Alder Lake: Intels 12th-Gen-Prozessoren für Edge Computing und IoT

Bis zu 14 Kerne und integrierte Xe-Grafik sollen AI-Daten dort verarbeiten, wo sie anfallen. Einigen SoCs genügen 12 Watt.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Für IoT-Systeme stellt Intel neue Alder-Lake-SoCs mit LGA1700-Sockel und integrierter Xe-Grafik vor.
Für IoT-Systeme stellt Intel neue Alder-Lake-SoCs mit LGA1700-Sockel und integrierter Xe-Grafik vor. (Bild: Intel)

Auf den ersten Blick sehen die von Intel vorgestellten Systems-on-Chip (SoCs) für IoT-Systeme genau so aus wie die seit Anfang 2022 verfügbaren Embedded-Varianten von Alder Lake. Die Anzahl der Kerne sowie Taktraten und Leistungsbudgets sind gleich. Die Namen unterscheiden sich lediglich im letzten Buchstaben: Ein L bezeichnet die neuen IoT-SoCs, ein E ihre Embedded-Geschwister.

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In zwei Punkten hebt sich die L-Variante dann doch ab: Sie passt in einen LGA1700-Sockel, wird also nicht auf das Mainboard aufgelötet, außerdem ist statt einer UHD- die leistungsfähigere Xe-Grafikeinheit integriert. Darauf legt Intel dann auch das Hauptaugenmerk. Sie soll nämlich nicht nur vier 4k-Monitore oder einen 8k-Bildschirm mit 60 Hz ansteuern, sondern auch AI-Anwendungen deutlich beschleunigen.

Übernimmt die Grafikeinheit hier die Berechnungen, soll ein Alder-Lake-SoC Bilder bis zu 6,6-mal schneller klassifizieren als Vorgänger aus Intels zehnter Generation. Interessant ist das für industrielle Anwendungen wie Defekterkennung, aber auch für medizinische Bildgebung.

Variantenvielfalt

Grundsätzlich bietet Intel die SoCs in zwei Varianten an: mit einer Processor Base Power (PBP) von 15 oder 45 Watt. Unterschieden werden sie durch die Namensendungen UL (15 W) oder HL (45 W). Hersteller können das Leistungsbudget im Bereich von 12 bis 28 W und 35 bis 65 W einstellen. Mit den beiden Varianten gehen unterschiedliche Kernzahlen und erreichbare Taktfrequenzen einher. Die Anzahl der Ausführungseinheiten der integrierten Xe-Grafik nutzt Intel zur Differenzierung zwischen den einzelnen Produktreihen, bei den i7-Varianten sind es 96.

KerneP-CoresE-CoresL3GrafikPBPMin BPMax BP
i7-12800HL6C/12T + 8C1,6/2,4 GHz (35W/45W) - 4,8 GHz1,8 - 3,7 GHz24 MB96 EU @ 1,4 GHz45 Watt35 Watt65 Watt
i5-12600HL4C/8T + 8C1,7/2,7 GHz (35W/45W) - 4,5 GHz2,0 - 3,3 GHz18 MB80 EU @ 1,3 GHz45 Watt35 Watt65 Watt
i3-12300HL4C/8T + 4C1,1/2,0 GHz (35W/45W) - 4,4 GHz1,8 - 3,3 GHz12 MB48 EU @ 1,2 GHz45 Watt35 Watt65 Watt
i7-1265UL2C/4T + 8C1,1/1,7/2,6 GHz (12W/15W/28W) - 4,7 GHz1,2 - 3,5 GHz12 MB96 EU @ 1,25 GHz15 Watt12 Watt28 Watt
i5-1245UL2C/4T + 8C1,0/1,5/2,5 GHz (12W/15W/28W) - 4,4 GHz1,1 - 3,3 GHz12 MB80 EU @ 1,2 GHz15 Watt12 Watt28 Watt
i3-1215UL2C/4T + 4C0,8/1,2/2,5 (12W/15W/28W) - 4,4 GHz0,9 - 3,3 GHz10 MB64 EU @ 1,1 GHz15 Watt12 Watt28 Watt
Celeron 7305L1C/2T + 4C0,8/1,0 GHz (12W/15W)0,9 GHz8 MB48 EU @ 1,1 GHz15 Watt12 Watt28 Watt
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Die sonstigen Daten sind wenig überraschend: Die SoCs vereinen den mit Intels 7-nm-Prozess Intel 7 (der umbenannte 10-nm-Prozess (g+)) gefertigten Prozessor- und Grafik-Chip mit dem Platform Controller Hub (PCH). Letzteres stellt neben 12 PCIe 3.0 Lanes – zusätzlich zu den acht des Prozessors – Schnittstellen wie USB 2.0/3.0 oder SATA zur Verfügung. Daneben integriert das SoC vier serielle Transceiver, die für Thunderbolt 4 oder USB 4 genutzt werden können.

Alle SoCs können bis zu 64 GByte DDR4-3200- oder DDR5-4800-Speicher ansprechen, auch mit den Low-Power-Varianten kommen sie klar. Die i7- und i5-SoCs bietet Intel zudem mit integrierter Managementeinheit vPro an. Da die SoCs bei der Zielgruppe langfristig im Einsatz sind, will Intel sie länger anbieten als die regulären Prozessoren.

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