Alexa, Siri, Google: Bericht listet von Sprachassistenten gesammelte Daten auf

Fünf Sprachassistenten reagieren auf menschliche Kommandos, sammeln aber auch viele Daten über Personen und Geräte - etwa Browserverläufe.

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Der Astro Bot integriert Amazons Alexa und fährt durch die Wohnung.
Der Astro Bot integriert Amazons Alexa und fährt durch die Wohnung. (Bild: Amazon)

Das Magazin Reviews.org hat diverse Sprachassistenzsysteme großer Hersteller untersucht. Das Ziel: Herausfinden, welche Daten die Geräte von ihren menschlichen Nutzern sammeln. Diese können dann von den jeweiligen Unternehmen mehr oder weniger für eigene Zwecke genutzt werden.

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Für die Analyse hat sich die Publikation die jeweiligen Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen der Assistenten im Detail angeschaut. Dabei sollte beachtet werden: Es handelt sich hier um den internationalen und auf die USA fokussierten Markt. Datenschutzgesetze in Deutschland und der EU könnten einiges an Datensammelei unterbinden.

Das Ergebnis: die fünf Kontrahenten Amazon Alexa, Google Assistant, Apple Siri, Samsung Bixby und Microsoft Cortana sammeln allesamt sehr viele teils personenbezogene Daten von Usern: Darunter ihre Namen, Zeitzonen, Telefonnummern, Gerätestandorte, IP-Adressen und auch die Telefonnummern und Namen in den Adressbüchern der User.

Standort, Browsingverlauf und Suchanfragen

Einige Assistenten gehen sogar noch weiter: Alexa und Bixby haben etwa beide Zugriff auf die Bilder und Videos, die im jeweiligen Account gespeichert werden. Gleiches gilt für den Browsingverlauf, der von Alexa, Siri und Cortana aufgezeichnet und gesammelt wird. Google Assistant, Bixby und Cortana speichern derweil die Suchanfragen, die online getätigt werden.

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Alle Systeme sammeln über das eigene Gerät und Netzwerk, in dem sich das Gerät befindet, Daten. Dazu zählen die Gerätespezifikationen, Konfigurationen, Leistungswerte der Hardware und Verbindungsdaten des Netzwerks. Alle Hersteller wissen zudem, in welchem WLAN, inklusive Namen und Einwahlzeitpunkt, sich User aufhalten. Nur Alexa sammelt Informationen über den Internet-Dienstleister des Kunden.

Alle Assistenten außer Samsung Bixby erstellen zudem ein akustisches Modell der eigenen Stimme. Das kann der Identifikation mehrerer Personen im gleichen Haushalt und der Zuordnung von Daten dienen. Außerdem lernen Sprachassistenten stets aus den Sprachdaten der User und erkennen verschiedene Betonungen, Akzente und Sprachen mit der Zeit besser.

Unter den fünf Kontrahenten dürften Alexa, Google Assistant und Siri die in Deutschland am weitesten verbreiteten sein. Cortana wird von Microsoft eigentlich nur noch auf den B2B-Bereich fokussiert und Samsung Bixby ist in diversen Samsung-Geräten wie Smart-TVs und Smartphones eingebaut.

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