Alexa Answers: Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen
"Das weiß ich leider nicht", hören Nutzer von Alexa-Lautsprechern recht häufig, weil eine Wissensfrage nicht beantwortet werden kann. Die Funktion smarter Lautsprecher, sich einfache Wissensfragen auf Zuruf beantworten zu lassen, ist praktisch und beliebt. Allerdings ist es frustrierend, wenn der digitale Assistent die Frage nicht beantworten kann.
An diesem Punkt will Amazon mit der Plattform Alexa Answers(öffnet im neuen Fenster) ansetzen. Nutzer können sich darüber Fragen anschauen, die von Alexa nur mit "Das weiß ich leider nicht" beantwortet werden konnten. Sie können eine passende Antwort dafür schreiben, die dann in das Alexa-Ökosystem integriert wird. Die Antwort darf nicht länger als 300 Zeichen sein, denn bei Nutzung eines Sprachassistenten ist es angenehm, kurze Antworten zu erhalten.
Antworten von Alexa Answers werden gekennzeichnet
Wer auf einem Alexa-Gerät dann eine Antwort gesagt bekommt, die über die Alexa-Answers-Plattform eingegeben wurde, bekommt am Ende der Antwort den Hinweis, dass diese von einem Amazon-Kunden stammt. In einem internen Betatest wurde Alexa Answers bereits seit Ende 2018 getestet, ab sofort ist der Dienst verfügbar – allerdings vorerst nur in den USA.
Damit Nutzer ihre Freizeit investieren, um Antworten für Alexa zu schreiben, gibt es in Alexa Answers ein Punktesystem als Anreiz. Wer eine Antwort geschrieben hat, die von anderen Alexa-Nutzern angehört wird, bekommt bei jeder Beantwortung entsprechende Punkte. Auch für das Schreiben von Antworten soll es Punkte geben.
Damit Amazon über Alexa Answers die besten Antworten erhält, gibt es ein internes Bewertungssystem. Nur die am besten bewertete Antwort wird dann Alexa-Kunden zur Verfügung gestellt. Amazon will mit automatischen Systemen dafür sorgen, dass keine anstößigen oder irgendwie unpassenden Antworten in das Alexa-System integriert werden.
Google Assistant bei Wissensfragen oftmals besser
Bisher schneidet Google Assistant bei Wissensfragen oftmals besser ab als Alexa. Der Grund ist banal: Der Google Assistant greift auf die Google-Suche und den Knowledge-Graph zurück. Beide Dienste darf Amazon für Alexa nicht nutzen. Aber auch Google Assistant kann noch längst nicht jede Frage beantworten und muss oft passen. Bei der Beantwortung der Fragen gibt es dann aber auch noch qualitative Unterschiede. Mal liefert Alexa die bessere Antwort, mal ist es Google Assistant. Mit einer Plattform wie Alexa Answers könnte Amazon hier zu Google Assistant aufholen – vorausgesetzt, Amazon findet genügend Freiwillige, die bei der Beantwortung von Fragen helfen.
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