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Alex Karp: Palantir-CEO skizziert Trump-freundliche Agenda

In einem Interview betont Alex Karp die Vorteile von KI für die Arbeiterklasse und den Machtverlust, den gebildete Wähler erleiden könnten.
/ Mike Faust
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Der Palantir-CEO Alex Karp hält seine Software für gefährlich, aber notwendig. (Bild: COFFRINI / AFP via Getty Images)
Der Palantir-CEO Alex Karp hält seine Software für gefährlich, aber notwendig. Bild: COFFRINI / AFP via Getty Images

Nachdem Palantir-CEO Alex Karp bereits die Immigration von Arbeitskräften durch den Einsatz von KI für überflüssig erklärt hat, liefert er der republikanischen Trump-Regierung in den USA weitere Argumente für den Einsatz der Software seines Unternehmens.

In einem Interview mit CNBC (Paywall)(öffnet im neuen Fenster) sagte Karp, dass seine Technologie die Macht "hochgebildeter, oft weiblicher Wähler, die überwiegend demokratisch wählen" verringern und gleichzeitig die Macht von Männern aus der Arbeiterklasse stärken werde.

Diese Umwälzungen würden jeden Aspekt der Gesellschaft verändern und "wir [müssen] uns darüber einigen, wie wir die Technologie einsetzen wollen und wie wir sie den Menschen erklären, die voraussichtlich weniger attraktive und interessante Jobs haben werden" , so Karp weiter.

Die "amerikanische Lebensweise" schützen

Den Einsatz der Technologie von Palantir bezeichnet Karp zudem als gefährlich. Sie sei aber unverzichtbar, um die "amerikanische Lebensweise" zu schützen, fügte er hinzu. Als Rechtfertigung für die Entwicklung der Software von Palantir, die für ihre Möglichkeiten zur intransparenten Massenüberwachung kritisiert wird, sagte Karp: "Wenn wir es nicht tun, werden es unsere Gegner tun."

Kommentatoren(öffnet im neuen Fenster) sehen die Aussagen von Karp als Ansage an die US-Regierung, sein Unternehmen könne dabei helfen, ihren größten Feinden (liberale Akademikerinnen) politisches Kapital zu entziehen und dieses der bevorzugten Bevölkerungsgruppe (weißen Männern der Arbeiterklasse) zukommen zu lassen. Karp richte seine Technologie auf den männerzentrierten Kulturkampf aus, den die Rechte seit fast einem Jahrzehnt führe, hieß es weiter.

Palantir unterhält bereits Verträge mit dem Pentagon, dem US-Heimatschutzministerium sowie den US-Geheimdiensten und liefert die Grundlage für den Aufbau eines datengesteuerten Überwachungsstaates.

Auch in Deutschland verwenden einige Sicherheitsbehörden Software von Palantir . Das Geschäft läuft für das Unternehmen hierzulande allerdings schleppend .


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