Alexa:Amazon hat fremde Sprachdateien weitergegeben
Auf die Nachfrage eines Echo-Nutzers nach den von ihm gespeicherten Daten hat Amazon ihm rund 1.700 Audiodateien einer völlig fremden Person ausgehändigt. Laut dem Unternehmen handelt es sich um einen Einzelfall, der auf einem menschlichen Fehler beruht.
Amazon hat ein Problem mit der Sicherheit.Bild:
Amazon
Amazon hat einem Kunden Sprachdateien einer anderen Person ausgehändigt. Die C't berichtet(öffnet im neuen Fenster), der Nutzer habe bei Amazon um die Auskunft bezüglich der zu ihm gespeicherten Daten gebeten; nach zwei Monaten erhielt er eine ZIP-Datei, die neben 50 auf seine Person bezogene Daten auch rund 1.700 Sprachdateien enthielt.
Das Problem: der besagte Nutzer besitzt keinen Echo-Lautsprecher und hat noch nie Amazons Sprachassistenten Alexa verwendet. Sämtliche Sprachdateien stammen von einem anderen, ihm unbekannten Nutzer – Amazon hat schlicht die Dateien verwechselt.
Auf Nachfrage soll der Nutzer, der anonym bleiben will, keine Antwort von Amazon erhalten haben. Der Download-Link zu den ihm zur Verfügung gestellten Dateien sei aber nach der Anfrage nicht mehr online gewesen. Der Nutzer hatte die Daten aber direkt gespeichert und sie vertraulich an die C't zur Analyse weitergegeben.
Die Aufnahmen sollen aus der Intimsphäre stammen – C't schreibt von Aufnahmen aus Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad. Die Zeitschrift konnte anhand der aus den Sprachaufzeichnungen gewonnenen Daten den Besitzer des Lautsprechers ausfindig machen. Wie sich herausstellte, hatte Amazon den Nutzer nicht über die versehentliche Weitergabe seiner Daten informiert, sondern erst, nachdem die C't ihre Anfrage gestellt hatte.
Laut Amazon soll es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handeln, der auf einem menschlichen Fehler basiere. Ob das Unternehmen das Datenleck an die Datenschutzbehörde gemeldet hat, wollte Amazon auf Nachfrage der C't nicht beantworten. Der betroffene Echo-Nutzer bekam als Entschädigung eine kostenlose Prime-Mitgliedschaft und zwei Echo-Lautsprecher.
Bild 1/24: Amazons Echo Show (2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/24: Der Echo Show (2018) hat oben drei Knöpfe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/24: Die Lautsprecher im Echo Show (2018) strahlen seitlich ab. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/24: Die Rückseite des Echo Show (2018) hat einen Stoffbezug. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/24: Auf der Rückseite des Echo Show (2018) befindet sich der Stromanschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/24: Mit der Stummschalttaste kann der Echo Show (2018) ausgeschaltet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/24: Das Netzteil-Kabel des Echo Show (2018) ragt hinten aus dem Gehäuse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/24: Amazons Echo Show (2018) mit geöffnetem Browser (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/24: Bei Musik von Amazon Music werden Liedtexte angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/24: Mit dem Equalizer kann der Klang des Echo Show (2018) verändert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/24: Amazon Prime Video ist auf dem Echo Show (2018) verfügbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/24: Im Browser lassen sich Inhalte der Mediatheken deutscher TV-Sender abspielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 13/24: Das Einstellungsmenü des Echo Show (2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 14/24: Lesezeichen im Browser müssen über den Touchscreen gestartet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 15/24: Startseite von Firefox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 16/24: Golem.de Homepage in Silk auf dem Echo Show (2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 17/24: Startseite von Silk (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 18/24: In Silk können wir uns zwar bei Netflix einloggen, aber nichts wiedergeben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/24: Im Schnellstartmenü gibt es neue Funktionen, um Smart-Home-Geräte umzuschalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/24: Der Startbildschirm des Echo Show (2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/24: Wir können vom Display aus einen Wecker erstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/24: Youtube läuft auf dem Echo Show. (2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/24: In der Prime-Video-Watchlist fehlt die Prime-Banderole. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/24: Die Lampensteuerung zeigt nicht, ob eine Lampe an oder aus ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)