird durchgeleitet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine HDMI-Buchse hat eine spezielle Ausbuchtung für Amazons Fire TV Stick. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier passt der Fire TV Stick optimal rein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Infrarotfernbedienung für die Command Bar (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei der Command Bar ist das Netzteil extern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonos' Soundbar Beam (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die gesamte Oberseite der Beam-Soundbar spiegelt das Fernsehbild deutlich erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Beam von Sonos hat nur eine HDMI-Buchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Adapter kann der Ton auch über ein optisches TOS-Kabel zur Beam gelangen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die gesamte Oberseite der Beam-Soundbar spiegelt das Fernsehbild deutlich erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bis vor kurzem gab es keine andere Möglichkeit, Musik aus anderen Diensten oder Apps auf einen Sonos-Lautsprecher zu bekommen. Zumindest für Besitzer mit einem iOS-Gerät hat sich das erst kürzlich geändert. Neuere Sonos-Lautsprecher unterstützen Apples Airplay 2 - dazu gehört auch die Beam-Soundbar. Damit kann auf einem iOS-Gerät aus jeder beliebigen App heraus Musik auf der Soundbar abgespielt werden. Dabei reagieren die Sonos-Lautsprecher beim Pausieren schneller als bei Apples eigenem smarten Lautsprecher, dem Homepod. Bei diesem dauert es immer so um die 2 Sekunden, bis die Wiedergabe fortgesetzt oder angehalten wird.

Eine vergleichbare Technik steht für Android-Geräte mit Google Cast zwar bereit, wird von Sonos jedoch leider nicht unterstützt. Wer einen Android-TV-Fernseher besitzt oder einen Chromecast nutzt, kann diese aber verwenden, um über Googles Cast-Protokoll Musik von beliebigen Apps auf der Beam abzuspielen.

Soundbars haben höheren Strombedarf

Wenn die Soundbar ständig lauscht, sorgt das auch für einen entsprechend hohen Strombedarf. An dieser Stelle ist ein kompakter Lautsprecher wie der Link 500 mit einem Verbrauch von 4 Watt im Leerlauf deutlich genügsamer. Apples Homepod ist mit knapp 2 Watt noch sparsamer. Der JBL-Lautsprecher verbraucht bei lauter Musik 6 bis 8 Watt, während der Homepod bei der Musikwiedergabe mit 8 bis 13 Watt bei Zimmerlautstärke wieder anspruchsvoller ist. Und wenn es noch lauter wird, steigt der Homepod-Wert auch mal auf 20 Watt und mehr an.

Die Command Bar verbraucht zusammen mit dem Subwoofer im Leerlauf 10 bis 11 Watt. Nur, wenn sie etwa eine Stunde nicht genutzt wurde, geht der Verbrauch auf 4 Watt herunter. Wenn wir Musik hören oder die Soundbar zum Filmeschauen nutzen, liegt der Verbrauch bei 11 bis 13 Watt - oder etwas mehr, wenn es besonders laut wird.

Hier agiert die Beam von Sonos von Haus aus etwas sparsamer. Nach dem Einschalten zeigt das Messgerät 5,3 Watt im Leerlauf und liegt damit deutlich unter den 10 bis 11 Watt der Command Bar, die sie im Leerlauf zunächst verbraucht. Das Messgerät bei der Beam springt bei der Wiedergabe beständig hin und her - das spricht für einen effizienten Strombedarf, während die Command Bar deutlich weniger Schwankungen aufweist. Die Anzeige auf dem Messgerät variiert immer wieder zwischen 8 Watt und bis zu 13 Watt, wenn es sehr laut ist.

In jedem Fall ist der Stromhunger bei beiden Soundbars größer als bei den kompakteren smarten Lautsprechern. Leider haben beide Soundbars keinen Ein- oder Ausschalter. Wer sie vom Strom nehmen will, muss also den Stecker ziehen oder eine schaltbare Steckdose dazwischenschalten.

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 Dialogverbesserung der Beam ist besser als bei der Command BarVerfügbarkeit und Fazit 
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narfomat 31. Jul 2018

"audiophil" ist 1. nicht unbedingt ein positiv belegter begriff (zählen sich doch leute...

John2k 31. Jul 2018

Herzlichen Glückwunsch. Wenn es den für den Anwendungsfall ausreicht. Ich hab lieber...

Eisklaue 30. Jul 2018

Vorteil ist eben das du nur ein System hast, nicht zwei. Und für die meisten reicht der...

narfomat 30. Jul 2018

ein FQR-schrieb von den dingern wuerd mich auch mal interessieren, am besten noch mit...


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