Alder Lake: Intel will mit 241 Watt an die Spitze

Kurz vor dem Launch zeigt Intel eigene Benchmarks zu Alder Lake, außerdem gibt es Details zur Kühlung und zum Denuvo-DRM.

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Alder Lake soll in Spielen besonders gut abschneiden.
Alder Lake soll in Spielen besonders gut abschneiden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Intel hat einen ersten Ausblick auf die Desktop-Chips der Alder-Lake-Generation alias 12th Gen Core gegeben, denn am 4. November 2021 erscheinen sechs Modelle samt Z690-Boards. Bei der Performance gibt sich Intel zuversichtlich, die Konkurrenz zu schlagen - die Messwerte sind aber mit Vorsicht zu genießen.

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Alder Lake erscheint für den neuen Sockel LGA 1700, je nach Hauptplatine kann DDR4- oder DDR5-Arbeitsspeicher eingesetzt werden. Diverse Kühlerhersteller haben bereits passende Retention-Kits angekündigt, mit denen sich auch ältere LGA-115x/1200-Modelle verwenden lassen. Außerdem wird PCIe Gen5 x16 für die Grafikkarte unterstützt, das Interface zum Z690-Chip fällt mit DMI 4.0 (PCIe Gen4 x8) sehr breit aus.

Die Prozessoren werden per Intel 7 (einst 10 Enhanced Super Fin alias 10+++ nm) gefertigt, sie messen 209 mm² beim größten Chip und nutzen eine Hybrid-Architektur. Wie im Smartphone-Segment bei ARMs Big/Little-Umsetzung kombiniert Intel ebenfalls schnelle und sparsame CPU-Kerne zu einem heterogenen Design.

P/E-Cores samt Thread-Director

Konkret weist Alder Lake S als Desktop-Version bis zu acht Core/Performance- und bis zu acht Atom/Efficiency-Kerne auf, was die Leistung pro Quadratmillimeter und pro Watt verbessert. Dabei gilt, dass die Golden-Cove-Technik der P-Cores eine um 19 Prozent höhere IPC als Cypress-Cove in Rocket Lake (Core i9-11900K) aufweisen soll.

  • Alder Lake soll bei Gaming und Content Creation exzellent abschneiden. (Bild: Intel)
  • Die Chips nutzen ein Hybrid-Design mit heterogenen CPU-Kernen ... (Bild: Intel)
  • ... die vom sogenannten Thread Director verwaltet werden. (Bild: Intel)
  • Die P-Cores mit Golden-Cove-Technik sollen eine um 19 Prozent gestiegene IPC aufweisen. (Bild: Intel)
  • Was früher PL2 war, ist nun das neue PL1 alias Maximum Turbo Power. (Bild: Intel)
  • Auch mit 125 statt 241 Watt soll der Core i9-12900K flott sein. (Bild: Intel)
  • Der Heatspreader ist dicker, das Lot und das Die sind dünner. (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Ryzen 9 5950X unter Windows 11 ohne AMD-Updates (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K in Spielen #1 (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K in Spielen #2 (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K in Anwendungen #1 (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K in Anwendungen #2 (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K bei Multitasking (Bild: Intel)
Alder Lake soll bei Gaming und Content Creation exzellent abschneiden. (Bild: Intel)
KerneP-CoresE-CoresL3SpeicherGrafikPBPMTPPreis
Core i9-12900K8C/16T + 8C3,2 bis 5,2 GHz2,4 bis 3,9 GHz30 MByteDDR5-4800, DDR4-3200Xe (32 EU)125 Watt241 Watt$589
Core i9-12900KF8C/16T + 8C3,2 bis 5,2 GHz2,4 bis 3,9 GHz30 MByteDDR5-4800, DDR4-3200keine125 Watt241 Watt$564
Core i7-12700K8C/16T + 4C3,6 bis 5,0 GHz2,7 bis 3,8 GHz25 MByteDDR5-4800, DDR4-3200Xe (32 EU)125 Watt190 Watt$409
Core i7-12700KF8C/16T + 4C3,6 bis 5,0 GHz2,7 bis 3,8 GHz25 MByteDDR5-4800, DDR4-3200keine125 Watt190 Watt$384
Core i5-12600K6C/12T + 4C3,7 bis 4,9 GHz2,8 bis 3,6 GHz20 MByteDDR5-4800, DDR4-3200Xe (32 EU)125 Watt150 Watt$289
Core i5-12600KF6C/12T + 4C3,7 bis 4,9 GHz2,8 bis 3,6 GHz20 MByteDDR5-4800, DDR4-3200keine125 Watt150 Watt$264
Spezifikationen von Alder Lake S
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Vier E-Cores (4C/4T) mit Gracemont-Architektur wiederum sollen pro Takt so schnell sein wie bisherige Skylake-Kerne, dabei aber viel weniger Energie und Platz benötigen. Der Fokus der Little-Cores liegt auf nicht reaktiven Aufgaben, etwa um die Leistung beim Rendering zu steigern oder in Spielen die künstliche Intelligenz zu berechnen.

