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Es könnte zu Ausschreitungen kommen

"In Privaträumen - zum Beispiel im Wohnzimmer - greift das sogenannte Haushaltsprivileg, was bedeutet, dass die Datenschutzgrundverordnung nicht anwendbar ist", erklärt Sachs. Ein Besucher, der sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sieht, müsste dann zivilrechtlich gegen den Anwender eines Sprachassistenten vorgehen.

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"Jedenfalls kann die (auch beiläufige) Aufzeichnung des nicht öffentlich gesprochenen Wortes Dritter eine Straftat darstellen - Betroffenen steht insoweit ein Notwehrrecht zu", sagt Brink. Er erinnert an die Debatte und die Reaktionen rund um die Google Glass. Träger der Brille durften manche Orte nicht betreten oder wurden beschimpft. Wenn man Personen dazu auffordert, ihren Sprachassistenten zu deaktivieren, habe dies ein gewisses Eskalationspotenzial, sagt Brink. Zudem könne man nie wissen, ob der Assistent wirklich deaktiviert wurde.

Auch Padeluun von der Datenschutzorganisation Digitalcourage erinnert die Brille von Amazon an die Google Glass. "Hier steht zu befürchten, dass Nutzer solcher Techniken, so sie denn erkannt werden, Aggressionen hervorrufen werden. Das könnte also regelrecht zu einem kleinen 'Bürgerkrieg' auf den Gehsteigen und Gaststätten der Republik führen", sagt er Golem.de.

Doch neben der potenziellen Verletzung von Persönlichkeitsrechten sowie möglichen Auseinandersetzungen gibt es noch einen ganz banalen Grund, warum Sprachassistenten nicht in der Öffentlichkeit beziehungsweise dauerhaft aktiviert betrieben werden sollten. Denn die Geräte reagieren nicht nur auf die Sprachbefehle ihrer Besitzer und können durchaus auch von Personen in der Umgebung oder von Medieninhalten, wie zum Beispiel Radiobeiträgen oder Videos aktiviert werden. Denn mit der Brille und den Ohrstöpseln lassen sich auch jede Menge Geräte im Smart Home triggern - und wer möchte schon, dass Umstehende das Licht oder die Heizung zu Hause einschalten können - oder ein Puppenhaus kaufen. Mit einer neuen Funktion lassen sich die Aufnahmen per Sprachbefehl von den Amazon-Servern löschen. Beim verlassen einer U-Bahn könnte also auch der Satz "Alexa, lösche alles, was ich heute gesagt habe" die eigenen Persönlichkeitsrechte schützen.

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 Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
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/mecki78 17. Okt 2019

Ein Pufferspeicher wird nur benötigt, wenn erst aufgezeichnet und dann auswertet wird...

/mecki78 17. Okt 2019

Und das macht sie, indem sie die Audiodaten an einem Chip leitet, der in Echtzeit...

Ach 07. Okt 2019

Ist das sarkastisch gemeint? Wenn dir dazu, was man in einer Gesellschaft alles...

trinkhorn 07. Okt 2019

Dann muss mans nurnoch so programmieren, das nicht für jeden Gedanken "jetzt könnt ich...

club-mate 07. Okt 2019

Clouds haben damit gar nichts zu tun. Ob persönliche Daten von solchen Geräten jetzt in...


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