Design ist wichtiger als Technik

Das sei Aldebaran-Gründer Maisonnier zu verdanken, erzählt Gélin: "Brunos Standpunkt war: erst das Design, dann die Technik. Die Technik sollte nur dem Design dienen." Das Aussehen des Roboters ist wichtig, weil die Menschen mit dem Roboter interagieren sollen. Die Technik unterstütze das, aber sie stehe nicht im Mittelpunkt. Deshalb würden Pepper und Nao nicht als technische Geräte wahrgenommen, sondern als "etwas, mit dem man gern zusammen ist, mit dem man gern zusammen lebt".

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Nao ist sozusagen der kleine, wenn auch ältere Bruder von Pepper. Neben der Größe ist die Fortbewegung der Unterschied zwischen beiden: Nao hat zwei Beine und kann laufen. Die weiß-blauen und weiß-roten Roboter sitzen oder stehen im Atelier und warten auf Besucher. Ab und zu heben sie den Kopf und schauen sich um oder machen eine andere, menschlich wirkende Bewegung.

Nao hört räumlich

Wegen seiner Größe ist die Interaktion mit Nao etwas schwieriger. Aber er hört gut, was die Ansprache vereinfacht: In seinem Kopf sind vier Mikrofone untergebracht, die eine gute räumliche Wahrnehmung ermöglichen. Er reagiert also auch, wenn er von hinten angesprochen wird, und wendet sich dem Sprecher zu.

  • Das Roboter-Atelier in Aldebaran in Paris (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Stilecht heißt ein Roboter die Besucher willkommen. (Foto: Petra Vogt)
  • Dort zeigt Aldebaran seine Roboter: den Nao, den es in Blau ... (Foto: Petra Vogt)
  • ... und in Rot gibt, ...  (Foto: Petra Vogt)
  • ... sowie den größeren Pepper. (Foto: Petra Vogt)
  • Nao spricht mit dem Besucher... (Foto: Petra Vogt)
  • ... oder löst Rechenaufgaben. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er schreibt sogar die Zahlen auf. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Schönschrift ist allerdings nicht seine Lieblingsdisziplin. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Pepper wurde für den japanischen Mobilfunkanbieter Softbank entwickelt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er spricht mit den Kunden in den Softbank-Filialen. Auf dem Tablet können diese Informationen abrufen oder etwas bestellen. (Foto: Petra Vogt)
  • Außerdem tanzt er gern. (Foto: Petra Vogt)
  • Pepper hat omnidirektionale Räder, mit denen er auf engem Raum manövrieren kann. (Foto: Petra Vogt)
  • Mit seinen fünffingrigen Händen kann er auch Gegenstände tragen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Dort zeigt Aldebaran seine Roboter: den Nao, den es in Blau ... (Foto: Petra Vogt)

Wie Pepper fordert auch Nao den Menschen zu einer Runde des Frage- und Antwortspiels Akinator heraus. Die Regeln sind einfach: Der Mensch denkt sich eine Person aus und der Roboter versucht sie zu erraten, indem er Ja-Nein-Fragen stellt: nach der Herkunft, dem Geschlecht und dem Beruf. Dazwischen streut er immer wieder Bemerkungen ein wie "So komme ich nicht weiter" oder "Ich sollte mir eine andere Strategie überlegen", die dem menschlichen Mitspieler den Eindruck vermitteln, eher gegen seinesgleichen als gegen eine Maschine anzutreten.

Nao macht Kampfkunst...

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Nao kann aber auch tanzen und zeigt dabei eine erstaunliche Eleganz: Auf der Weltausstellung in Schanghai 2010 ließ Aldebaran ein Ensemble aus 20 Robotern unter anderem zu Maurice Ravels Boléro tanzen. Im Pariser Atelier führt Nao eine Form vor. Das ist eine rituelle Bewegungsfolge aus der chinesischen Kampfkunst Taijiquan, zu der auch gehört, dass der Roboter auf einem Bein steht - das ist für einen Roboter noch anspruchsvoller als für einen Menschen.

Zwar sorgen diverse Sensoren - vier Drucksensoren unter jedem Fuß und ein Trägheitssensor - für die nötige Balance. Bei einem solch diffizilen Manöver besteht dennoch die Gefahr, dass der Roboter das Gleichgewicht verliert. Dann legt er seine Arme schützend vor den Oberkörper, damit beim Aufprall nichts kaputtgeht und kommentiert den Sturz vorab schon mit einem "Autsch". Allerdings hat Aldebaran bei der aktuellen Generation, dem Nao Evolution, einige Kunststoffteile in Armen und Beinen durch Metallteile ersetzt. Diese ließen sich besser reparieren, wenn doch einmal etwa kaputtgehe, sagt Aldebaran-Sprecherin Alia Pyros.

... und spielt Fußball

Eine gewisse Robustheit braucht der Roboter auch. Beim Fußball geht es schließlich zur Sache: Seit 2008 tritt Nao in der Standard Platform League des Robocups an. Er hat Sonys Roboterhund Aibo als Spieler abgelöst.

Naos Vorteil ist, dass Teams viele eigene Anwendungen für den Roboter entwickeln können: Aldebaran stellt ein Software Development Kit bereit, das es den Robofußballern ermöglicht, eigene Software zu entwickeln. Naos Betriebssystem Naoqi beruht zwar auf Linux, ist aber nicht komplett Open Source. Einige Funktionen seien nicht offen, darunter das Gehen, weil darin viel Fachwissen stecke, sagt Gélin.

Um mit Nao Spaß zu haben, braucht es aber keine fortgeschrittenen Programmierkenntnisse.

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 Pepper arbeitet in Geschäften in JapanRoboter programmieren ist einfach 
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stefan93 09. Apr 2015

Kann man wohl sagen :D

theonlyone 07. Apr 2015

So wie jedes lernende System, in Zahlen. Etwas das "positiv" ist bedeutet das Ziel wird...

Klagelied 06. Apr 2015

Alles was erfunden wird, lässt sich im guten oder schlechten nutzbar machen...

tibrob 04. Apr 2015

Nö ... das Sprechen ist natürlich keine Voraussetzung. Hunde z.B. sprechen auch eher...



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