Für korrekte Lastverteilung ist ein Hardware-Block namens Thread-Director zuständig, welcher in Echtzeit entsprechende Hinweise an den Scheduler des Beriebssystems liefert. Laut Intel wurde Alder Lake für Windows 11 ausgelegt, mit Windows 10 soll die Job-Zuweisung weniger gut funktionieren.

Das PL2 ist das neue PL1

Topmodell wird der Core i9-12900K mit acht P- und acht E-Cores, darunter positioniert Intel noch den Core i7-12700K mit nur vier E-Cores und den Core i5-12600K mit sechs P- und ebenfalls vier E-Cores. Alle Chips weisen einen verlöteten Heatspreader (IHS) auf, der dicker ist als zuvor. Dafür sind das Lot (STIM) und das Silizium-Die selbst flacher (Thinning), was insgesamt den Wärmedurchgang verbessern soll.

Das ist wichtig, denn Intel hebt die nominelle Leistungsaufnahme an: Neuerdings spricht der Hersteller von einer Processor Base Power (PBP) und einer Maximum Turbo Power (MTP), wobei Letztere dem bisherigen PL2 entspricht. Statt dieses aber nur kurzfristig anzulegen, läuft der Prozessor dauerhaft damit - so wie beim PL1. Die reale Leistungsaufnahme hängt vom Workload ab, die meisten Spiele etwa reizen die MTP nicht aus.

Intel-Prozessoren

Benchmarks des Core i9-12900K

Intels eigene Benchmarks des Core i9-12900K wurden ungeachtet dessen nicht bei einem Power-Limit von 125 Watt, sondern von 241 Watt durchgeführt. In hintereinander ausgeführten Multihreading-Anwendungen wie Adobe Lightroom Classic oder Adobe Premiere Pro hat Intel verglichen zum Core i9-11900K einen Leistungszuwachs von 29 Prozent gemessen, bei der parallelen Ausführung gar 47 Prozent.

  • Alder Lake soll bei Gaming und Content Creation exzellent abschneiden. (Bild: Intel)
  • Die Chips nutzen ein Hybrid-Design mit heterogenen CPU-Kernen ... (Bild: Intel)
  • ... die vom sogenannten Thread Director verwaltet werden. (Bild: Intel)
  • Die P-Cores mit Golden-Cove-Technik sollen eine um 19 Prozent gestiegene IPC aufweisen. (Bild: Intel)
  • Was früher PL2 war, ist nun das neue PL1 alias Maximum Turbo Power. (Bild: Intel)
  • Auch mit 125 statt 241 Watt soll der Core i9-12900K flott sein. (Bild: Intel)
  • Der Heatspreader ist dicker, das Lot und das Die sind dünner. (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Ryzen 9 5950X unter Windows 11 ohne AMD-Updates (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K in Spielen #1 (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K in Spielen #2 (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K in Anwendungen #1 (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K in Anwendungen #2 (Bild: Intel)
  • Core i9-12900K gegen Core i9-11900K bei Multitasking (Bild: Intel)
Core i9-12900K gegen Ryzen 9 5950X unter Windows 11 ohne AMD-Updates (Bild: Intel)

Bei Spielen nennt Intel ein Plus von 13 bis 28 Prozent - was zeigt, dass neben der um 19 Prozent höheren IPC die kleinen Kerne sinnvoll sein können. Verglichen zu AMDs Ryzen 9 5950X spricht Intel bei Gaming von einem Vorsprung von bis zu 30 Prozent, allerdings sind die Werte nicht verwertbar: Die Ryzen-CPU wurde unter Windows 11 ohne das aktuelle KB5006746-Performance-Update und ohne den neuen CPPC2-Chipsatz-Treiber durchgeführt.

Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass der Denuvo-DRM vieler Spiele mit der Hybrid-Architektur von Alder Lake im schlimmsten Fall nicht zurechtkommt. Theoretisch sind 91 Titel betroffen, sehr viele davon wurden aber bereits gepatcht - die beiden letzten sollen noch im November 2021 aktualisiert werden.

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nixwissen 02. Nov 2021 / Themenstart

Ich fände es interessant als einzig (!) echtes Unterscheidungsmerkmal, ob ich mich für...

EDL 30. Okt 2021 / Themenstart

Also bei den Strompreisen in Deutschland ist es mir persönlich nicht egal, ob meine...

nille02 30. Okt 2021 / Themenstart

Denen ist der Platz im Flash zu knapp geworden. Da ging es dann schon los das Zen 1...

ThorstenMUC 29. Okt 2021 / Themenstart

Die E-Cores sind auf dem Desktop weniger für das Energiesparen da, als für den höheren...

xPandamon 29. Okt 2021 / Themenstart

Spiele sind an stärksten beschränkt, davon abgesehen noch einige andere Programme. Und...

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