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Alexa: Amazon hat fremde Sprachdateien weitergegeben

Auf die Nachfrage eines Echo-Nutzers nach den von ihm gespeicherten Daten hat Amazon ihm rund 1.700 Audiodateien einer völlig fremden Person ausgehändigt. Laut dem Unternehmen handelt es sich um einen Einzelfall, der auf einem menschlichen Fehler beruht.
/ Tobias Költzsch
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Amazon hat ein Problem mit der Sicherheit. (Bild: Amazon)
Amazon hat ein Problem mit der Sicherheit. Bild: Amazon

Amazon hat einem Kunden Sprachdateien einer anderen Person ausgehändigt. Die C't berichtet(öffnet im neuen Fenster), der Nutzer habe bei Amazon um die Auskunft bezüglich der zu ihm gespeicherten Daten gebeten; nach zwei Monaten erhielt er eine ZIP-Datei, die neben 50 auf seine Person bezogene Daten auch rund 1.700 Sprachdateien enthielt.

Das Problem: der besagte Nutzer besitzt keinen Echo-Lautsprecher und hat noch nie Amazons Sprachassistenten Alexa verwendet. Sämtliche Sprachdateien stammen von einem anderen, ihm unbekannten Nutzer – Amazon hat schlicht die Dateien verwechselt.

Keine Antwort von Amazon

Auf Nachfrage soll der Nutzer, der anonym bleiben will, keine Antwort von Amazon erhalten haben. Der Download-Link zu den ihm zur Verfügung gestellten Dateien sei aber nach der Anfrage nicht mehr online gewesen. Der Nutzer hatte die Daten aber direkt gespeichert und sie vertraulich an die C't zur Analyse weitergegeben.

Die Aufnahmen sollen aus der Intimsphäre stammen – C't schreibt von Aufnahmen aus Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad. Die Zeitschrift konnte anhand der aus den Sprachaufzeichnungen gewonnenen Daten den Besitzer des Lautsprechers ausfindig machen. Wie sich herausstellte, hatte Amazon den Nutzer nicht über die versehentliche Weitergabe seiner Daten informiert, sondern erst, nachdem die C't ihre Anfrage gestellt hatte.

Laut Amazon soll es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handeln, der auf einem menschlichen Fehler basiere. Ob das Unternehmen das Datenleck an die Datenschutzbehörde gemeldet hat, wollte Amazon auf Nachfrage der C't nicht beantworten. Der betroffene Echo-Nutzer bekam als Entschädigung eine kostenlose Prime-Mitgliedschaft und zwei Echo-Lautsprecher.


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