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Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.

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Mit der Brille Echo Frames will Alexa nichts mehr verpassen.
Mit der Brille Echo Frames will Alexa nichts mehr verpassen. (Bild: Amazon)

Die Brille ist mit Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet und soll Amazons Sprachassistentin Alexa mobil machen. Raus aus dem Wohnzimmer, raus auf die Straße. Die mobile Alexa sitzt in der U-Bahn, im Büro oder wandert in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Damit drängen jedoch all die Datenschutzprobleme, die der Eigentümer in seinen Privaträumen hinnehmen oder akzeptieren kann, ebenfalls auf die Straße und in die Intim- und Privatsphäre anderer Menschen.

Inhalt:
  1. Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
  2. Es könnte zu Ausschreitungen kommen

Die Brille sei zwar noch nichts für den Massenmarkt - ein sogenanntes Day1-Produkt - zeigt aber bereits, wohin die Reise geht, nämlich raus. Auch in einen Ring und in Hörstöpsel hat Amazon seine Sprachassistentin integriert. Der Ring nimmt allerdings nur auf Knopfdruck auf, die Stöpsel und die Brille lauschen, sofern sie eingeschaltet sind, kontinuierlich nach einem der Triggerworte. Ertönt das Wort, wird die Aufnahme an Amazon-Server zur Auswertung gesendet. Dazu sind die Geräte mit dem Smartphone gekoppelt. Allerdings nehmen sie auch alle Geräusche oder Gespräche in der Umgebung auf, sei es in der Öffentlichkeit oder in Privaträumen. Ein Datenschutzproblem.

Doch die Sprachassistenten sind längst nicht nur in speziellen Geräten untergebracht, sondern werden von vielen mit dem Mikrofon des Smartphones benutzt - was durchaus dazu führen kann, dass sich mitten in einem Gespräch das Smartphone zu Wort meldet und erklärt, dass es einen Sprachbefehl nicht verstanden habe. Denn Fehlaktivierungen gehören bei Sprachassistenten zum Alltag. Die Sprachbefehle und Fehlzündungen werden zudem von Amazon-Mitarbeitern transkribiert. Noch mehr Datenschutzprobleme. Wir fragen die Datenschutzbeauftragten aus Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern sowie die Bürgerrechtsorganisation Digitalcourage um Rat.

Einsatz in der Öffentlichkeit nicht verboten

"Es liegt in der Verantwortung der Nutzer, derartige Geräte nur so und nur dort einzusetzen, wo Dritte nicht in ihren Rechten verletzt werden", sagt der Landesdatenschutzbeauftragte aus Baden-Württemberg Stefan Brink. Grundsätzlich sei es möglich, Sprachassistenten - die selbst datenschutzkonform sein müssen - in der Öffentlichkeit zu nutzen, sagt Andreas Sachs, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht. Allerdings müsse der Sprachassistent im üblichen Rahmen eingesetzt werden, also zum Beispiel zum Absetzen eines Sprachbefehls auf der Straße oder in der U-Bahn. "Im öffentlichen Bereich unterhält man sich eher so, dass ein gewisses Mithören von Dritten erwartet wird. Dies gilt auch für den Einsatz eines datenschutzkonformen Sprachdienstes, bei dem die maschinelle Interpretation eines Sprachbefehls dann sozusagen Beiwerk ist", erklärt Sachs.

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"Anders würde es aussehen, wenn die Produkte gezielt eingesetzt würden, um ein sogenanntes nichtöffentlich gesprochenes Wort (zum Beispiel die absichtliche Aufnahme vertraulicher Gespräche von zwei anderen Personen) verdeckt aufzuzeichnen. Dies wäre dann eine Straftat und damit auch nicht datenschutzkonform", sagt Sachs. Ein Einsatz, bei dem ein nicht unerhebliches Risiko bestehe, dass das nicht-öffentlich gesprochene Wort von dritten Personen aufgenommen würde, sei damit problematisch, ergänzt der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar.

"Die Nutzer von automatischen Sprachassistenzsystemen sollten daher darauf achten, dass diese bei Anwesenheit von unbeteiligten Personen ausgeschaltet sind oder betroffene Personen darauf hingewiesen werden, dass ein automatisches Sprachassistenzsystem im Hintergrund läuft", sagt Caspar. Dies gelte auch für Sprachassistenten auf Smartphones, für die prinzipiell die gleichen Regeln gelten wie für spezialisierte Geräte, fügt Sachs hinzu. Doch wie ist die Situation im heimischen Wohnzimmer?

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Es könnte zu Ausschreitungen kommen 
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/mecki78 17. Okt 2019

Ein Pufferspeicher wird nur benötigt, wenn erst aufgezeichnet und dann auswertet wird...

/mecki78 17. Okt 2019

Und das macht sie, indem sie die Audiodaten an einem Chip leitet, der in Echtzeit...

Ach 07. Okt 2019

Ist das sarkastisch gemeint? Wenn dir dazu, was man in einer Gesellschaft alles...

trinkhorn 07. Okt 2019

Dann muss mans nurnoch so programmieren, das nicht für jeden Gedanken "jetzt könnt ich...

club-mate 07. Okt 2019

Clouds haben damit gar nichts zu tun. Ob persönliche Daten von solchen Geräten jetzt in...


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