Alder Lake: Gigabyte wirbt mit doppelter 8-GHz-Fälschung

Validierung manipuliert: Gigabyte hat zwei vermeintliche Overclocking-Rekorde des Core i9-12900K aufgestellt, die beide getrickst sind.

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Das 8-GHz-Resultat von Gigabyte wurde abgelehnt.
Das 8-GHz-Resultat von Gigabyte wurde abgelehnt. (Bild: CPU-Z Validator)

Mainboard-Hersteller werben zum Start neuer CPU-Generationen gerne mit besonders hohen Taktraten der Prozessoren, die per Overclocking erreicht wurden. Neben der Faszination des technisch Möglichen sind auch besonders hochwertige Spannungswandler ein Werbeversprechen, was damit einhergeht.

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Noch vor Ende der Sperrfrist für Tests des Core i9-12900K veröffentlichte Gigabyte ein OC-Resultat eines solchen Chips, der mit enormen 8 GHz gelaufen sein soll. Schnell war klar: Das Ergebnis stimmt nicht und obgleich Gigabyte sich dessen bewusst ist, wird die Fälschung dennoch nicht eindeutig als solcher kommuniziert.

Dazu gilt es zu wissen, dass Gigabyte mit HiCookie einen hauseigenen Übertakter beschäftigt - so wie quasi jeder andere Hersteller auch. Er kennt die technischen Details der Alder-Lake-Plattform, was auch zur Fälschung führte: Das aktuelle CPU-Stepping weist einen fehlerhaften Taktgeber (PLL) auf, der sich so manipulieren lässt, dass er höhere Werte ausgibt, als der Prozessor tatsächlich erreicht.

Doppelte Fälschung

Mit der Microcode-Revision 0x12 hat Intel eine Option eingeführt, diesen Modus abzuschalten, er ist zur Validierung per CPU-Z daher notwendig. Doch Gigabyte interessiert das nicht: Der Hersteller legte einen vermeintlichen 8-GHz-Rekord vor, bei dem sogar explizit mit der neueren Microcode-Revision 0x13 und CPU-Z v1.98 geworben wird.

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Besonders pikant ist, dass Gigabyte für den Wert den regulären Modus von CPU-Z und Flüssigstickstoff verwendet hat. Andere Übertakter hingegen schaffen mit dem lastreduzierten XOC-Mode und mit flüssigem Helium nur rund 7,5 GHz. Beides in Kombination spricht dafür, dass Gigabyte keine realen 8 GHz schafft - weshalb sich der Entwickler von CPU-Z dazu entschieden hat, die Ergebnisse nicht anzuerkennen und diese entsprechend markiert wurden.

Offenbar hat Gigabyte das Alder-Lake-System mit einem älteren Microcode gebootet, danach die Taktrate mit dem PLL-Trick manipuliert und abschließend zur Laufzeit den Microcode aktualisiert. Nachweisen lässt sich das bisher nicht - es ist aber sehr wahrscheinlich, dass die 8 GHz schlicht eine Fälschung sind.

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